Überblick

Lebensversicherung

Was ist eine Lebensversicherung?

Der Begriff Lebensversicherung ist an sich ein Oberbegriff, da eine Lebensversicherung einerseits der Risikoabsicherung dient und andererseits eine steuerlich begünstigte Anlageform darstellt.

Fotografie eines Mannes beim Unterzeichnen eines Vorsorgedokuments

Eine Lebensversicherung

  • dient der Risikoabsicherung, da durch den Tod eines Angehörigen den Hinterbliebenen ein wirtschaftlicher Nachteil entsteht, der mit Hilfe der Lebensversicherung aufgefangen werden soll.
  • wird als Anlage meist zur Pensionsvorsorge, als Tilgungsträger für Kredite, oder auch zur Besicherung von Krediten verwendet. Oftmals werden in einer Lebensversicherung sowohl die Risikoabsicherung, als auch die steuerlich begünstigte Anlageform miteinander vereint.

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Eine Lebensversicherung ist eine sogenannte Individualversicherung, was grundsätzlich bedeutet, dass die Lebensversicherung zwischen Ihnen als Versicherungsnehmer/in und Ihrem Versicherer vertraglich festgehalten wird.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Lebensversicherung ausgezahlt zu bekommen. Die zwei gängigsten Möglichkeiten treten entweder bei Erreichen eines in Ihrer Versicherung vereinbarten Alters, das in der Regel zwischen 75 und 80 Jahren liegt (bei einer Ablebensversicherung erfolgt nach Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer keine Auszahlung), oder bei Eintritt des Todesfalls ein. Je nach abgeschlossener Versicherung ist es allerdings ebenfalls möglich, dass die vereinbarte Summe bereits bei schweren Erkrankungen, Berufs- bzw. Arbeitsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit ausbezahlt wird.

Vorteile und Sinn einer Lebensversicherung

Wann ist es sinnvoll eine Lebensversicherung abzuschließen? Was sind die Vorteile einer Lebensversicherung?

Oftmals ist es sinnvoll eine Lebensversicherung abzuschließen. Zum einen kann sie zur Absicherung von Angehörigen eingesetzt werden. Denn sollte ein Familienmitglied unerwartet versterben, ist es oft der Fall, dass ein großer Teil des Familieneinkommens wegfällt und die Hinterbliebenen folglich in finanzielle Schwierigkeiten geraten können. Dies ist vor allem für junge Familien, die sich bisher keine großen Reserven ansparen konnten oder gerade Kredite aufgenommen haben, relevant.

Zum anderen kann eine Lebensversicherung auch der Kreditsicherung dienen, da von Banken, um Kredite aufnehmen zu können, immer gewisse Absicherungen verlangt werden. Banken sichern sich in diesem Fall gerne durch Ablebensversicherungen ab, die auch oft direkt von Banken selbst zu diesem Zweck angeboten werden. Achten Sie dabei aber auf die Modalitäten der jeweiligen Bank, da gerne auch nicht unbedingt erforderliche Zusatzpakete mit angeboten werden und sich die Beitragszahlungen dadurch deutlich erhöhen können.

Außerdem ist eine Lebensversicherung sinnvoll, um diverse Steuervorteile zu erhalten. Die gesamte Versicherungsprämie einer Ablebensversicherung ist in der Regel von der Steuer absetzbar. Bei einer Er- und Ablebensversicherung ist dies nur möglich, sofern die Auszahlung in Form einer lebenslangen Pension erfolgt. Des weiteren unterliegt jede Lebensversicherung aber weder der Einkommensteuer noch der Kapitalertragssteuer.

Nachteile einer Lebensversicherung

Was sind die Nachteile einer Lebensversicherung?

Der größte Nachteil einer Lebensversicherung ist sicherlich die lange Laufzeit der Polizze und der damit verbundenen Bindung des Geldes. Sollten Sie eine vorzeitige Auflösung Ihres Vertrages wünschen, ist dies entsprechend kostspielig. Allerdings muss eine Lebensversicherung auch nicht sofort gekündigt werden, sollten Sie sich einmal in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Eine Aussetzung der Prämienzahlung ist ebenfalls möglich, wodurch Sie jedoch in der Regel mit größeren Abschlägen bei der Auszahlungsprämie rechnen müssen.

Ein weiterer Nachteil einer Lebensversicherung sind die hohen Kosten, die durch Versicherungssteuer, Provision und Gebühren anfallen können. Natürlich gibt es auch größere Unterschiede bei Lebensversicherungen, weswegen ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Versicherer im Vorfeld dringend zu empfehlen ist. Beachten Sie außerdem, dass es durch die Vielzahl verschiedener Lebensversicherungen nicht immer einfach ist, die perfekte Lebensversicherung für sich selbst zu finden. So ist beispielsweise eine gemischte Er- und Ablebensversicherung zur Absicherung von Hinterbliebenen weitaus weniger sinnvoll, als eine reine Ablebensversicherung, die im Todesfall zu tragen kommt, da die Beitragszahlungen entsprechend höher sind.

Weitere Tipps zum Abschluss von Lebensversicherungen erhalten Sie auch auf der Webseite der österreichischen Arbeiterkammer.

Arten einer Lebensversicherung

Welche verschiedenen Lebensversicherungen gibt es?

Lebensversicherung ist an sich ein Oberbegriff für einige diverse Versicherungen. Wir stellen Ihnen die gängigsten Lebensversicherungen kurz vor:

Ablebens- oder Todesfallversicherung

Die bekannteste Form einer Lebensversicherung. Für den Fall, dass die Versicherungsnehmerin/der Versicherungsnehmer die vereinbarte Laufzeit nicht überlebt, erfolgt die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme an die vertraglich begünstigte Person. Sollte die Versicherungsdauer jedoch erlebt werden, erfolgt keine Auszahlung. Ihre einbezahlten Prämien bleiben somit bei Ihrem Versicherer. Aus diesem Grund sind die Prämienzahlungen aber auch entsprechend niedrig.

Erlebensversicherung

Dient vor allem der Geldanlage. Die Versicherung veranlagt Ihr Geld dabei und am Ende der vereinbarten Versicherungsdauer werden die Versicherungssumme und die zusätzlichen Gewinne durch die Veranlagung entweder als einmaliger Betrag, oder als fortlaufende Pension ausbezahlt. Im Falle eines vorherigen Ablebens der/des Versicherten, erhält die im Vertrag begünstigte Person die bereits eingezahlten Prämien samt Gewinnbeteiligung.

Er- und Ablebensversicherung

Eine Mischform aus den beiden oben oben genannten Versicherungen. Wie bei einer Erlebensversicherung bekommt die Versicherungsnehmerin/der Versicherungsnehmer bei Ende der Laufzeit die Prämie samt Kapitalanlagengewinne als Einmalzahlung oder als Pension ausbezahlt. Verstirbt die/der Versicherte vorzeitig, wird die Versicherungssumme an die Begünstigte/den Begünstigten ausbezahlt. Diese Prämie ist in der Regel deutlich höher als die bisher einbezahlten Beträge. Allerdings sind aus diesem Grund die Prämienzahlungen bei dieser Form der Lebensversicherung entsprechend hoch.

Fondgebundene Lebensversicherung

Ebenfalls eine Art der Geldanlage, bei der die Prämienzahlungen in Investmentfonds veranlagt werden. Die fondgebundene Lebensversicherung stellt meist einen großen Ertrag in Aussicht, birgt dafür allerdings auch das größte Risiko. In der Regel funktioniert sie auch ähnlich wie Ablebensversicherungen, denn es wird meist eine Prämie im Todesfall ausbezahlt. Achten Sie bei dieser Form der Lebensversicherungen allerdings besonders auf den Anbieter und die Sicherheit des gewünschten Fonds, da ansonsten hohe Kosten auf Sie zukommen können.

In der Regel bieten alle größeren Versicherer die genannten Versicherungen ihren Kunden an. Es ist ratsam, auch bei Lebensversicherungen die Angebote immer zu vergleichen. Die größten Anbieter von Lebensversicherungen in Österreich sind die Generali, die Uniqa und die Bank Austria. Aber natürlich gibt es noch weitere Alternativen, beispielsweise auch aus Deutschland oder der Schweiz.

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Quellen:
wikipedia.org (Lebensversicherung)
wikipedia.org (Individualversicherung)
mytoday.at (Lebensversicherung kündigen)
trend.at (Zehn Tipps zur Lebensversicherung)
durchblicker.at (Was ist eine Lebensversicherung?)
arbeiterkammer.at (Tipps zur Lebensversicherung)
Kanzlei Ehrenhöfer & Häusler Rechtsanwälte GmbH (Persönliche Auskunft)

Siehe auch:
Patientenverfügung – Was ist eine Patientenverfügung und was gilt es zu beachten?
Bestattungsvorsorge – Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es noch zu Lebzeiten?

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