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Sargformen

Welche Formen kann ein Sarg haben?

Hausdachform

Die Hausdachform ist in Österreich eine der verbreitetsten Sargformen und dadurch zur erkennen, dass das Oberteil höher als das Unterteil ist. Die Seiten des Sargunterteil verlaufen außerdem nicht senkrecht (siehe Truhensarg), sondern in einem stumpfen Winkel nach unten. Außerdem kann diese Art Sarg auch (ähnlich dem Körperformsarg) eine konische Form haben, bei der Sarg am Kopfende breiter als am Fußende ist.

Ein zimtbrauner Vollholzsarg aus Kiefernholz von höchster Qualität mit einer deutlich herausgearbeiteten Maserung.
Ein Sarg in Hausdachform, Modell "Dachstein"

Truhensarg

Genau wie bei einem Sarg in der Hausdachform ist beim Truhensarg das Oberteil höher als das Unterteil. Die Seitenteile des Unterteils verlaufen jedoch senkrecht nach unten und verleihen dieser Sargform daher auch ihren Namen.

Höchste Holzqualität und ein elfenbeinfarbener Lack prägen dieses Modell, welches aus Kiefer-Vollholz gefertigt wird.
Ein weißer Truhensarg, Modell "Großglockner"

Eine Sonderform dieses Sargtypen ist der amerikanische Truhensarg, bei dem das Oberteil aus zwei Einheiten besteht, wobei eine mit Scharnieren nach aufklappbar ist. Diese Sargform ermöglicht so die im amerikanischen Raum sehr verbreitete Verabschiedung am offenen Sarg.

Sonderform des Truhensarg, bei dem das Oberteil aus zwei Einheiten besteht, wobei eine mit Scharnieren nach aufklappbar ist.
Amerikanische Truhensarg mit charakteristischem Deckel

Körperformsarg

Der Körperformsarg ist an seiner konischen Form zu erkennen, das heißt Kopf- und Fußende sind schmaler als der Schulterbereich, das Oberteil bildet also die Form eines Sechsecks. Dieser Typ Sarg ist auch als „italienischer Sarg“ bekannt.

Für dieses schöne Sargmodell wird qualitativ hochwertiges Kiefernholz in eine italienische Truhenform verarbeitet.
Ein Körperformsarg, Modell "Schesaplana"

Kindersarg

Auch Kindersärge sind in verschiedenen Größen und Formen verfügbar. Es gibt beispielsweise ganz klassische Ausfertigungen aus Holz, aber auch geflochtene Modelle aus Ried oder sogar komplett individuell gestaltete Maßanfertigungen in Form von Tieren oder Spielzeugen. Aber auch beim klassischen Modell aus Holz sind Verzierungen und Bemalungen keine Seltenheit, diese können entweder durch professionelle Künstler, aber auch durch die Eltern des Kindes vorgenommen werden.

Materialien und Ausstattung

Aus welchen Materialien werden Särge gefertigt?

Särge für Erd- und Feuerbestattungen sind ausschließlich aus Holz, die Holzarten sind aber frei wählbar, zum Beispiel Eiche, Lärche, Kiefer, Buche, Nuss, Fichte, Birke, Zirbe, Ahorn, Pappel, Mahagoni oder Tanne. Welches Holz schlussendlich verwendet wird ist meist eine Frage der Verwendung (Kremationssärge sind naturgemäß aus günstigerem Holz gefertigt) und des Preises. Das Holz kann anschließend noch mit unterschiedlichen Lackierungen oder Schnitzungen bearbeitet werden. Je nach Glauben des Verstorbenen ist beispielsweise auch das Anbringen von religiösen Symbolen sehr häufig.

Sargmodell Preis
Kremationssarg ca. 300€
Einfach ca. 500€
Standard ca. 1000€
Oberklasse über 1000€

Wie ist ein Sarg innen ausgestattet?

Der Sarg wird traditionellerweise innen mit Stoff ausgeschlagen und zusätzlich mit einer Sargmatratze, einer Sterbedecke und einem Kissen ausgestattet. Die Deckengarnituren sind in der Regel in hellen Farben (weiß, creme, grau) gehalten, natürlich gibt es aber auch farbenfrohere Varianten. Die Decken bestehen zumeist aus Stoffen wie Seide, Leinen oder Baumwolle und können ebenso gemustert, bestickt oder gesteppt sein oder Rüschen haben.

Wenn man die Wünsche der/des Verstorbenen aber nicht genau kennt, empfiehlt es sich zu einer dezenteren Variante zu greifen. Mit Benu können Sie sich das passende Sargmodell direkt online aussuchen. Starten Sie hierfür einfach eine Bestattungsplanung. Wenn Sie aber besondere Wünsche oder Anforderungen haben sind wir Ihnen gerne persönlich dabei behilflich, eine passende Sargausstattung auszuwählen.

Sarggrößen

Wie groß ist ein Sarg?

Die Särge im Sortiment von Benu sind alle in etwa gleich groß bemessen und durchschnittlich circa 2m lang, 60-65cm breit und bis zu 65cm hoch. Diese Maße sind für die überwiegende Mehrheit der Verstorbenen absolut ausreichend. Erst bei Körpergrößen ab ca. 195cm muss auf ein längeres Modell ausgewichen werden, für übergewichtige Menschen gibt es ebenfalls Spezialanfertigungen.

Nach oben hin limitiert ist die Größe von Särgen teilweise in gesetzlichen Vorschriften oder den Friedhofsbedingungen. Beispielsweise dürfen in Wien Särge für die Erdbestattung höchstens 212cm lang, 74cm breit und 70cm hoch sein. Särge für die Feuerbestattung dürfen auch 80cm breit sein.

Individuelle Särge

Kann man Särge selber gestalten?

Was in anderen Ländern der Erde schon lange Tradition ist, wird allmählich auch in Europa populärer: Der Trend geht vermehrt zum individuell gestalteten Sarg. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Während es zum Beispiel in Ghana Brauch ist, Verstorbene in besonders ausgefallenen Modellen (von Autos, über Flugzeuge, bis hin zu Turnschuhen)  zu bestatten, so ist man hierzulande doch noch ein wenig gemäßigter unterwegs.

Ein sehr früher Anbieter von individuellen Särgen ist in Österreich das Wiener Sargatelier. Unter der Leitung von Holzbauingenieurin Romana Maschek können sich Hinterbliebene hier selbst einbringen und ausgehend von einem Grundmodell einen persönlichen Sarg für ihren Verstorbenen gestalten. So können Stoffe, Farben und Verzierungen frei gewählt und selbst verarbeitet werden, der Profi steht dabei mit handwerklicher Expertise zur Seite. Das Einnähen von Abschiedsbriefen in die Deckengarnituren ist zum Beispiel eine schöne Möglichkeit dem Verstorbenen noch einige Worte mit auf den Weg zu geben. Für handwerkliche weniger talentierte Kunden werden auch Auftragsarbeiten entgegengenommen.

Nachhaltige Modelle

Gibt es umweltfreundliche Särge?

Mit zu den umweltfreundlichsten und kostengünstigsten Modellen zählt wohl der Karton-Sarg. Dieser ist, wie ein herkömmlicher Sarg auch, aus zwei Teilen aufgebaut und besteht aus mehrschichtiger Wellpappe, recycliertem Altpapier und einer wasserdichten Schicht. Durch die spezielle Struktur der Wellpappe und Verstärkungen aus Holz ist auch das erforderliche Standhalten unter Erdlast gewährleistet. Zum Zusammenhalten der einzelnen Komponenten wird der Pflanzenzucker Stärke verwendet. Die Oberfläche wird zusätzlich mit wasserlöslichen Farben bearbeitet.

Ein solcher Papp-Sarg bietet einige Vorteile: Vor allem ist er aufgrund der Verwendung von recycelten Materialien umweltfreundlicher als der klassische Holzsarg, was sich auch beim Verbrennen im Krematorium bemerkbar macht. Da die Gesamtmasse des Papier-Sargs deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Sarg ausfällt, entstehen durch die Verbrennung bei einer Feuerbestattung auch deutlich weniger Schadstoffe, welche im Anschluss die Umwelt belasten würden. Auch der günstige Preis von rund 250€ ist natürlich nicht zu vernachlässigen.

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Quellen:
Wikipedia (Sargarten)

Siehe auch:
Erdbestattung – Die häufigste Bestattungsart des Christentums
Sarg – Muss man in einem Sarg bestattet werden?
Krematorium – Wo und wie findet eine Feuerbestattung statt?
Begräbnis – Informationen zu Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten

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