Überblick

Organisation einer Trauerfeier

Wie organisiere ich eine Trauerfeier?

Fotografie eines Blumenbuketts aus hellrosa Rosen

Hierzulande ist es üblich von Verstorbenen im Rahmen einer Trauerfeier Abschied zu nehmen. Dies hilft Ihnen bei Ihrer eigenen Trauerverarbeitung und ist auch ein Zeichen für andere Angehörige, dass diese in ihrer Trauer nicht allein gelassen werden. Eine traditionelle Trauerfeier erfolgt meistens nach einem ähnlichen Muster. Sie findet in der Regel drei bis fünf Tage nach dem Tod der/des Verstorbenen statt. Wenn Sie eine Bestattung mit Benu planen kümmern wir uns um alle notwendigen organisatorischen Schritte. Wenn Ihnen gewisse Punkte bei der Gestaltung der Trauerfeier besonders am Herzen liegen, so teilen Sie uns diese bitte mit, damit wir Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen verwirklichen können.

Sie müssen eine Bestattung organisieren?

Wir helfen Ihnen dabei!

So können Sie beispielsweise die Aufbahrungshalle selbst mit den Lieblingsblumen, einem Bild und persönlichen Gegenständen der/des Verstorbenen verzieren. Außerdem ist es zum Beispiel möglich, eigene Musik auszuwählen und die Lieblingslieder der/des Verstorbenen zu spielen.

Die Trauerfloristik wird im Rahmen der Bestattung ebenfalls von Benu organisiert. Die Trauergesellschaft widmet dem Verstorbenen in der Regel Blumenspenden in Form von Kränzen oder Buketts. Diese werden auf Wunsch bei einem Gärtner bestellt und vorab zum Friedhof geliefert. Sie enthalten meist eine Schleife mit einem Abschiedsgruß und dem Namen der Absender. Auf der Parte findet man manchmal auch einen Hinweis, dass von Blumenspenden abzusehen ist und das Geld anstelle dessen einer bestimmten Einrichtung gespendet werden möge – achten Sie bitte darauf solchen Aufforderungen gerecht zu werden.

Ablauf einer Trauerfeier

Wie ist der genaue Ablauf einer Trauerfeier? Was muss beachtet werden?

Eine Trauerfeier bei einer traditionellen Bestattung beginnt meistens in der Friedhofskapelle. Dort ist der Sarg oder die Urne der/des Verstorbenen aufgebahrt. In der Regel befinden sich die Angehörigen bereits vor der Trauerfeier an der Kapelle, um einerseits noch einmal in Ruhe Abschied zu nehmen und andererseits um die Trauergemeinde zu begrüßen. Beachten Sie, dass die ersten Reihen in der Kapelle den Angehörigen zustehen.

Der Trauerfeier liegt in erster Linie die jeweilige Konfession oder Religion des Verstorbenen, aber auch regionale Bräuche und die Wahl der Bestattungsart zugrunde.

Eine christliche Trauerfeier besteht üblicherweise aus einem Gottesdienst und anschließender Prozession zum Friedhof.  Sarg-, bzw. Urnenträger, gefolgt von den engsten Angehörigen und danach den anderen Trauergästen, bringen den Sarg/die Urne zur Grabstätte. Nach der Hinablassung und Einsegnung am Grab erfolgt das Abschiednehmen am offenen Grab. Dabei verabschiedet sich jeder einzelne Trauergast und wirft eine Blume, Blütenblätter oder Erde auf oder neben den Sarg, beziehungsweise die Urne.

Nachdem sich die Trauergemeinde von der/dem Verstorbenen verabschiedet hat, ist es üblich den Angehörigen sein Beileid auszusprechen. Sollten Sie dies nicht wünschen, ist es ratsam entweder in der Traueranzeige darauf hinzuweisen, dass keine Beileidsbekundungen erwünscht sind, oder Sie stellen sich nicht neben das Grab, was allgemein als Zeichen verstanden wird, etwas Abstand zu Ihnen zu halten.

Es ist ratsam, den Bestatter im Vorfeld zu informieren, wenn Nachrufredner, Ehrenformationen von Vereinen oder musikalische Darbietungen geplant sind, um einen reibungslosen Ablauf der Trauerfeier einhalten zu können. Die Dauer einer Trauerfeier ist sehr unterschiedlich – zumeist dauern sie jedoch zwischen 20 und 50 Minuten. Anschließend findet für geladene Gäste der Leichenschmaus statt.

Bei einer Feuerbestattung ist der Ablauf an sich sehr ähnlich. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Trauerfeier entweder vor der Kremierung am Sarg, oder bei der Beisetzung selbst, am Grab erfolgen kann. Etwas anders jedoch ist der Ablauf bei alternativen Bestattungsarten, wie zum Beispiel einer Naturbestattung. Dabei findet die Beisetzung nicht auf einem Friedhof statt, sondern in einem Wald, auf einem See oder Fluss, je nachdem wofür Sie sich entschieden haben. Die Trauerfeier an sich verläuft ähnlich wie bei einer traditionellen Bestattung, kann aber noch viel stärker an Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden.

Fotografie antiker Steinurnen

Auch konfessionslose Trauerfeiern sind heutzutage durchaus üblich. Obwohl die/der Verstorbene keinen direkten Anspruch auf eine Beisetzung auf einem kirchlichen Friedhof hat, wird die Bestattung Konfessionsloser in der Regel gestattet. Achten Sie dabei allerdings auf die Wünsche und Vorstellungen der/des Verstorbenen, da eine geistliche Trauerfeier unerwünscht sein kann. Bei konfessionslosen Bestattungen wird die Trauerrede oftmals von einem weltlichen Redner, oder aber auch von guten Freunden, Bekannten, Verwandten durchgeführt. Diese Reden sind meist umso schöner und persönlicher. Die Dauer einer weltlichen Trauerfeier ist oft länger als bei einer Geistlichen, da meist individuelle Elemente eingebaut werden. Insgesamt gibt es also eine Vielzahl an Möglichkeiten eine konfessionslose Trauerfeier passend zu gestalten, wobei Benu Sie gern dabei unterstützen wird.

Gäste einer Trauerfeier

Wie lade ich Gäste am Besten zu einer Trauerfeier ein? Sind Kinder im Regelfall erwünscht?

Für die Einladung zu einer Trauerfeier haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können zum einen eine öffentliche Todesanzeige in einer regionalen Zeitung oder Ihrem Gemeindeanzeiger schalten, in der Sie Ort und Datum bekannt geben. Zum anderen können Sie Ihre Gäste mit Partezetteln einladen.

Wichtig ist, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, mit wie vielen Gästen zu rechnen sein wird. Bei einer öffentlichen Traueranzeige ist dies allerdings schwieriger abzuschätzen, als mit persönlichen Einladungen. Erstellen Sie nach Möglichkeit eine Gästeliste, damit Ihnen die Organisation eines Leichenschmauses erleichtert wird. Dasselbe gilt für eventuelle Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste, die von weiter her angereist sind.

Für Kinder ist ein Todesfall oft nicht wirklich greifbar, daher sollten Sie sich im Vorfeld besonders um sie kümmern und auf die Trauerfeier vorbereiten. Am besten sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Ablauf der Trauerfeier. Sollte die/der Verstorbene ein Elternteil des Kindes sein, sollte sich aufgrund der emotionalen Belastung des anderen Elternteils ein enger Vertrauter um das Kind kümmern. Manchmal fühlen sich Angehörige und Verwandte auch durch die Anwesenheit kleiner Kinder und vor allem Säuglingen in ihrer Trauer gestört. In diesem Fall sollten Sie im Vorfeld mit den Angehörigen sprechen, ob Kinder bei der Trauerfeier erwünscht sind.

Trauerrede

Was ist bei einer Trauerrede zu beachten?

Die Trauerrede ist ein zentraler Bestandteil jeder Trauerfeier. Der Trauerredner kann entweder ein geistlicher Vertreter, also zum Beispiel ein Pfarrer sein, ein weltlicher Redner, oder aber auch ein direkter Angehöriger sein. Es ist ebenfalls möglich komplett auf eine Trauerrede zu verzichten, sollten Sie dies wünschen.

Fotografie eines Priesters im Zeremonialgewand bei einer Trauerrede

Entscheiden Sie sich für einen kirchlichen Vertreter oder einen weltlichen Redner, ist es wichtig sie ausreichend über das Leben der/des Verstorbenen zu informieren, damit diese die Persönlichkeit erfassen und entsprechend wiedergeben können. Dabei helfen einerseits Eckdaten aus dem Lebensweg der/des Verstorbenen und zum anderen auch persönliche Vorlieben und kleine Anekdoten an die man sich immer gern erinnert. Die Trauerrede wird daher auch oft zu einem sehr emotionalen Punkt der Trauerfeier.

Orte einer Trauerfeier

Wo kann eine Trauerfeier ausgerichtet werden?

Eine Trauerfeier findet normalerweise in der Friedhofskapelle statt. Auch in Kirchen die in Friedhofsnähe gelegen sind werden oftmals Trauerfeiern abgehalten. Eine weitere Möglichkeit bieten sogenannte Aufbahrungshallen, im Christlichen auch Aussegnungshallengenannt. Sie befinden sich meist direkt auf Friedhöfen und bieten Platz für 50-200 Personen. Aufbahrungshallen dürfen auch von Ihrem Bestatter, oder Ihnen selbst, mit Blumen, Bildern, Kerzen und persönlichen Gegenständen der/des Verstorbenen dekoriert werden.

Manche Bestatter bieten auch extra Räumlichkeiten an, sofern Sie eine eher weltliche Ausrichtung Ihrer Trauerfeier wünschen. Dies ist vor allem auf die ablehnende Haltung der Kirche gegenüber Feuerbestattungen bis ins 20. Jahrhundert hinein zurückzuführen. Damals durften Feuerbestattungen nicht durchgeführt werden, da sie dem christlichen Glaubensbekenntnis nicht entsprachen und es musste für die Trauerfeier somit auf andere Räumlichkeiten zurückgegriffen werden.

Nach einer Trauerfeier

Was passiert nach der Trauerfeier?

Nach der Beisetzung können Sie entweder einen Leichenschmaus planen, sich aber auch zurückziehen und etwas Ruhe gönnen. Dies dürfen Sie ganz Ihren Bedürfnissen anpassen. Der Leichenschmaus findet entweder bei Ihnen zu Hause oder in einem Restaurant statt. Entscheiden Sie sich für die Bewirtung daheim, sind Sie einer größeren Belastung ausgesetzt, entscheiden Sie sich für ein Restaurant, entstehen im Regelfall höhere Kosten.

Der Zweck des Leichenschmauses besteht darin, dass die engsten Angehörigen nicht unmittelbar nach der Bestattung alleine gelassen werden. Sich in geselliger Runde über die/den Verstorbenen auszutauschen und kleine Anekdoten zu erzählen, kann ein wichtiger Teil der Trauerarbeit sein. Wichtig dabei ist, dass die Trauergäste Rücksicht auf die engsten Hinterbliebenen nehmen. Die Dauer eines Leichenschmauses umfasst normalerweise ca. zwei Stunden.

Eine weitere Möglichkeit der Trauerverarbeitung bieten Beileidsbriefe, die im familiären Kreis verlesen werden, oder auch das Durchsehen der Kondolenzliste, die während der Trauerfeier ausgelegt wird und in der sich jeder Trauergast verewigen kann.

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Quellen:
trauer.de (Die Trauerfeier)
bestattungen.de (Ratgeber für Trauerfeiern)

Siehe auch:
Begräbnis – Informationen zu Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten
Nachruf und Trauerrede – Tipps für das Verfassen von Nachruf und Trauerrede

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