15. Oktober 2020

lesezeit: 4 minuten

Benu Treuhandkonto: Die transparente Bestattungsvorsorge!

Tamara Loesch

Verfasst von:
Tamara Loesch

Fotographie einer Safewand mit alten Schlössern.

Bestattungsvorsorge mit dem Benu Treuhandkonto

Bei einer Bestattungsvorsorge handelt es sich um eine Vorsorge für die eigene Bestattung in der Zukunft. Sie hat 2 Aspekte:

  • Einen organisatorischen Aspekt, d.h. die inhaltliche Planung der eigenen Wunschbestattung: Welche Bestattungsart ist gewünscht? Wie soll die Trauerfeier aussehen? Was soll auf dem Grabstein stehen? etc.
  • Einen finanziellen Aspekt: Es reicht in aller Regel nicht, diese inhaltlichen Wünsche nur schriftlich festzuhalten, z.B. in einer Bestattungsverfügung. Um die Wünsche abzusichern und die eigenen Angehörigen zu entlasten, sollte auch finanziell vorgesorgt werden – eben in dem Umfang, der dieser Wunschbestattung entspricht.
Eigene Bestattung online planen

Ein Treuhandkonto bietet nun eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, finanziell vorzusorgen. Dabei werden die berechneten Bestattungskosten auf einem eigens dafür eingerichteten und zweckgewideten Konto hinterlegt.

Diese Einmalzahlung der Bestattungsvorsorge spart Versicherungsgebühren und erfüllt die Idee der inhaltlichen und finanziellen Vorsorge zu 100%.

Vorteile einer finanziellen Vorsorge

Wenn eine organisatorische Vorsorge (d.h. die inhaltliche Planung des eigenen Begräbnisses) auch mit einem finanziell Betrag hinterlegt wird, hat das folgende Vorteile:

  • Entlastung der Familie: Ein Todesfall kommt oft überraschend und kann hohe Koste nach sich ziehen, auf die man als Angehöriger selten vorbereitet ist. Wenn bereits Geld hinterlegt ist, entlastet das die Familie – zusätzlich zur gedanklichen Entlastung.
  • Kein Streit zwischen den Hinterbliebenen: Dass viele Entscheidungen mit der inhaltlichen Planung schon getroffen sind und zusätzlich das Geld vorhanden ist, führt dazu, dass die Hinterbliebenen sich um diese Entscheidungen und die Verteilung der Kosten keine Gedanken mehr machen müssen und Streit darüber vermieden wird.
  • Absicherung Ihrer Wünsche: Damit eine inhaltliche Planung rechtlich verbindlich ist, braucht es eigentlich eine letztwillige Verfügung zu den Bestattungswünschen (Bestattungsverfügung). Für diese gelten eigentlich dieselben Formvorschriften, wie für das Testament. Doch auch eine korrekt erstellte Verfügung bietet nur bedingt Sicherheit, weil Sie im Ablebensfall Ihre Interessen nicht mehr selbst geltend machen können. Nur wenn Sie auch einen finanziellen Betrag zur Deckung der Kosten hinterlegen, ist gewährleistet, dass diese Wünsche auch ausgeführt werden.

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Was kostet eine Bestattungsvorsorge mittels Treuhandkonto?

An Gesamtkosten sollten einerseits die Kosten für die Einrichtung der Vorsorge bzw. des Kontos und andererseits die Kosten für die eigentliche Bestattung unterschieden werden:

Kosten des Treuhandkontos

Die Kosten eines Treuhandkontos bei Benu betragen EUR 99,-. Dies umfasst die Einrichtung des Kontos für die vorsorgende Person, die Verwaltung des Kontos über die Laufzeit sowie die Erstellung der notwendigen Verträge.

Kosten der Bestattung

Bestattungskosten

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich gilt die Bestattungspflicht.
  • Die Hinterbliebenen müssen für die Bestattungskosten aufkommen.
  • In besonderen Härtefällen kann eine Sozialbestattung beantragt werden.
  • Kosten für die Basisleistungen des Bestatters: je nach Bestattungsart 1.500 – 5.000 €
  • Kosten für die Beisetzung (Gebühren des Friedhofsträgers): 500 – 1.000 €
  • Kosten für das Grab: 500 € (Urnengrab) – 2.000 € (Erdgrab)
  • Kosten für den Grabstein: 1.900 € – 9.000 €
  • Die günstigste Form einer Bestattung ist die Benu Direkt Feuerbestattung. zu einem Fixpreis von EUR 1.490.
  • Um Angehörige vor finanziellen Belastungen zu schützen, gibt es die Möglichkeit zu Lebzeiten eine Bestattungsvorsorge abzuschließen
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Wie funktioniert das Treuhandkonto?

Das Treuhandkonto für die Bestattungsvorsorge von Benu ist bei der Bank Austria (Unicredit Bank Austria) eingerichtet und wird von der BDO Austria GmbH als einer der renommiertesten Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhandkanzleien Österreichs verwaltet.

Mittels einer Bestattungsplanung werden zunächst die geschätzten Kosten und damit der voraussichtliche Vorsorgebetrag erhoben.

Im Rahmen eines Bestattungsvertrags mit Benu als ausgewähltem Bestatter wird dann die vertragliche Grundlage für die Einrichtung und die Einzahlung auf das Konto durch den Vorsorgekunden geschaffen.

Die Einzelheiten der Treuhandschaft, die Auszahlungsmodalitäten etc. sind sowohl im Bestattungsvertrag, als auch in einem Rahmentreuhandvertrag zwischen Benu als Bestatter und der BDO als Treuhänder geregelt.

Planung für Treuhandkonto beginnen

Wie ist der Ablauf bzw. wie eröffne ich ein Treuhandkonto?

Bei Benu läuft die Bestattungsvorsorge über ein Treuhandkonto in 3 Schritten ab:

  1. Inhaltliche Bestattungsplanung online auf www.benu.at/vorsorge
  2. Telefonische Beratung und Erstellung einer Vorsorgemappe
  3. Errichtung eines Bestattungsvorsorgevertrags und Einzahlung des errechneten Betrags auf einem Treuhandkonto (Details zum Konto sind auch im Vertrag geregelt)

Experten-Tipp

Auch bei einer bestehenden Sterbegeldversicherung kann eine inhaltliche Planung noch abgeschlossen werden und die Auszahlung der bestehenden Versicherungssumme an die Durchführung dieser Wunschbestattung gekoppelt werden.

Benu berät Sie gerne dazu unter 0800 884404 oder kontakt@benu.at.

Häufige Fragen zum Treuhandkonto

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zum Benu-Treuhandkonto.

Wer darf auf das Treuhandkonto zugreifen?

Auf das Treuhandkonto hat nur der Treuhänder, die BDO Austria, Zugriff. Benu als Bestatter hat selbst keinen Zugriff auf das Konto. Es ist vertraglich genau geregelt, unter welchen Voraussetzungen der Treuhänder das Geld an Benu als Bestatter auszahlen darf (nur im Sterbefall und für die Durchführung der geplanten Wunschbestattung).

Wer verwaltet das Treuhandkonto von Benu und bei welcher Bank liegen die Gelder?

Das Treuhandkonto wird von der BDO Austria (Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhand-Kanzlei) verwaltet. Die Gelder liegen auf einem Treuhandkonto bei der ERSTE Bank.

Was passiert, wenn es den Wunschbestatter (Benu) zum Todeszeitpunkt nicht mehr gibt?

In diesem Fall wird das Geld an den Vorsorgekunden als Auftraggeber rücküberwiesen. Das Geld ist jedenfalls der möglichen Insolvenzmasse entzogen.

Ist das Treuhandkonto Teil des Nachlasses?

Nein, das Geld ist nicht Teil des Nachlasses, sondern ist zur Durchführung der Wunschbestattung zweckgewidmet (die zeitlich auch vor der Abwicklung des Nachlasses stattfindet). Ein allfälliger Restbetrag aus dem Vorsorgeguthaben, der für die Deckung der Bestattungskosten nicht notwendig ist, wird aber an den Nachlass überwiesen.

Sind die Gelder auf dem Treuhandkonto gesichert?

Ja, die Gelder sind gemäß Einlagensicherungs- und An­leger­ent­schädig­ungs­ge­setz als Spareinlagen mit bis zu 100.000 Euro pro Kunde gesichert.

Wie funktioniert die Auszahlung der Gelder aus dem Treuhandkonto im Todesfall?

Im Sterbefall des Vorsorgekunden (bestätigt durch die Sterbeurkunde) überprüft die BDO als Treuhänderin und Verwalterin des Kontos, ob die geplante Wunschbestattung gemäß Bestattungsvertrag zu den festgelegten Konditionen erbracht wird und zahlt unter diesen Voraussetzungen den vorgesorgten Betrag an Benu als Bestatter aus.

Kann das Treuhandkonto wieder aufgelöst werden?

Ja, dies ist im Bestattungsvorsorgevertrag zwischen Vorsorgekunden und Benu geregelt. Der Vertrag kann aus wichtigen Gründen gekündigt werden.