24h für Sie da 0800 88 44 04

Überblick

Erdbestattung

Was ist eine Erdbestattung?

Die Erdbestattung, auch Inhumation genannt, ist eine Form der Bestattung:

  • die schon seit Jahrtausenden praktiziert wird,
  • weltweit am häufigsten als Bestattungsart vorkommt
  • und bei der der Verstorbene in einem Sarg im Erdreich beigsetzt wird.
Makroaufnahme eines grünen Keimlings in Erde

Im christlichen und islamischen Kontext spricht man bei einer Erdbestattung auch von einer Beerdigung. Prinzipiell sind auch Urnenbeisetzungen eine Form der Erdbestattung, da die Asche ebenfalls im Erdreich beigesetzt wird, dennoch werden sie eher mit dem Begriff der Feuerbestattung verbunden. Sie ist ein Ritual, das sich je nach Religion und Land stark unterscheiden kann.

Sie möchten eine Erdbestattung beauftragen?

Benu ist österreichweit tätig – erstellen Sie kostenlos und unverbindlich einen Kostenvoranschlag!

Vor- und Nachteile einer Erdbestattung

Natürlich ist es immer ratsam, bei der Frage nach der Bestattungsart nach Möglichkeit nach den Wünschen des Verstorbenen zu entscheiden. Sind jedoch keine bekannt, sind nun die Hinterbliebenen am Zug. Mitunter kann die Wahl der Bestattungsart jedoch eine äußert schwierige Entscheidung sein. Wir haben Ihnen daher einige Pro- und Contra-Punkte einer Erdbestattung zusammengefasst.

Was spricht für die Erdbestattung?

  • Tradition: Die Beisetzung in der Erde blickt vor allem in Christentum, Judentum und Islam auf eine Jahrtausende alte Tradition zurück. Gerade für ältere, traditionsbewusste und gläubige Menschen ist eine Erdbestattung daher unerlässlich.
  • Grabstätte als Ort der Erinnerung: Mit der Bestattung des Leichnams auf einem Friedhof wird für die Hinterbliebenen eine Stätte der Erinnerung geschaffen. Der Friedhof und das Grab fungieren so als Bindeglied zwischen Leben und Tod und geben den Trauernden einen Ort zum Gedenken und Verarbeiten.
  • Natürlicher Prozess: Aus Gesprächen mit Angehörigen ergibt sich, dass der natürliche Verwesungsprozess – wenn auch nur unterbewusst – ein wichtiger Aspekt in der Trauerverarbeitung ist. Viele Menschen können sich sehr gut damit anfreunden langsam – also in der Erde – wieder Teil der Erde zu werden.

Haben Sie schon vorgesorgt?

Nehmen Sie Ihren Angehörigen schwierige Entscheidungen ab! Wir helfen Ihnen dabei.

Was spricht gegen die Erdbestattung?

  • Hohe Begräbniskosten: Mit Überführung, Sargkosten und einer aufwändigen Trauerfeier zählt die traditionelle Erdbestattung eindeutig zu den teuersten Bestattungsarten. Einen Überblick über diese Kosten finden Sie auch in unserem Artikel Begräbniskosten.
  • Hohe Folgekosten für Friedhof und Grabstein: Auch nach der eigentliche Bestattung kommen auf die Hinterbliebenen noch weitere Kosten zu. Friedhofsgebühren, Grabnutzungsrecht und Grabstein, sowie die Kosten für Steinmetz und Grabpflege schlagen nicht selten mit mehreren Tausend Euro zu Buche.
  • Immer weniger Platz auf dem Friedhof: Besonders in wachsenden Städten mit steigenden Quadratmeterpreisen ist es immer schwieriger einen Friedhof zu erweitern oder neu zu bauen. Da aber ständig neue Gräber hinzukommen und die meisten Bestehenden verlängert werden, kommt es häufig zu Platzmangel. Kurzfristig ein Grab zu finden ist daher mitunter äußerst schwer.

Erd- und Feuerbestattung im Vergleich

Erdbestattung Feuerbestattung
Vorteile
Traditionsbewusst Flexibel
Grab zum Trauern Preiswert
Nachteile
Teuer Kein Ort der Trauer

Was für Möglichkeiten gibt es bei Erd- und Feuerbestattung?

Wie sie der untenstehenden Tabelle entnehmen können, ist eines der Hauptargumente für eine Feuerbestattung, dass einem nach der Kremierung eine Vielzahl an verschiedenen Beisetzungsmöglichkeiten offen stehen. Bei der Erdbestattung ist man im Wesentlichen auf das traditionelle Erdgrab auf einem Friedhof, oder eine kostspielige Gruftbestattung beschränkt. Nichtsdestotrotz entspricht diese traditionelle Form der Bestattung noch sehr oft den Wünschen von sowohl den Verstorbenen selbst, als auch den Hinterbliebenen.

Erdbestattung Feuerbestattung
Traditionelle Erdbestattung Urnenbestattung
in Erdgrab oder Gruft in Grab, Gruft oder Stele
Naturbestattung
Baum-, See- oder Luftbestattung
Alternative Bestattungsarten
Edelstein-, oder Weltraumbestattung

Ablauf einer Erdbestattung

Wie läuft eine Erdbestattung in der Regel ab?

  1. Wenn Sie mit Benu eine Erdbestattung planen, wird der Leichnam der/des Verstorbenen zunächst von einem unserer Partner-Bestatter, der mit der Überführung beauftragt wurde, abgeholt. Von diesem wird nun die hygienische Versorgung vorgenommen. Dazu zählen das Waschen und Ankleiden der/des Verstorbenen als Vorbereitung für die Trauerfeier und Beisetzung des Sarges.
  2. In Absprache mit den Angehörigen wird Benu nun die Trauerfeier planen. Sie findet entweder in einer Kirche, der Friedhofskapelle, oder direkt am Grab statt. Wichtigstes Element der Trauerfeier ist dabei die Trauerrede, die entweder von den Angehörigen selbst, oder einem geistlichen Kirchenvertreter – in den meisten Fällen ist dies ein Priester oder Vikar – gehalten wird. Die Trauerrede dient dem Gedenken an die/den Verstorbene/n und umreißt oftmals wichtige Eckpunkte des Lebens.
  3. Nach der Trauerrede begleitet die Trauergemeinde den Sarg zum Grab, wo die Teilnehmer der Trauerfeier offen kondolieren, insofern die Angehörigen nicht bitten davon abzusehen. Abschließend begeben sich die Trauernden üblicherweise zu einem Leichenschmaus, um der/dem Verstorbenen noch einmal bei gutem Essen zu gedenken.
Abbildung einer Parkbank auf einer Friedhofsallee

Kosten

Welche Kosten fallen bei einer Erdbestattung an?

Bei einer Erdbestattung muss man mehrere Kostenfaktoren im Auge behalten – die Kosten für die Bestattung selbst, diverse Friedhofsgebühren sowie die Kosten für Erwerb oder Anfertigung eines Grabsteins. Jedenfalls zählt die traditionelle Erdbestattung zu den teuersten Bestattungsarten.

Um Ihnen einen groben Überblick zu bieten, haben wir Ihnen hier die ungefähren Kosten für eine Erdbestattung mit Benu in Wien tabellarisch aufbereitet. Zum Vergleich finden Sie in der Spalte daneben auch die Preise für eine Feuerbestattung in Wien. Bitte beachten Sie, dass die hier gezeigten Preise exklusive Drittleistungen (Friedhofsgebühren, Grabstein, Grabnutzungsrecht) zu verstehen sind.

Leistung Erdbestattung Feuerbestattung
Basisleistungen ~ 1250€ ~ 1820€
Sarg/Urne ~ 300€ – 1400€ ~ 75 – 400€
Optionale Zusatzleistungen
Trauerfeier ~ 350€
Blumenschmuck ~ 75€ – 275€
Printprodukte ~ 60€ – 250€
Trauerredner ~ 375€
Digitaler Nachlass ~ 200€
Live-Musik ~ 550€
Grabkreuz ~ 120€
Summe ~ 1550€ – 4770€ ~ 1895€ – 4340€

Wir möchten allerdings ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Preise für eine Bestattung sich regional mitunter stark unterscheiden können. Bei der Planung einer Bestattung über unseren Konfigurator können Sie noch heute einen unverbindlichen Kostenvoranschlag für eine nach ihren Wünschen gestaltete Bestattung erstellen.

Kosten für ihre Wunschbestattung herausfinden!

Benu ist österreichweit tätig – erstellen Sie kostenlos und unverbindlich einen Kostenvoranschlag!

Was kostet ein Grabstein?

Leistung/Produkt Preis
Grabstein ca. 800€ – 5000€
Fundament und Einfassung ca. 500€ – 2500€
Gravur (pro Buchstabe) ca. 10€ – 50€
Transport und Aufstellen ca. 100€ – 700€
Summe ca. 1900€ – 9000€

Weitere Informationen zu den verschiedenen Kostenpunkten bei einer Bestattung finden Sie außerdem in unserem Artikel Bestattungskoten.

Erdbestattung und Religion

Welche religiöse Tradition hat die Erdbestattung?

  • Vor allem durch das Christentum fand die Erdbestattung große Verbreitung, da der Glaube an die leibliche Auferstehung Feuerbestattungen verbietet. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde daher auch keine andere Bestattungsart von der katholischen Kirche anerkannt. Heutzutage nimmt der Anteil der Erdbestattung jedoch immer weiter ab, da vor allem die Feuerbestattung immer weitere Verbreitung findet.
  • Aber auch in den beiden anderen abrahamitischen Weltreligionen, dem Islam und dem Judentum, ist die Erdbestattung die häufigste und rituell vorgesehene Bestattungsart.
  • In Buddhismus und Hinduismus hingegen, ist die Feuerbestattung weit verbreitet, während die Erdbestattung kaum Relevanz besitzt.
Bild einer verwitterten Engelsstatue mit herbstlichem Hintergrund

Wie läuft eine christliche Bestattung ab?

Ein christliches Begräbnis verläuft seit Jahrhunderten ähnlich. Jedes christliche Begräbnis ist immer zugleich auch ein Gottesdienst.

  • Im Zuge der Aufbahrung und direkt am Grab werden bei diesem Trauergottesdienst, an dem normalerweise Verwandte, Freunde und Bekannte teilnehmen, unter anderem Gebete für die verstorbene Person gesprochen werden, um sie/ihn auf dem letzten Weg zu begleiten.
  • Der Sarg wird oftmals mit Weihwasser bespritzt, zum einen als eine Form des Abschieds, aber zum anderen auch um zu symbolisieren, dass die/der Tote durch die Taufe mit Christus zum ewigen Leben kommt. Dies ist zugleich einer der wenigen Unterschiede zwischen einer katholischen und einer evangelischen Bestattung, da nur bei einer katholischen Beerdigung Weihwasser benutzt wird. Allgemein sind sich eine katholische und eine evangelische Bestattung jedoch sehr ähnlich und unterscheiden sich meistens nur durch teilweise unterschiedliche Lieder und Gebete.
  • Zum Zeichen, dass der Mensch aus der Erde kommt und zur Erde zurückkehrt erfolgt dann am Grab der sogenannte Erdwurf: Mit den Worten „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“ wird dreimal Erde auf den Sarg geworfen. Dies ist ein Symbol der Barmherzigkeit und eine Andeutung, dass die/der Verstorbene zur letzten Ruhe gebettet wird. Außerdem wird auf das Grab ein Kreuz als Zeichen der Hoffnung auf die Auferstehung gesteckt.
Aufnahme eines Trauernden mit weißem Blumenstrauß und Rosenkranz

Gesetzliche Vorschriften

Wie lange nach dem Tod muss bestattet werden?

Grundsätzlich, also nicht speziell bei Erdbestattungen, gilt in Österreich eine Bestattungspflicht, welche gewisse Fristen voraussetzt. Diese sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ausnahmen davon sind möglich, bedürfen allerdings einer Genehmigung. Im Normalfall findet die Beisetzung bereits vier bis acht Tage nach Eintritt des Todes statt. Der frühestmögliche Bestattungstermin ist 48 Stunden nachdem der Tod festgestellt wurde, um zu gewährleisten, dass bei der Leichenschau keine Fehler unterlaufen sind.

Wo darf einer Erdbestattung erfolgen?

Die Beisetzung (eines Sarges im Zuge einer Erdbestattung) darf nur auf einem Friedhof erfolgen. Normalerweise wird die/der Verstorbene in ihrer/seiner Heimatgemeinde beerdigt, es besteht allerdings kein Heimatzwang. Das bedeutet, dass es durchaus auch üblich ist, die/den Verstorbenen auf Friedhöfen anderer Gemeinden beerdigen zu lassen, insofern die jeweilige Friedhofsverwaltung dem zustimmt. Bezüglich der gesetzlichen Bestimmungen zu verschiedenen Begräbnisstätten informieren Sie sich am besten in unserem eigenen Artikel zum Thema.

Särge

Welche Möglichkeiten habe ich bei der Wahl eines Sarges?

Särge sind Aufbewahrungsorte für einen Leichnam. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Sargarten, sowie Sargmaterialien. Hauptsächlich bestehen sie heutzutage aus verschiedenen Holzarten. Es gibt weit über zehn verschiedene Holzarten, darunter beispielsweise Särge aus Mahagoni-, Kirschen-, Eichen-, Rosen- oder Nussbaumholz.

Bildaufnahme von vier Sargträgern beim Tragen eines weißen Sarges.

Die bekanntesten Formen in der christlichen Religion sind die einer Raute und eines Quaders. Darüber hinaus geht der Trend vermehrt zu individuellen Sargformen, da viele Angehörige den Sarg gern selbst gestalten möchten. Im Inneren sind die Särge meistens mit einer Schicht biologisch abbaubarem Krepppapier ausstaffiert. Zum Schutz des Leichnams werden im Inneren oftmals auch Matratzen mit Hohlfasern, Sägespäne oder Papierschnitzel angebracht. Informieren Sie sich auch in unserem Artikel Sargmodelle zu den unterschiedlichen Gestaltungen.

Wie tief muss ein Sarg liegen?

Das ist je nach Landesgesetz unterschiedlich, in der Regel wird der Sarg aber in einer Tiefe von 1.8m – 3m beigesetzt, je nachdem ob es sich um ein Einzel- oder Familiengrab handelt.

Wie lange dauert die Verwesung im Sarg?

Das hängt von Sarg und Boden ab. Je nach Erdreich und verwendetem Holz kann die vollständige Zersetzung des Körpers zwischen 10 und 30 Jahren dauern, teilweise sogar noch länger. Außerdem kann es zu einer unvollständigen Verwesung kommen, solche Leichname werden auch als Wachsleichen bezeichnet. Weitere Informationen zu diesem Prozess finden Sie hier.

Grabstätten

Wo kann ein/e Verstorbene/r erdbestattet werden?

Bei einer Erdbestattung können Sie zwischen Wahl-, Reihen- und anonymen Gräbern, sowie Gruften und Mausoleen wählen.

  • Entscheiden Sie sich für ein Wahlgrab, haben die Angehörigen die Möglichkeit Lage und Größe des Grabes selbst zu wählen, sowie das Nutzungsrecht für das Grab zu verlängern.
  • Bei einem Reihengrab hingegen ist der Standort vorgegeben, der Preis für das Grab ist allerdings auch günstiger als bei einem Wahlgrab.
  • Bei einem anonymen Grab wird auf einen Grabstein verzichtet und es ist in der Regel nicht gestattet der Beisetzung beizuwohnen. Diese Variante ist sehr kostengünstig, durch das Fehlen eines Grabsteines ist die Trauerbewältigung mitunter jedoch sehr schwierig.
  • Je nach Friedhof gibt es auch die Möglichkeit die/den Verstorbene/n in einer Gruft, einer gemauerten Grabstätte, beizusetzen. Dies ist heutzutage allerdings nur noch sehr selten der Fall, da eine Gruft sehr teuer ist. Das Gleiche gilt für die Beerdigung in einem Mausoleum.
Fotografie eines verwitterten Steinkreuzes auf einer Bergwiese vor blauem Himmel

Eine weitere wichtige Entscheidung ist die Wahl zwischen Einzel- und Familiengrab.

  • Bei Einzelgräbern befindet sich ein einzelner Bestattungsplatz, dessen Pflege durch die Angehörigen oder den Friedhofsgärtner erfolgt.
  • Familiengräber hingegen sind größer und bieten Platz für alle Angehörige. Dies empfiehlt sich vor allem bei Eheleuten. Der Erwerb und das Nutzungsrecht von Familiengräbern sind durch die Größe aber selbstverständlich auch teurer als bei Einzelgräbern.

Wie lange gilt in Österreich Ruhezeit für ein Erdgrab?

Sowohl Einzelgräber, als auch Familiengräber haben jedenfalls eine sogenannte Ruhezeit. Die Ruhezeit ist die Dauer, für die Sie ein Grab „mieten“ können. Sie beträgt im Normalfall 10-20 Jahre, kann aber je nach Friedhof unterschiedlich sein und hängt auch damit zusammen, ob es sich um ein Grab mit steinernem Grabdeckel handelt, oder nicht. Ist die ursprüngliche Ruhezeit abgelaufen und sind Sie an der Haltung der Grabstätte weiterhin interessiert, empfiehlt es sich, sich rechtzeitig um die Finanzierung einer weiteren Nutzungsperiode zu kümmern. Beachten Sie auch, dass man von der Friedhofsverwaltung oft nur sehr kurzfristig über den Ablauf der Nutzungszeit benachrichtigt wird.

Bewerten Sie diese Seite

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(auf die Sterne klicken)

12 Bewertungen
Ø 4,83 von 5,00 Sternen

Loading...

Quellen:
help.gv.at (Gesetzliche Regelungen bei Erdbestattungen)
wikipedia.org (Erdbestattung)

Siehe auch:
Feuerbestattung – Die am meisten verbreitete Alternative zur Erdbestattung
Sarg – Alles zu Modellen, Materialien und Kosten

Rückruf anfordern