Naturbestattungen in Österreich

Was ist eine Naturbestattung genau?

Naturbestattung ist ein Sammelbegriff für Bestattungsarten in der freien Natur, abseits vom Friedhof.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Naturbestattungsarten, wie beispielsweise:

  • Baumbestattung
  • Seebestattung
  • Donaubestattung
  • Luftbestattung
  • Almwiesenbestattung
Biologische Urne in einem Wiener Ruhefort
Naturbestattungen sind in Österreich sehr beliebt

Voraussetzung für alle Arten der Naturbestattung ist eine vorherige Feuerbestattung, also die Einäscherung der verstorbenen Person.

Im Anschluss wird die Asche bzw. die Urne in der Natur beigesetzt.

Die wichtigsten Informationen zu Naturbestattung:

  1. Folgende Naturbestattungen sind in Österreich erlaubt: Donau-, Baum-, Almwiesen, Bergbestattung
  2. Luftbestattungen sind im angrenzenden Ausland durchführbar.
  3. Naturbestattungen finden zumeist nicht am Friedhof statt
  4. Voraussetzung für eine Naturbestattung ist immer eine Kremation (Feuerbestattung).
  5. Die Anzahl der Naturbestattungen nimmt deutlich zu in den letzten Jahren.
  6. Naturbestattungen sind kostengünstiger, da Kosten für Sarg, Grabstelle, Grabstein, Steinmetz, Friedhofsgebühren und Grabpflege entfallen.
  7. Das Verstreuen von Asche ist in Österreich nicht erlaubt.
In Österreich sind lediglich Baum-, Berg-, Wiesen- und Donaubestattungen erlaubt. Im angrenzenden Umland können beispielsweise auch Luftbestattungen durchgeführt werden.
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Welche Vorteile hat eine Naturbestattung?

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum eine Naturbestattung gewählt wird, hier sind einige der häufigsten Gründe:

  • Pietätvolle Alternative zu den traditionellen Bestattungsarten
  • Verbundenheit mit der Natur
  • Schöner Ort der Erinnerung abseits vom traditionellen Friedhof
  • Große Auswahl an Möglichkeiten der Beisetzung
  • Wegfall der Grabpflege

Ist das Verstreuen von Asche in Österreich erlaubt?

Des Verstreuen von Asche ist in Österreich nicht erlaubt. Es ist sogar mit einer Strafe von bis zu 20.000 € versehen.

Auch im Falle einer Urneaufbewahrung zu Hause oder im Garten ist es verboten Teile der Asche zu entnehmen.

Einige Bestatter bieten die Möglichkeit, die Urne in das nahegelegen Ausland zu bringen und dort legal Teile der Asche zu entnehmen und zu verstreuen.

Gemäß dem Gesetzgeber verstößt dies gegen die Würde der verstorbenen Person und verstößt und die Grundsätze der pietätvollen Bestattung.

Gesetzlicher Rahmen für Naturbestattungen in Österreich

Sind Naturbestattungen in Österreich erlaubt?

Ja, trotz des in Österreich eigentlich herrschenden Friedhofzwangs sind einige Formen der Naturbestattung erlaubt.

Die Auswahlmöglichkeiten für Naturbestattungen in Österreich sind dennoch relativ beschränkt. Sie sind meistens nur an eigens dafür genehmigten Naturflächen gestattet.

Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen beispielsweise einer Baum-, einer Bergwiesen-, oder einer Donaubestattung. Die Areale sind dabei immer begrenzt und werden von Vereinen oder Privatunternehmen unterhalten, die eigens Genehmigungen dafür besitzen

Sehr hilfreich für die Durchführung einer Naturbestattung ist es, wenn die/der Verstorbene bereits vor ihrem/seinem Ableben schriftlich festgehalten hat, eine Naturbestattung zu wünschen, da dies den Erhalt einer entsprechenden Genehmigung ungemein vereinfacht, bzw. überhaupt ermöglicht.

Kann ich eine Naturbestattung auch im Ausland durchführen?

Ja, die Asche eines Verstorbenen kann ins Ausland überführt und nach den dort geltenden Bestattungsgesetzen beigesetzt werden.

Damit können die österreichischen Restriktionen umgangen werden. Dieses Vorgehen ist rein rechtlich einwandfrei, jedoch entsprechend kostenintensiver als eine Bestattung im Inland.

Im Ausland sind die Möglichkeiten größer, da es dort meistens nicht so strikte gesetzliche Auflagen gibt.

Dort sind dementsprechend fast alle erdenklichen Orte für Naturbestattungen möglich, seien es Wasserfälle, Berge, Flüsse, Seen, Meere oder die Luft.

Baumbestattung

Die Baumbestattung steht symbolisch gesehen für die Unsterblichkeit, da die materiellen Überreste der/des Verstorbenen auf diese Weise schneller wieder in den Naturkreislauf gelangt.

Außer in Vorarlberg gibt es in allen Bundesländern eigene Waldfriedhöfe. Hier finden Sie eine Übersicht über Orte in Österreich, an denen eine Baumbestattung durchgeführt werden kann.

Auch einige klassische Friedhöfe bieten mittlerweile die Möglichkeit einer Naturbestattung an. Beispielsweise kann am Waldfriedhof am Wiener Zentralfriedhof eine Baumbestattung durchgeführt werden.

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Berg- und Wiesenbestattung

Bei einer Wiesenbestattung wird die Urne samt Asche auf einer eigens dafür vorgesehenen Wiese in die geöffnete Grasnarbe gegeben und im Anschluss wieder verschlossen. Dasselbe gilt für Berg– und Almbestattungen. Dabei wird die Asche jeweils auf einer Almwiese beigesetzt. In Österreich ist dies beispielsweise auf der Vierkaseralm in Salzburg möglich.

Bestattungen auf der grünen Wiese sind in Österreich nur in Form einer Urnenbestattung erlaubt. In der Schweiz ist auch das Verstreuen der Asche auf einer Wiese oder im Wald möglich.

Seebestattung

Bei einer Seebestattung wird die Asche der/des Verstorbenen im Meer, See oder Fluss beigesetzt und dem Element Wasser übergeben.

Bei der Seebestattung wird die Asche der/des Verstorbenen in einer speziellen, biologisch abbaubaren Urne dem Meer, einem See oder einem Fluss übergeben und wird somit Teil des ewigen Kreislaufs des Wassers. Die Übergabe der Asche an einen Fluss, genauer gesagt die Donau, ist seit 2008 auch in Österreich möglich.

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Luftbestattung

Bei einer Luftbestattung wird die Asche entweder aus einem Flugzeug, einem Helikopter oder einem Heißluftballon in der Luft verstreut.

Heißluftballons in der Abendsonne

In Österreich sind Luftbestattungen nicht erlaubt. Umliegende Länder, beispielsweise Tschechien oder die Schweiz, bieten diese Möglichkeit aber an. Nach einer Überführung des Leichnams in das entsprechende Land ist dort ein Verstreuen der Asche der/des Verstorbenen von einem Heißluftballon, Flugzeug oder Helikopter möglich. Auch ein Verstreuen der Asche mit dem Wind ist an geeigneter Stelle möglich.

Ablauf einer Naturbestattung

Je nach Art der Beisetzung unterscheidet sich der Ablauf grundlegend. Einige Schritte sind aber jedenfalls notwendig:

  • Auswahl des Beisetzungsortes
  • Beauftragung einer Kremierung
  • Überführung ins Krematorium und Einäuscherung des Leichnams
  • Gegebenenfalls Einholung einer Genehmigung
  • Überführung zum Bestattungsort
  • Beisetzung mit Trauerfeier

In diesem Video können Sie sich Beispiele für eine Baumbestattung in Mauerbach und eine Donaubestattung in Niederösterreich ansehen.

Was muss ich bei der Beisetzung beachten?

Je nach Art der Beisetzung sollten Sie auf passende Kleidung achten. Besonders bei einer Beisetzung im Wald ist festes Schuhwerk und gegebenenfalls wetterfeste Kleidung ratsam.

Wer bietet Naturbestattungen an?

Sie können Naturbestattungen direkt über Benu planen und buchen. Dabei unterstützen wir Sie gerne bei allen Fragen!

Kosten einer Naturbestattung

Welche Kosten fallen bei einer Naturbestattung an?

Die Preise einer jeden Art der Naturbestattung decken sich zunächst mit denen einer Feuerbestattung. Neben den Kosten für Überführung, Kühlung und hygienischen Versorgung des Leichnams sind dies unter anderem auch die Kosten für Kremation und diverse Behördengänge.

Je nach der spezifischen Art der Naturbestattung, für die Sie sich entschieden haben, kann es danach unterschiedlich teuer werden. So sind Baum– und Seebestattungen in der Regel deutlich günstiger als beispielsweise eine Luftbestattung, nicht zuletzt, da diese die Überführung der Asche in das entsprechende Ausland voraussetzt. Aber auch der Umfang der Bestattung spielt eine nicht unerhebliche Rolle beim endgültigen Preis. Um genauere Informationen zu Kosten und Durchführbarkeit einer bestimmten Bestattungsart zu erhalten, kontaktieren Sie Benu bitte direkt. Wir beraten Sie gerne!

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Quellen:
bestattungen.de (Naturbestattung)
wien.orf.at (Naturbestattungen im Trend)
noe.orf.at (Naturbestattung: Letzte Ruhe im Wald)