Überblick

Naturbestattung

Was ist eine Naturbestattung? Wann ist eine Naturbestattung ratsam?

Fotografie von grünen Blättern, die sich um einen Baumstamm ranken

Die Naturbestattung ist an sich ein Sammelbegriff für diverse Bestattungsarten in der freien Natur. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Naturbestattungen, wie beispielsweise die See-, Luft-, oder Baumbestattung, um nur einen kleinen Teil zu nennen.

Die einzigen Voraussetzungen für Naturbestattungen sind eine vorherige Feuerbestattung, also die Einäscherung der/des Verstorbenen, sowie idealerweise eine Bestattungsverfügung, in der die/der Verstorbene ihren/seinen Willen kundgetan hat, in der Natur bestattet werden zu wollen.

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Durch den Wandel unserer Lebensumstände und Gewohnheiten, auch in unserer Bestattungskultur, bieten Naturbestattungen eine pietätvolle Alternative zu den traditionellen Bestattungsarten. Naturbestattungen richten sich vor allem an Menschen, die sich von den Zeremonien und Verpflichtungen der konventionellen Bestattungsarten nicht richtig angesprochen fühlen. Außerdem bieten Naturbestattungen einen würdigen Bezugspunkt für die Angehörigen, ohne dass sie sich um die Grabpflege Gedanken machen müssen, da sich die Natur selbst um alles weitere kümmert. Ebenso spielt es keine Rolle welcher Religion die/der Verstorbene angehört hat.

Naturbestattungen in Österreich

Welche Arten der Naturbestattung gibt es in Österreich?

Trotz des in Österreich eigentlich herrschenden Friedhofzwangs ist es bereits möglich, in eigens dafür vorgesehenen Arealen, diverse Naturbestattungen durchzuführen. Am weitesten verbreitet ist dabei die Baumbestattung. Dabei wird die Asche der/des Verstorbenen in einer ökologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt.

Herbstliche Fotografie eines sehr alten, verwitterten Baumes mit vielen Ästen

Die Baumbestattung steht symbolisch gesehen für die Unsterblichkeit, da die materiellen Überreste der/des Verstorbenen auf diese Weise schneller wieder in den Naturkreislauf gelangt. Bei einer Wiesenbestattung wird die Urne samt Asche auf einer eigens dafür vorgesehenen Wiese in die geöffnete Grasnarbe gegeben und im Anschluss wieder verschlossen. Dasselbe gilt für Berg– und Almbestattungen. Dabei wird die Asche jeweils auf einer Almwiese beigesetzt.

Seit 2008 besteht außerdem die Möglichkeit zu einer Form der Seebestattung, in Österreich genauer zur Donaubestattung. Bei dieser Bestattungsart wird die Asche der/des Verstorbenen in einer speziellen Zellstoff-Urne dem Element Wasser übergeben und wird somit Teil des ewigen Kreislaufs des Wassers.

Naturbestattungen im Ausland

Welche Arten der Naturbestattung gibt es im Ausland?

Einige Arten der Naturbestattung werden in Österreich nicht angeboten. Es ist jedoch möglich, diese Restriktionen durch Durchführung der Bestattung im Ausland zu umgehen. Dieses Vorgehen ist rein rechtlich einwandfrei, jedoch entsprechend kostenintensiver als eine Bestattung im Inland.

Umliegende Länder, beispielsweise Tschechien oder die Schweiz, bieten zum Beispiel Luftbestattungen an. Nach einer Überführung des Leichnams in das enstprechende Land ist dort ein Verstreuen der Asche der/des Verstorbenen von einem Heißluftballon, Flugzeug oder Helikopter möglich. Auch ein Verstreuen der Asche mit dem Wind ist an geeigneter Stelle möglich.

Eine weit verbreitete Bestattungsart ist die Seebestattung. Dabei wird die Asche der/des Verstorbenen in einer speziellen, biologisch abbaubaren Urne dem Meer, einem See oder einem Fluss übergeben. Die Übergabe der Asche an einen Fluss, genauer gesagt die Donau, ist seit 2008 allerdings auch in Österreich möglich.

Fotografie eines Donauufers mit verwittertem Holzboot im Vordergrund

Bei einer Gletscherbestattung wird die Asche in einer Grabstätte im ewigen Eis eingebettet. Die Wasserfallbestattung ist eine weitere Form der Naturbestattung, bei der die Asche einem von Ihnen ausgesuchten Wasserfall übergeben wird und so die Reise zurück zur Natur antritt.

Ablauf einer Naturbestattung

Wie ist der Ablauf einer Naturbestattung? Was ist zu beachten?

Eine Grundvoraussetzung für alle Arten von Naturbestattungen ist zunächst einmal die Feuerbestattung der/des Verstorbenen, da nur Urnen, bzw. die Asche beigesetzt werden dürfen. Sehr hilfreich für die Durchführung einer Naturbestattung ist es, wenn die/der Verstorbene bereits vor ihrem/seinem Ableben schriftlich festgehalten hat, eine Naturbestattung zu wünschen, da dies den Erhalt einer entsprechenden Genehmigung ungemein vereinfacht, bzw. überhaupt ermöglicht.

Ein weiterer wichtiger Kosten- und Organisationsfaktor bei der Durchführung einer Naturbestattung ist natürlich auch – je nach Durchführbarkeit der gewünschten Bestattungsart im Inland – die Überführung des Leichnams. Lesen Sie dazu mehr im nächsten Absatz.

Orte für eine Naturbestattung

An welchen Orten kann eine Naturbestattung stattfinden?

Die Auswahlmöglichkeiten für Naturbestattungen in Österreich sind relativ beschränkt. Sie sind meistens nur an eigens dafür genehmigten Naturflächen gestattet. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen beispielsweise einer Baum-, einer Bergwiesen-, oder einer Donaubestattung. Die Areale sind dabei immer begrenzt und werden von Vereinen oder Privatunternehmen unterhalten, die eigens Genehmigungen dafür besitzen.

Im Ausland hingegen sind die Möglichkeiten größer, da es dort meistens nicht so strikte gesetzliche Auflagen gibt. Dort sind dementsprechend fast alle erdenklichen Orte für Naturbestattungen möglich, seien es Wasserfälle, Berge, Flüsse, Seen, Meere oder die Luft. Sollten Sie sich also für eine solche Naturbestattung im Ausland entscheiden, wird Ihr Bestatter in der Regel die Überführung des Leichnams, bzw. der Asche nach der Kremation, in das entsprechende Land in die Wege leiten.

Kosten

Welche Kosten fallen bei einer Naturbestattung an?

Die Kosten einer jeden Art der Naturbestattung decken sich zunächst mit denen einer Feuerbestattung. Neben den Kosten für Überführung, Kühlung und hygienischen Versorgung des Leichnams sind dies unter anderem auch die Kosten für Kremation und diverse Behördengänge.

Je nach der spezifischen Art der Naturbestattung, für die Sie sich entschieden haben, kann es danach unterschiedlich teuer werden. So sind Baum– und Seebestattungen in der Regel deutlich günstiger als beispielsweise eine Luftbestattung, nicht zuletzt, da diese die Überführung der Asche in das entsprechende Ausland voraussetzt. Aber auch der Umfang der Bestattung spielt eine nicht unerhebliche Rolle beim endgültigen Preis. Um genauere Informationen zu Kosten und Durchführbarkeit einer bestimmten Bestattungsart zu erhalten, kontaktieren Sie Benu bitte direkt. Wir beraten Sie gerne!

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Quelle:
bestattungen.de (Naturbestattung)
wien.orf.at (Naturbestattungen im Trend)
noe.orf.at (Naturbestattung: Letzte Ruhe im Wald)

Siehe auch:
Feuerbestattung – Die Voraussetzung für jede Naturbestattung
Krematorium – Wo und wie findet eine Einäscherung statt?

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