Trauerkleidung - Was darf ich auf einem Begräbnis tragen?

Maria Steinwender

Verfasst von

Maria Steinwender

30. Juni 2021lesezeit: 5 minuten

Schwarz von Kopf bis Fuß – damit ist es allerdings noch nicht getan. Was Sie auf einer Beerdigung tragen sollten und worauf man bei der Wahl der Kleidung im Trauerfall achten sollte, erfahren Sie hier.

Gerade im westlichen Kulturkreis gilt als festgelegter Dresscode:

Ein konservatives, dezentes Erscheinungsbild ist das Nonplusultra. Zu einer Bestattung trägt man üblicherweise Schwarz. Frauen haben traditionell einen schwarzen Rock und eine Bluse an, während Männer im schwarzen Anzug, einem weißen Hemd und schwarzen Schuhen erscheinen.

Bunte Kleidung sollten Sie nur wählen, wenn dies von den Angehörigen oder dem oder der Verstorbenen ausdrücklich gewünscht ist und im Vorfeld der Trauerfeier kommuniziert wurde. Ebenso sollte man darauf achten, dass die getragene Kleidung keinerlei Verschleißerscheinungen zeigt oder abgenützt ist. Ein dezentes Make-up ist gegenüber grellen Farben zu bevorzugen.

Was ist Trauerkleidung?

Bei der Trauerkleidung handelt es sich um jene Kleidung, welche zur Trauerfeier oder einem Begräbnis von den anwesenden Gästen als Zeichen der Trauer getragen wird. Nicht zu verwechseln mit dem Totenhemd – welches den bereits Verstorbenen angezogen wird, bevor es zur Einsargung kommt.

Warum trägt man Schwarz auf einer Beerdigung?

Im mitteleuropäischen und nordamerikanischen Kulturkreis wird insbesondere seit dem 19. Jahrhundert darauf geachtet, dass die Farbe der Bekleidung schwarz oder zumindest sehr dunkel ist, weil schwarz in der westlichen Welt unter anderem den Tod symbolisiert.

Früher galt schwarze Kleidung nicht als Zeichen von Trauer, sondern von Wohlstand. Das kommt daher, dass farblich unbehandelter Stoff – also in grau oder beige – günstiger als gefärbte Kleidung war. Der teuerste Farbton war ins Schwarze kippendes Dunkelviolett. So hatte der Farbton im gesellschaftlichen Kontext an Bedeutung gewonnen, da nicht jeder sich Kleidung in dieser Farbe leisten konnte.

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Schwarz als Zeichen von Respekt

Dies erklärt auch, warum Schwarz sich als Trauerfarbe in Europa und Amerika etablieren konnte: Man kleidet sich für eine Beerdigung feierlich und ehrt damit die Verstorbenen. Die Trauerkleidung ist ebenso ein Zeichen dafür, die eigenen kleidungstechnischen Vorlieben für diesen Tag dem traurigen Anlass unterzuordnen.

Auffälliger Schmuck oder Kleidung können von den Hinterbliebenen als unpassender Ausdruck der Selbstdarstellung angesehen werden. An erster Stelle sollte immer die Rücksichtnahme auf die Hinterbliebenen sowie der Ausdruck von Respekt und Wertschätzung den Verstorbenen gegenüber stehen.

Tradition in der Trauerkleidung und kulturelle Unterschiede

In anderen Ländern und anderen Epochen kommen auch andere Trauerfarben vor. Früher war in Europa neben schwarz auch weiß Usus. Weiß gilt etwa in Asien bzw. in buddhistisch geprägten Ländern bis heute als Trauerfarbe. Im alten Ägypten galt Gelb als Zeichen der Trauer.

Gerade im ländlichen Bereich Europas wird noch heute Trauerbekleidung für festgesetzte Zeiträume getragen, abhängig vom Verwandtschaftsgrad. So wurde beim Tode des Ehepartners eine einjährige Trauerzeit als angemessen betrachtet, besonders für Witwen. In Südeuropa, etwa in Süditalien oder Griechenland, wurde bei der Verwitwung bis zum Lebensende schwarz getragen.

Was trägt man zu einer Beerdigung?

Während es früher noch klare Regeln in Bezug auf Trauerkleidung gab, hat sich das heute etwas gelockert. Dennoch gibt es einige Punkte, die Sie bei der Auswahl der passenden Trauerkleidung beachten sollten.

Generell sollte die Trauerkleidung zurückhaltend, dezent und schlicht ausfallen. Wählen Sie eher förmliche als festliche Kleidungsstücke. Farblich kann man neben Schwarz auch Erdtöne sowie dunkle Blau-, Grau- oder Brauntöne wählen. Dieselbe Farbpalette gilt auch für Jacken, Schuhe, Strümpfe, Krawatten oder Accessoires.

Unter dunklen Pullovern oder Anzügen kann man jedoch durchaus ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse tragen. Die engsten Familienangehörigen tragen jedenfalls Schwarz.

Dekadenz und Extravaganz sind zu diesem Anlass fehl am Platz: Auf auffälligen Schmuck, Accessoires oder Make-Up sollte aus Respekt verzichtet werden. Dasselbe gilt für kurze Hosen, zuviel nackte Haut (dies gilt auch bei wärmeren Temperaturen), Mützen, Kappen oder Jeans.

In gehobenen Kreisen und manchen Gegenden ist es allerdings bis heute üblich, einen Hut zur Bestattung zu tragen – sollten Sie sich unsicher sein, erkundigen Sie sich im Vorfeld bei der Trauerfamilie oder Freunden.

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Darf man eine Uniform zur Beerdigung tragen?

Wenn der oder die Verstorbene Mitglied eines Vereins oder einer bestimmten Berufs- oder Interessensgruppe (etwa Jägerin oder Jäger) war, so ist es durchaus üblich, dass die Mitgliederinnen und Mitglieder als Zeichen des Respekts und der Verbundenheit in Uniform oder in Zunftkleidung zur Beerdigung kommen. Dadurch werden auch die (beruflichen) Interessen und das Engagement des Verstorbenen verdeutlicht und wertgeschätzt.

Trauerkleidung für Frauen

  • Schwarzes oder dunkles Kleid
  • Dunkler Rock mit weißer Bluse
  • Elegante, dunkle Stoffhose
  • Dazu passt ein Blazer, eine Jacke oder eine dunkle Strickweste
  • Die Kleidung sollte Schultern und Knie bedecken
  • Die Kleidung sollte nicht zu eng anliegen aber auch nicht zu weit sein
  • Vermeiden Sie kurze Ärmel und einen tiefen Ausschnitt
  • Kein auffälliges Make-up
  • Flache Absätze sind zu bevorzugen

Trauerkleidung für Männer

  • Männer sollten Anzug tragen
  • Ein Business-Anzug ist erlaubt, solange er einfarbig schwarz oder in einer anderen dunklen Farbe gehalten ist.
  • Darunter gehört ein weißes Hemd
  • Eine farblich passende Krawatte
  • Ein schwarzer oder dunkler Mantel
  • Eine dunkle Stoffhose ist eine gute Alternative
  • Dazu passen ein Hemd und eine dunkle Jacke.

Trauerkleidung für Kinder

Kinder sind von diesen Konventionen weitestgehend ausgenommen. Dennoch sollte man auf gepflegte Alltagskleidung achten. Auch hier sind gedeckte oder dezente Farben zu bevorzugen.

Vermeiden Sie bunte Kleidung mit auffallendem Aufdruck, dies könnte unter Umständen als respektlos wahrgenommen werden. Jugendliche haben sich an denselben Dresscode zu halten wie Erwachsene.

Ausnahmen von den Kleidungsregeln und alternative Trauerkleidung

Der Lebensstil des Verstorbenen und den Angehörigen, der geplante Ablauf und der Ort der Trauerfeier sowie das Wissen darüber, worauf der oder die Verstorbene oder die Hinterbliebenen Wert legen, können darauf hinweisen, wie streng die Kleiderordnung auf der Beisetzung ausfallen wird.

Viele Personen wollen ihr Begräbnis bewusst als große Feier des Lebens gestalten und daran erinnern, dass man ein lebensfroher Mensch war. Der oder die Verstorbene hat sich unter Umständen gewünscht, dass diesem Lebensgefühl derart Rechnung getragen werden soll, dass zu seiner oder ihrer Trauerfeier bunte Kleidung getragen werden soll.

In solch einem Fall sollte man den Wunsch des oder der Verstorbenen respektieren und bewusst auf schwarze Kleidung verzichten. So kann man ihnen gegenüber ein letztes Mal Wertschätzung bezeugen.

Unkonventionelle, bunte Trauerkleidung kann also durchaus den Abschied erleichtern – sofern dies gewünscht ist.

Warum trägt man schwarz zu einer Beerdigung?

Im mitteleuropäischen und nordamerikanischen Kulturkreis wird insbesondere seit dem 19. Jahrhundert darauf geachtet, dass die Farbe der Bekleidung schwarz oder zumindest sehr dunkel ist, da Schwarz in der westlichen Welt unter anderem den Tod symbolisiert.

Früher galt schwarze Kleidung nicht als Zeichen von Trauer, sondern von Wohlstand. Das kommt daher, dass farblich unbehandelter Stoff – also in grau oder beige – günstiger als gefärbte Kleidung war. So hatte der Farbton im gesellschaftlichen Kontext an Bedeutung gewonnen, da nicht jeder sich Kleidung in dieser Farbe leisten konnte.

Schwarze Kleidung steht ebenso dafür, dass die eigenen kleidungstechnischen Vorlieben für diesen Tag dem traurigen Anlass untergeordnet werden.

Ist Schwarz überall weltweit die vorherrschende Trauerfarbe?

Weiß gilt etwa in Asien bzw. in buddhistisch geprägten Ländern bis heute als Trauerfarbe. Im alten Ägypten galt Gelb als Zeichen der Trauer. Früher war in Europa neben schwarz auch weiß als Trauerfarbe üblich.

Was trägt man als Frau zu einer Beerdigung?

  • Schwarzes oder dunkles Kleid
  • Dunkler Rock mit weißer Bluse
  • Elegante, dunkle Stoffhose
  • Dazu passt ein Blazer, eine Jacke oder eine dunkle Strickweste
  • Die Kleidung sollte Schultern und Knie bedecken
  • Die Kleidung sollte nicht zu eng anliegen aber auch nicht zu weit sein
  • Vermeiden Sie kurze Ärmel und einen tiefen Ausschnitt
  • Kein auffälliges Make-up
  • Flache, wenig hohe Absätze sind zu bevorzugen

Was trägt man als Mann zur einer Beerdigung?

  • Männer sollten Anzug tragen
  • Ein Business-Anzug ist erlaubt, solange er einfarbig schwarz oder in einer anderen dunklen Farbe gehalten ist.
  • Darunter gehört ein weißes Hemd
  • Eine farblich passende Krawatte
  • Ein schwarzer oder dunkler Mantel
  • Eine dunkle Stoffhose ist eine gute Alternative
  • Dazu passen ein Hemd und eine dunkle Jacke.

Muss man immer schwarz tragen auf einer Beerdigung?

Nein. Viele Personen wollen ihr Begräbnis bewusst als große Feier des Lebens gestalten und daran erinnern, dass man ein lebensfroher Mensch war. Der oder die Verstorbene hat sich unter Umständen gewünscht, dass diesem Lebensgefühl derart Rechnung getragen werden soll, dass zu seiner oder ihrer Trauerfeier bunte Kleidung getragen werden soll. In solch einem Fall sollte man den Wunsch des oder der Verstorbenen respektieren und bewusst auf schwarze Kleidung verzichten.

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