Trauerfeier: Wie sie abläuft, wer eingeladen ist und was danach passiert.

Tamara Loesch

Verfasst von

Tamara Loesch

15. Juli 2020lesezeit: 4 minuten

Organisation einer Trauerfeier

Wie organisiere ich eine Trauerfeier?

Hierzulande ist es üblich von Verstorbenen im Rahmen einer Trauerfeier Abschied zu nehmen. Dies hilft Ihnen bei Ihrereigenen Trauerverarbeitungund ist auch ein Zeichen für andere Angehörige, dass diese in ihrer Trauer nicht allein gelassen werden.

Eine traditionelle Trauerfeier erfolgt meistens nach einem ähnlichen Muster. Sie findet in der Regel drei bis fünf Tage nach dem Tod der/des Verstorbenen statt. Wenn Sie eineBestattungmit Benu planen kümmern wir uns um alle notwendigen organisatorischen Schritte.

Wenn Ihnen gewisse Punkte bei der Gestaltung der Trauerfeier besonders am Herzen liegen, so teilen Sie uns diese bitte mit, damit wir Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen verwirklichen können.

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So können Sie beispielsweise die Aufbahrungshalle selbst mit denLieblingsblumen, einem Bild und persönlichen Gegenständen der/des Verstorbenen verzieren.

Außerdem ist es zum Beispiel möglich, eigeneMusikauszuwählen und die Lieblingslieder der/des Verstorbenen zu spielen.

DieTrauerfloristikwird im Rahmen derBestattungebenfalls von Benu organisiert. Die Trauergesellschaft widmet dem Verstorbenen in der Regel Blumenspenden in Form von Kränzen oder Buketts. Diese werden auf Wunsch bei einem Gärtner bestellt und vorab zum Friedhof geliefert. Sie enthalten meist eine Schleife mit einem Abschiedsgruß und dem Namen der Absender.

Auf der Parte findet man manchmal auch einen Hinweis, dass von Blumenspenden abzusehen ist und das Geld anstelle dessen einer bestimmten Einrichtung gespendet werden möge – achten Sie bitte darauf solchen Aufforderungen gerecht zu werden.

Ablauf einer Trauerfeier

Wie ist der genaue Ablauf einer Trauerfeier?

Eine Trauerfeier bei einer traditionellenBestattungbeginnt meistens in derFriedhofskapelle. Dort ist derSargoder dieUrneder/des Verstorbenen aufgebahrt.

In der Regel befinden sich die Angehörigen bereits vor der Trauerfeier an der Kapelle, um einerseits noch einmal in Ruhe Abschied zu nehmen und andererseits um die Trauergemeinde zu begrüßen. Beachten Sie, dass die ersten Reihen in der Kapelle den Angehörigen zustehen.

Der Trauerfeier liegt in erster Linie die jeweilige Konfession oder Religion des Verstorbenen, aber auch regionale Bräuche und die Wahl derBestattungsartzugrunde.

Einechristliche Trauerfeierbesteht üblicherweise aus einem Gottesdienst und anschließender Prozession zumFriedhof. Sarg-, bzw. Urnenträger, gefolgt von den engsten Angehörigen und danach den anderen Trauergästen, bringen den Sarg/die Urne zur Grabstätte.

Nach demHinablassen und EinsegnenamGraberfolgt das Abschiednehmen am offenen Grab. Dabei verabschiedet sich jeder einzelne Trauergast und wirft eine Blume, Blütenblätter oder Erde auf oder neben den Sarg, beziehungsweise die Urne.

Nachdem sich die Trauergemeinde von der/dem Verstorbenen verabschiedet hat, ist es üblich den Angehörigen sein Beileid auszusprechen.

Sollten Sie dies nicht wünschen, ist es ratsam entweder in der Traueranzeige darauf hinzuweisen, dass keine Beileidsbekundungen erwünscht sind, oder Sie stellen sich nicht neben das Grab, was allgemein als Zeichen verstanden wird, etwas Abstand zu Ihnen zu halten.

Was muss beachtet werden?

Es ist ratsam, den Bestatter im Vorfeld zu informieren, wennNachrufredner, Ehrenformationen von Vereinen oder musikalische Darbietungen geplant sind, um einen reibungslosen Ablauf der Trauerfeier einhalten zu können.

Die Dauer einer Trauerfeier ist sehr unterschiedlich – zumeist dauern sie jedoch zwischen 20 und 50 Minuten. Anschließend findet für geladene Gäste derLeichenschmausstatt.

Bei einerFeuerbestattungist der Ablauf an sich sehr ähnlich. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Trauerfeier entweder vor derKremierungam Sarg, oder bei der Beisetzung selbst, am Grab erfolgen kann.

Etwas anders jedoch ist der Ablauf bei alternativenBestattungsarten, wie zum Beispiel einerNaturbestattung.

Dabei findet die Beisetzung nicht auf einemFriedhofstatt, sondern in einem Wald, auf einem See oder Fluss, je nachdem wofür Sie sich entschieden haben. Die Trauerfeier an sich verläuft ähnlich wie bei einer traditionellen Bestattung, kann aber noch viel stärker an Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden.

Auchkonfessionslose Trauerfeiernsind heutzutage durchaus üblich. Obwohl die/der Verstorbene keinen direkten Anspruch auf eine Beisetzung auf einem kirchlichenFriedhofhat, wird die Bestattung Konfessionsloser in der Regel gestattet.

Achten Sie dabei allerdings auf die Wünsche und Vorstellungen der/des Verstorbenen, da eine geistliche Trauerfeier unerwünscht sein kann.

Bei konfessionslosen Bestattungen wird dieTrauerredeoftmals von einem weltlichen Redner, oder aber auch von guten Freunden, Bekannten, Verwandten durchgeführt. Diese Reden sind meist umso schöner und persönlicher.

DieDauereiner weltlichen Trauerfeier ist oft länger als bei einer Geistlichen, da meist individuelle Elemente eingebaut werden. Insgesamt gibt es also eine Vielzahl an Möglichkeiten eine konfessionslose Trauerfeier passend zu gestalten, wobei Benu Sie gern dabei unterstützen wird.

Gäste einer Trauerfeier

Wie lade ich Gäste am Besten zu einer Trauerfeier ein?

Für die Einladung zu einer Trauerfeier haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können zum einen eine öffentlicheTodesanzeigein einer regionalen Zeitung oder Ihrem Gemeindeanzeiger schalten, in der Sie Ort und Datum bekannt geben. Zum anderen können Sie Ihre Gäste mit Partezetteln einladen.

Wichtig ist, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, mit wie vielen Gästen zu rechnen sein wird.

Bei eineröffentlichen Traueranzeigeist dies allerdings schwieriger abzuschätzen, als mit persönlichen Einladungen. Erstellen Sie nach Möglichkeit eine Gästeliste, damit Ihnen die Organisation einesLeichenschmauseserleichtert wird.

Dasselbe gilt für eventuelle Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste, die von weiter her angereist sind.

Sind Kinder im Regelfall erwünscht?

FürKinderist einTodesfalloft nicht wirklich greifbar, daher sollten Sie sich im Vorfeld besonders um sie kümmern und auf die Trauerfeiervorbereiten. Am besten sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Ablauf der Trauerfeier.

Sollte die/der Verstorbene ein Elternteil des Kindes sein, sollte sich aufgrund der emotionalen Belastung des anderen Elternteils ein enger Vertrauter um das Kind kümmern.

Manchmal fühlen sich Angehörige und Verwandte auch durch die Anwesenheit kleiner Kinder und vor allem Säuglingen in ihrer Trauer gestört. In diesem Fall sollten Sie im Vorfeld mit den Angehörigen sprechen, ob Kinder bei der Trauerfeier erwünscht sind.

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Trauerrede

Was ist bei einer Trauerrede zu beachten?

DieTrauerredeist ein zentraler Bestandteil jeder Trauerfeier. Der Trauerredner kann entweder ein geistlicher Vertreter, also zum Beispiel ein Pfarrer sein, ein weltlicher Redner, oder aber auch ein direkter Angehöriger sein. Es ist ebenfalls möglich komplett auf eine Trauerrede zu verzichten, sollten Sie dies wünschen.

Entscheiden Sie sich für einen kirchlichen Vertreter oder einen weltlichen Redner, ist es wichtig sie ausreichend über das Leben der/des Verstorbenen zu informieren, damit diese die Persönlichkeit erfassen und entsprechend wiedergeben können.

Dabei helfen einerseits Eckdaten aus dem Lebensweg der/des Verstorbenen und zum anderen auch persönliche Vorlieben und kleine Anekdoten an die man sich immer gern erinnert. Die Trauerrede wird daher auch oft zu einem sehr emotionalen Punkt der Trauerfeier.

Orte einer Trauerfeier

Wo kann eine Trauerfeier ausgerichtet werden?

Eine Trauerfeier findet normalerweise in der Friedhofskapelle statt. Auch in Kirchen die in Friedhofsnähe gelegen sind werden oftmals Trauerfeiern abgehalten. Eine weitere Möglichkeit bieten sogenannte Aufbahrungshallen, im Christlichen auchAussegnungshallengenannt.

Sie befinden sich meist direkt aufFriedhöfenund bieten Platz für 50-200 Personen. Aufbahrungshallen dürfen auch von Ihrem Bestatter, oder Ihnen selbst, mit Blumen, Bildern, Kerzen und persönlichen Gegenständen der/des Verstorbenen dekoriert werden.

Manche Bestatter bieten auch extra Räumlichkeiten an, sofern Sie eine eher weltliche Ausrichtung Ihrer Trauerfeier wünschen. Dies ist vor allem auf die ablehnende Haltung der Kirche gegenüberFeuerbestattungenbis ins 20. Jahrhundert hinein zurückzuführen.

Damals durften Feuerbestattungen nicht durchgeführt werden, da sie dem christlichen Glaubensbekenntnis nicht entsprachen und es musste für die Trauerfeier somit auf andere Räumlichkeiten zurückgegriffen werden.

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Nach einer Trauerfeier

Was passiert nach der Trauerfeier?

Nach der Beisetzung können Sie entweder einenLeichenschmausplanen, sich aber auch zurückziehen und etwas Ruhe gönnen.

Dies dürfen Sie ganz Ihren Bedürfnissen anpassen. Der Leichenschmaus findet entweder bei Ihnen zu Hause oder in einem Restaurant statt. Entscheiden Sie sich für die Bewirtung daheim, sind Sie einer größeren Belastung ausgesetzt, entscheiden Sie sich für ein Restaurant, entstehen im Regelfall höhere Kosten.

DerZweck des Leichenschmausesbesteht darin, dass die engsten Angehörigen nicht unmittelbar nach der Bestattung alleine gelassen werden. Sich in geselliger Runde über die/den Verstorbenen auszutauschen und kleine Anekdoten zu erzählen, kann ein wichtiger Teil der Trauerarbeit sein.

Wichtig dabei ist, dass die Trauergäste Rücksicht auf die engsten Hinterbliebenen nehmen. Die Dauer eines Leichenschmauses umfasst normalerweise ca. zwei Stunden.

Eine weitere Möglichkeit der Trauerverarbeitungbieten Beileidsbriefe, die im familiären Kreis verlesen werden, oder auch das Durchsehen der Kondolenzliste, die während der Trauerfeier ausgelegt wird und in der sich jeder Trauergast verewigen kann.

Quellen

trauer.de-Die Trauerfeier

bestattungen.de-Ratgeber für Trauerfeiern

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