Grabpflege und Grabgestaltung

Maria Steinwender

Verfasst von

Maria Steinwender

27. August 2021lesezeit: 8 minuten

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Eine liebevolle Grabgestaltung kann dazu beitragen, dass eine persönliche Stätte der Trauer und Erinnerung entsteht. Wer selbst das Grabmal, die Grabbepflanzung und individuellen Grabschmuck auswählt und einsetzt, leistet aktive Trauerarbeit.

Das Grab ist ein wichtiger Ort der Erinnerung an die Verstorbene oder den Verstorbenen, welcher von den Hinterbliebenen gerne aufgesucht wird und dessen Pflege und Besuch Teil der Trauerarbeit ist. Nach einer Bestattung stellt sich relativ bald die Frage nach der passenden Grabbepflanzung.

Viele Angehörige sind erst einmal überfordert – was eignet sich für die Grabpflege, welche Blumen setzt man am besten ein, was sieht am besten aus und was ist am wenigsten pflegeintensiv? Mit all diesen Fragen sollte man sich im Vorfeld auseinandersetzen.

Wann sollte man mit der Grabgestaltung beginnen?

Urnengräber können nach der Beisetzung sofort bepflanzt und gestaltet werden.Bei einer Erdbestattung hingegen muss sich die Erde nach der Bestattung eines Sarges zunächst noch setzen. Dies dauert meist etwa sechs bis zwölf Monate. Danach kann mit der Erstbepflanzung begonnen werden.

Da nur selten zu diesem Zeitpunkt bereits der Grabstein gesetzt ist, empfiehlt es sich, zunächst nur eine vorläufige Grabbepflanzung vorzunehmen. Die Grabgestaltung der Blumen sollte zum Grabstein passen. Daher macht es Sinn, mit der finalen Anpflanzung erst mach dem Setzen des Grabsteins zu beginnen.

Auch im Verlauf der Jahre kann es vorkommen, dass sich ein Grab senkt. In diesem Fall sollte man den abgesackten Boden verfestigen und im Anschluss mit Erde auffüllen.

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Erde für das Grab

Auf Gräbern kann normale Blumenerde oder aber eine spezielle Graberde verwendet werden, welche mit Torfen versetzt und dadurch nicht nur schwerer als gewöhnliche Blumenerde, sondern auch deutlich dunkler ist.

Wichtig: Auf Gräbern dürfen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Organisches und mineralisches Düngen – etwa mit Komposterde – ist hingegen erlaubt.

Ist der Boden des Friedhofs sandig und versickert das Wasser schnell, muss dieser mit Erde versetzt werden.

Auch lehmhaltiger Boden ist für die Grabpflege nicht ideal. Angereichert mit Sand oder Splitt wird jedoch auch dieser Boden wasserdurchlässig und lässt sich bepflanzen.

Die Möglichkeiten im Überblick

Dauerbepflanzung durch immergrüne Pflanzen - einfach und liebevoll

Der häufigste Wunsch an die Grabstätte ist jener, diese liebevoll, aber gleichzeitig auch pflegeleicht zu gestalten. Dafür bietet es sich an, den Großteil der Fläche mit immergrünen Pflanzen zu versehen – man spricht dann von einer Dauerbepflanzung, etwa mit immergrünen Bodendeckern. So ergibt es sich, dass der kleinere Teil der Grabstelle für eine jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung oder für Grabschmuck eingeplant werden kann.

Für eine Dauerbepflanzung eignen sich, wie bereits erwähnt, die sogenannten immergrünen Bodendecker. Dies bezeichnet Pflanzen, welche dicht am Boden wachsen und praktischerweise gleichzeitig Unkrautwuchs verhindern. Zudem sind sie auch bei kühlerer Witterung saftig grün, leicht zu pflegen und geeignet für schattige Plätze. Zu den Bodendeckern gehören unter anderem Efeu, Zwergmispel, Haselwurz oder Sternmoos. Noch einfacher ist die Gestaltung des Grabes mit Kies oder farbigem Rindenmulch.

Wechselbepflanzung – mehr Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch mehr Arbeit

Bei der jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung einer Grabstelle gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Sie können jahreszeitenabhängig Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstblüher einsetzen oder die Fläche dafür nutzen, um Blumengebinde oder –sträusse niederzulegen. Wer im Herbst ein paar Blumenzwiebeln einsetzt, freut sich im Frühjahr über schöne Blüten. Ebenso geschmackvoll ist eine Pflanzschale mit saisonal wechselnden Blühpflanzen auf dem Grab. Besonders gut für die Grabbepflanzung im Winter eignen sich Heidekräuter, auch als Erika bekannt.

Rahmen für das Grab

Bei den Rahmenpflanzen handelt es sich um dauerhafte Gehölze, die zu beiden Seiten des Grabsteins und an der Grabeinfassung gepflanzt werden. Sie geben der Grabbepflanzung einen optischen Rahmen. Geeignete Rahmenpflanzen sind etwa Buchsbaum, Ilex, Kiefer oder Zypresse.

Symbolik von Pflanzen

Bei Grabbepflanzungen greift man besonders gerne zu Pflanzen mit Symbolcharakter. Die beliebtesten davon sind ohne Frage das Vergissmeinnicht, Tränendes Herz, Schlüsselblume oder die Lilie. Als Sträucher oder Bäume eignen sich der Lebensbaum oder die Hängende Kätzchenweide sehr gut.

Generell werden Pflanzen und Blumen als Sinnbild von Werden und Vergehen betrachtet. Als Grabpflanzen tragen die verschiedenen Arten eine je eigene, oft christliche Symbolik.

Ein paar Beispiele für die Bedeutung von Pflanzen am Friedhof:

  • Buchsbaum, Immergrün: ewiges Leben, Unsterblichkeit
  • Chrysantheme: Liebe über den Tod hinaus
  • Pfingstrosen: Mariensymbol, stehen für die Demut und Liebe Marias
  • Weiße Rosen: Reinheit und Vergänglichkeit
  • Stiefmütterchen: Bescheidenheit, Unschuld, Demut
  • Vergissmeinnicht: Treue, Abschied

Daneben haben auch die Farben der Pflanzen ihre eigene Symbolik. Rot steht für Liebe, Weiß für Unschuld. Während Blau Treue symbolisiert, steht Gelb für Kraft und Grün für Hoffnung.

Beliebte und pflegeleichte Grabpflanzen

  • Dipladenie
  • Feld-Thymian
  • Zauberschnee
  • Flammendes Käthchen
  • Heide

Ganzjährige, immergrüne Grabpflanzen

  • Rhododendron
  • Hauswurz
  • Schattenglöckchen
  • Fetthenne
  • Japanische Stechpalme

Bodendecker als Grabbepflanzung

  • Dickmännchen
  • Stachelnüsschen
  • Katzenpfötchen
  • Rote Elfenblume
  • Fiederpolster
  • Waldsteinie
  • Purpurglöckchen
  • Efeu
  • Scheinbeere
  • Kleines Immergün

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Grundregeln für die Grabbepflanzung

  1. Eine typische Grabbepflanzung gibt es im eigentlichen Sinn nicht. Die Wahl der Pflanzen ist im individuellen Ermessen und sollte sich, wenn möglich, am Geschmack des oder der Verstorbenen orientieren.
  2. Generell bietet es sich an, Pflanzen in Gruppen anzuordnen, da dies optisch ruhiger wirkt. Höher wachsende Sorten können für die Bepflanzung im Hintergrund, niedrig wachsende Sorten können für die Gestaltung im Vordergrund verwendet werden.
  3. Ist das Grab von vielen Bäumen umgeben, so bieten sich Sorten an, die auch im Halbschatten und Schatten gut wachsen können.
  4. Trittplatten sind hilfreich, um weiter hinten liegende Pflanzen zu erreichen und besser pflegen zu können.
  5. Neben blühenden Pflanzen kann man auch jene auswählen, die interessante Blattformen und –farben aufweisen.
  6. Viele Friedhöfe haben bezüglich der Bepflanzung auch Vorschriften, die Sie unbedingt beachten sollten.
  7. Bei Laub- und Nadelgehölzen ist die Wahl von langsam wachsenden Arten, die nicht größer als zwei Meter werden, ratsam.
  8. Um eine möglichst pflegeleichte, aber trotzdem stimmungsvolle Grabgestaltung zu garantieren, sollte der Anteil der Wechselbepflanzung ein Drittel nicht übersteigen. Außerdem sollten die Bedürfnisse der Pflanzen an den Standort des Grabes angepasst sein und die Pflanzen zusätzlich den Grabstein betonen.

Dauerpflege der Grabstätte

Wer sein Grab nicht selbst pflegen kann oder möchte, sollte beim Friedhof oder einer Gärtnerei einen Grabpflegevertrag abschließen. Oft bieten viele Friedhöfe im Sommer auch einen Gießservice an.

Grabpflanzen im Jahreskreis

Frühling

Es lohnt sich, bereits im Herbst die Grabbepflanzung für das Frühjahr vorzubereiten: Zwiebelblumen wie Hyazinthen und Krokusse sollten bereits zu dieser Zeit ausgepflanzt werden, damit sie im Frühling zuverlässig als erste Blühpflanzen erscheinen.

Auch andere Frühlingsblumen wie Primeln, Veilchen oder Stiefmütterchen sorgen für eine farbenfrohe Grabgestaltung im Frühjahr. Besonders in Kombination mit immergrünen Bodendeckern ergeben die Pflanzen im Frühling ein stimmungsvolles Bild.

Sommer

Die Grabbepflanzung im Sommer kann eine besondere Herausforderung sein, da die heiße Sommersonne bei vielen Pflanzen schnell für hängende Köpfe sorgt. Doch auch hier kann das Grab mit der Wahl der richtigen Pflanzen etwas pflegeleichter gestalten werden, sodass es auch ohne tägliches Gießen ansprechend aussieht.

Pflanzen wie Fetthenne, Lavendel oder das Flammende Käthchen haben einen geringen Wasserbedarf, gepaart mit einer langen Blühfreude und der Fähigkeit zur Selbstreinigung. Die Grabbepflanzung für den Sommer sollte bis spätestens Ende Juni abgeschlossen sein. So haben die Pflanzen genug Zeit für ein ausreichendes Wurzelwachstum.

Herbst

Wenn die Tage wieder kürzer werden, ist es Zeit, die Gräber auf den Herbst vorzubereiten. Besonders beliebt für die Grabbepflanzung im Herbst sind stimmungsvolle Herbstblumen wie die Aster, der Herbstenzian oder das Alpenveilchen. Doch auch buntlaubige Bodendecker wie das Purpurglöckchen oder die Stacheldrahtpflanze sind gerne gesehen. Bei der Bepflanzung sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nahe aneinandergesetzt werden, um kahle Stellen und Lücken zu vermeiden. Das Wachstum im Herbst ist nämlich kaum vorhanden.

Bereits im Herbst sollte man mit den ersten Pflegemaßnahmen für den Winter beginnen. So müssen verblühte und kranke Pflanzen sowie das Herbstlaub entfernt und nicht winterharte Pflanzen mit einem Schutz ausgestattet werden.

Winter

Eine geschmackvolle Grabgestaltung im Winter ist besonders herausfordernd, kann aber mit der richtigen Pflanzenwahl gelingen. Neben der immergrünen Dauerbepflanzung werden dekorative Bodendecker wie die Scheinbeere oder die Teppich-Zwergmispel gerne und oft eigesetzt. Doch auch Blühpflanzen können im Winter noch beeindrucken: Die Besenheide und die Christrose blühen auch bei Schnee und Eis.

Grabbepflanzung bei alternativen Bestattungsformen

Bei den sogenannten Naturbestattungsarten entfällt häufig die Grabpflege: Bei einer Waldbestattung oder Seebestattung übernimmt die Natur die Gestaltung und Pflege der Grabstätte. Bei einer Erdbestattung oder Feuerbestattung ist die Grabgestaltung jedoch Aufgabe der Angehörigen.

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Grabmale und Gestaltungsmöglichkeiten des Grabes

Ein Grabmal kennzeichnet die letzte Ruhestätte einer oder eines Verstorbenen. Grabsteine und Grabplatten sind ein wichtiger Teil der Grabgestaltung. Sie tragen dazu bei, einen besonderen Ort des Gedenkens zu schaffen. Bei einigen Beisetzungsformen, wie etwa der anonymen Bestattung, kann auf ein Grabmal verzichtet werden.

Bei einer Erdbestattung wird meistens ein Grabstein aufgestellt. Dieser steht für gewöhnlich am Kopfende des Grabes und enthält eine Gravur mit dem Namen sowie das Geburts- und Sterbedatum des oder der Verstorbenen.

Bevor der endgültige Grabstein errichtet werden kann, muss sich, wie bereits weiter oben erwähnt, das Erdreich setzen. Bis dahin können Sie ein Holzkreuz aufstellen.

Grabplatten werden häufig bei Urnengräbern verwendet, da diese kleiner als Gräber für Särge sind. Ein großer Grabstein wirkt in diesem Fall massiv und stört die Grabgestaltung. Auch Grabplatten sind mit der üblichen Gravur versehen. Sie bedecken entweder das gesamte Grab oder nur Teile davon.

Gräber lassen sich individuell und liebevoll gestalten, etwa durch persönliche Gegenstände, Fotos, Kerzen und Laternen oder kleine Statuen. Eine Grablaterne etwa spendet tröstendes Licht und es gibt eine Vielzahl an Modellen, die passend zum Grabmal ausgewählt werden und dauerhaft auf dem Grab bleiben können.

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Grabkreuze

Hierbei unterscheidet man zwischen provisorischen Grabkreuzen aus Holz, welche vorläufig den Grabstein ersetzen, und Grabkreuzen aus Metall oder Stein, welche als endgültiges Grabmal verwendet werden.

Ein Sonderfall sind Urnengräber - hier setzt sich das Erdreich nicht so stark wie bei einem Erdbegräbnis. Der Urnengrabstein kann gleich angebracht werden. Dennoch stellen Hinterbliebene oft zunächst ein provisorisches Grabkreuz auf. Das liegt daran, dass die Gestaltung des eigentlichen Grabmals längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Außerdem lassen sich so Kosten sparen.

Da Urnengräber kleiner sind als Erdgräber, fallen auch Urnenkreuze entsprechend kleiner aus.

Das Wichtigste über Grabkreuze

Die Wartezeit zwischen der Beerdigung und dem Aufstellen des endgültigen Grabsteins beträgt bei Erdbegräbnissen meist zwölf Monate - je nach Beschaffenheit des Bodens variiert dieser Zeitraum. Übergangskreuze sind so beschaffen, dass sie diesem Zeitraum und den Witterungseinflüssen standhalten – eine Ansehnlichkeit nach Ablauf dieser Zeit ist jedoch nicht mehr gewährleistet.


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Als christliches Symbol steht das Kreuz für die Erlösung und die Überwindung des Todes. Daher finden sich vor allem im christlich geprägten Alpenraum Kreuze als dauerhafte Grabmale aus Holz, Metall, Acryl oder Stein.

So wie bei anderen Grabmalen müssen Sie auch bei einem Grabkreuz die „Erdreich-Setzungs-Frist“ von zwölf Monaten nach der Beerdigung beachten. Dies gilt jedoch nur für Grabkreuze, die auf einen Sockel montiert werden – etwa bei solchen aus Stein oder Metallguss (Schmiedeeisen oder Bronze). Dauerhafte Totenkreuze aus Holz oder Acryl werden meist mit einem Spieß ins Erdreich gesteckt.

Grablaternen

Grablaternen, auch Grableuchte oder Friedhofslaterne genannt, schmücken das Grab und spendet tröstliches Licht in der Dunkelheit; als christliches Symbol steht die ewige Flamme für Auferstehung und Hoffnung.

Es ist üblich, dass man beim Besuch am Grab eine Kerze oder ein Grablicht anzündet und in die Laterne stellt. Dort ist es vor Wind und Wetter geschützt.

Wann zündet man ansonsten eine Grabkerze an? Etwa am Geburtstag oder Todestag des oder der Verstorbenen sowie an Feiertagen wie Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag und Weihnachten.Ein Grablicht wird nach dem Abbrennen entsorgt – im Gegensatz zur Grablaterne, die dauerhaft auf der Grabstelle angebracht wird und idealerweise mit dem Grabstein und der übrigen Grabgestaltung harmoniert. Es gibt eine Vielzahl an Optionen, von klassisch bis modern, schlicht oder aufwändig verziert.Jede Grablampe hat ein Dach bzw. einen Deckel oder eine Tür, die man einfach öffnen kann, um eine Kerze oder Grableuchte hineinzusetzen.

Die klassische Grundform ist meist rund oder rechteckig, mit Glaseinsätzen in Farbe oder farblos. Jedes Modell hat einen Deckel oder eine Tür, die man öffnen kann.

Grablaternen werden aus wetterfesten Materialien wie Aluminium, Kupfer, Stahl, Stein, Messing, Metall oder Bronze gefertigt, damit sie Regen, Frost und Hitze unbeschadet trotzen können. Dennoch ist es ratsam, sie hin und wieder zu reinigen, um deren Lebensdauer zu verlängern.

Das klassische Leuchtmittel für eine Grablaterne sind weiße oder rote Grablichter aus langsam abbrennendem Paraffin oder Pflanzenöl gefertigt. Die Brenndauer liegt meist zwischen drei Tagen und einer Woche. Eine flammenlose Alternative sind Grablichter aus LED- oder Solarleuchtmitteln.

Rechtliches: Wer ist in Österreich verantwortlich für die Grabpflege?

Üblicherweise ist die Person, die das Grabnutzungsrecht erworben hat, für die Pflege der Grabstelle verantwortlich. Hat der oder die Verstorbene zu Lebzeiten ein Grab gekauft, geht das Nutzungsrecht auf die Erben über. Die Angehörigen eines Verstorbenen haben die Pflicht, sich nicht nur um die Organisation der Beisetzung, sondern auch um die Pflege der Grabstelle zu kümmern.

Wurde beispielsweise eine Friedhofsgärtnerei vom Nutzungsrechtsbesitzer mit der Grabpflege beauftragt, ist diese auch nach dem Ableben des Besitzers noch für die Grabpflege verantwortlich. Dies gilt zumindest für die Laufzeit der Vertragsdauer.

Der OGH hat entschieden, dass Erben nicht befugt sind, derartige Verträge zu stornieren, wenn sie noch zu Lebzeiten des Nutzungsrechtsbesitzers unterzeichnet wurden.Grundsätzlich können die Erben sich entscheiden, ob sie sich selbst um die Grabpflege kümmern oder eine Grabpflege in Auftrag geben.

Wer trägt die Kosten für die Grabpflege?

Die Kosten für die Grabpflege müssen von der Person getragen werden, die das Grabnutzungsrecht erworben hat. Darum gilt auch hier: Hat der oder die Verstorbene bereits zu Lebzeiten eine Grabstelle gekauft, so wird das Grabnutzungsrecht und somit auch die Pflicht zum Tragen der Kosten für die Grabpflege vererbt. Wenn man zu weit von der Grabstelle entfernt wohnt oder keine Zeit hat, sich zu kümmern, kann man einen Friedhofsgärtner mit der Pflege beauftragen.

Soviel kostet die Grabpflege – Tabelle mit Beispielen

Die genauen Kosten sind abhängig von der Art des Grabes, der Größe des Grabes, der Pflegedauer und dem jeweiligen Anbieter. Durchschnittlich sollten Sie mit folgenden Ausgaben rechnen:

GrabpflegeKosten
Neuanlageca. 500 bis 1000€
Basispflege (Gießen, Unkraut entfernen usw.)ca. 100€ pro Jahr
Bepflanzungca. 100€ pro Jahr
Blumenschmuck an Gedenktagenca. 100€ pro Jahr

Wenn Sie eine Dauergrabpflege über ca. 20 Jahre bei einer Friedhofsgärtnerei in Auftrag geben, sollten Sie insgesamt mit folgenden Kosten rechnen:

GrabartKosten für 20 Jahre
Urnengrabca. 4000 bis 5000€
Reihengrabca. 5000 bis 7000€
Doppelgrabca. 6000 bis 9000€

Naturbestattung als kostensparende Alternative

Es lohnt sich, alternative Bestattungsarten in Erwägung zu ziehen. Da einige Naturbestattungsarten ganz ohne anfallende Grabpflegekosten auskommen, bieten sie eine echte Alternative zu herkömmlichen Friedhofsbestattungen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum pflegt man ein Grab?

Die Grabpflege dient nicht nur dazu, das jeweilige Grab ordentlich und sauber zu halten, sondern soll den Angehörigen auch helfen, den Verlust zu verarbeiten. Durch eine liebevolle Grabgestaltung kann eine persönliche Stätte der Trauer und Erinnerung entstehen.

Wer kümmert sich um die Bepflanzung des Grabes?

Die Grabbepflanzung können Sie entweder selbst übernehmen oder Sie geben diese Aufgabe an einen Gärtner ab. Meistens findet man auf Gräbern eine Dauerbepflanzung, die durch saisonale Bepflanzung ergänzt wird.

Wer ist in Österreich gesetzlich zur Grabpflege verpflichtet?

Die Angehörigen eines Verstorbenen haben die Pflicht, sich nicht nur um die Organisation der Beisetzung, sondern auch um die Pflege der Grabstelle zu kümmern.

Was ist die Dauergrabpflege durch eine Gärtnerei?

Bei der Dauergrabpflege handelt es sich um eine Dienstleistung, welche meist von Friedhofsgärtnereien und anderer Gärtnereien angeboten wird. Die beauftragte Gärtnerei ist verantwortlich für die Pflege, die regelmäßige Bepflanzung sowie die Unkrautbeseitigung des Grabs. Diese Aufgaben richten sich nach den Wünschen der Angehörigen. Die Art der Bepflanzung ist neben der Grablage und dem Friedhofsboden auch von der jeweiligen Saison abhängig.

Was kostet die Dauergrabpflege durch eine Gärtnerei?

Der Jahresvertrag mit einer Friedhofsgärntnerei kostet meist zwischen 100€ und 350€. Die Dauergrabpflege hingegen ist ein Mehrjahresvertrag, der dir die Pflege des Grabes sowie diverse vereinbarte Leistungen für eine vertraglich festgelegte Zeit von vier bis 20 Jahren garantiert. Die genauen Grabpflegekosten variieren und richten sich nach der Laufzeit des Vertrags, dem Umfang der Pflegeleistungen und der Art des Grabes. Für eine Laufzeit von 20 Jahren sollte man Kosten zwischen 2000 und 8000€ einberechnen.

Welche Pflanzen eignen sich besonders für die Grabgestaltung?

Immergrüne Bodendecker und jahreszeitlich angepasste Blumen sind besonders beliebt für die Grabgestaltung. Es empfiehlt sich auch, Trittplatten anzubringen, um hintere Teile des Grabes besser erreichen zu können. Bevorzugte Pflanzen sind unter anderem Erika, Lavendel, Efeu, Stiefmütterchen, Veilchen, Rosen, Lilien, Vergissmeinnicht, Immergrün, Hauswurz.

Gibt es Gräber, die man nicht pflegen muss?

Bei der anonymen Bestattung entfällt die Pflege, ebenso bei der Urne zu Hause. Bei einer Seebestattung gibt es ebenso keinen Pflegeaufwand und bei einer Baumbestattung übernimmt die Natur die Grabpflege.

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