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Die eigene Bestattung rechtzeitig planen mittels Bestattungsvorsorgevertrag

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Severin Schulz

Verfasst von Severin Schulz

30. September 2021Lesezeit: 4 Minuten

Severin Schulz

„Mir ist egal, was mit meinem Körper passiert, wenn ich tot bin“, hört man oft, wenn das Thema Bestattungsvorsorge zur Sprache kommt. Was viele dabei jedoch vergessen: Den trauernden Hinterblieben und Angehörigen ist es nicht egal.

Eine Bestattungsvorsorge ist also nicht nur die alleinige vertragliche Absicherung Ihrer Wünsche hinsichtlich des eigenen Begräbnisses. Vielmehr ist es auch eine Entlastung der Hinterbliebenen auf finanzieller sowie emotionaler Ebene.

"Das war ganz nach Ihrem Sinn!" Was könnte es Tröstlicheres geben für Angehörige als das Gefühl, den lieben Verstorbenen den letzten Wunsch erfüllt zu haben?

Was ist ein Bestattungsvorsorgevertrag und wozu brauche ich das?

Mithilfe eines Bestattungsvorsorgevertrags kann man zahlreiche Wünsche für die eigene Bestattung vertraglich festhalten. Unter anderem kann man fixieren, ob der oder die Vorsorgende lieber im Rahmen einer Erdbestattung oder Feuerbestattung beigesetzt und wie die Trauerfeier ablaufen soll.

Warum aber zu Lebzeiten über Leichenschmaus und Abschiedsklänge nachdenken?

Die vertragliche Fixierung der Bestattungswünsche hat einerseits den Zweck, als Vorsorgender alles bis ins Detail geregelt zu wissen und ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen: Dass die eigene Beerdigung so gestaltet wird, wie man sie sich selbst gewünscht hat. Die Bestattungsplanung deckt für Vorsorgende allerdings noch einen weiteren Aspekt ab. Meist reicht es nicht, die inhaltlichen Wünsche schriftlich festzuhalten, etwa mittels Bestattungsverfügung. Um die Wünsche finanziell abgesichert zu wissen und die eigenen Angehörigen zu entlasten, sollte auch finanziell vorgesorgt werden, und zwar in dem Ausmaß, der der eigenen Wunschbestattung entspricht.

Hier bietet sich ein Treuhandkonto an - eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, finanziell für die Bestattung nach Wunsch vorzusorgen. Dabei werden die berechneten Bestattungskosten auf einem eigens dafür eingerichteten und zweckgewidmeten Konto hinterlegt.

Dies ist eine einmalige Zahlung, die Versicherungsgebühren spart und dem Wunsch der inhaltlichen und finanziellen Vorsorge zu 100% gerecht wird.

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Was ist der Unterschied zur Bestattungsverfügung, und warum reicht diese allein nicht aus?

Mittels Bestattungsverfügung halten Sie Ihre Bestattungswünsche schriftlich fest. Dadurch sind Ihre Angehörigen zwar daran gebunden, diese Wünsche auch zu erfüllen - allerdings nur, wenn das Erbe eine Beerdigung nach Wunsch deckt. Ansonsten ist die Verfügung nicht verpflichtend.

Ein Bestattungsvorsorgevertrag hingegen regelt auch die eine Absicherung – erst durch eine Vorsorge werden Ihre Verfügungen „rechtlich bindend“.

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Was ist der Unterschied zwischen Bestattungsvorsorge und Sterbegeldversicherung?

In Österreich hat man die Wahl zwischen einer Bestattungsvorsorge und einer Sterbegeldversicherung. Oft entscheiden sich viele für eine Kombination. Dies ist durchaus sinnvoll - so können die persönlichen Vorstellungen und gleichzeitig die Begräbniskosten abgesichert werden.

Manche Versicherer bieten ihre Sterbegeldversicherung unter der Kategorie „Bestattungsvorsorge“ an, was oft zur Verunsicherung führt. Denn die eigentliche Bestattungsvorsorge schließen Sie mit dem Bestatter Ihrer Wahl im persönlichen Gespräch ab. Sie beinhaltet die genauen (oder groben) Vorstellungen Ihrer dereinstigen Beerdigung und eine Kostenkalkulation. Letztere dient der Wahl der geeigneten Versicherungssumme, der Sterbegeldversicherung, um die Kosten für das Begräbnis zu decken.

Das ist der Inhalt des Bestattungsvorsorgevertrags

Der Bestattungsvorsorgevertrag regelt sämtliche Details Ihrer Beisetzung, das Totenfürsorgerecht und die Finanzierung. Meist wird dem Vertrag zudem die eben erwähnte Bestattungsverfügung mit weiteren Wünschen angehängt.

Bestattungswünsche

Der erste Teil des Vorsorgevertrags enthält genaue Angaben hinsichtlich dessen, wo und wie Sie bestattet werden möchten. Die folgenden Punkte sollen als Inspiration dienen.

Finanzierung

Der zweite wichtige Teil des Vorsorgevertrags betrifft die finanzielle Absicherung Ihrer Bestattungswünsche. Je genauer Ihre Wünsche sind, desto konkreter kann der Bestatter Ihres Vertrauens kalkulieren, wie hoch die Bestattungskosten sein werden. Dieser Betrag wird in der Regel auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Als alternative Möglichkeit können die Bestattungskosten auch mittels einer Sterbegeldversicherung abgesichert werden.

Treuhandkonto

Auf einem Treuhandkonto wird das Geld für Ihre Bestattung hinterlegt und sicher verwahrt, bis der Todesfall eintritt. Normalerweise wird der gesamte Betrag auf einmal eingezahlt. Bei Benu haben Sie jedoch die Möglichkeit, die Vorsorgesumme in mehreren Raten zu hinterlegen.

Sterbegeldversicherung

Sie haben bereits eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen? Dennoch können Sie bei manchen Bestattern einen Vorsorgevertrag aufsetzen. In diesem Fall übertragen Sie dem Bestatter das Bezugsrecht der Versicherungssumme. Das so genannte „Sterbegeld“ wird nach Ihrem Tod an den Bestatter ausgezahlt, damit er die Beerdigung wie im Vertrag gewünscht durchführen kann.

Falls ein Restbetrag bleibt, wird dieser an Ihre Angehörigen ausgezahlt.

Bestattungsverfügung

In Ihrer Bestattungsverfügung können Sie weitere Wünsche festhalten, etwa Ihre Musikwünsche für die Trauerfeier oder eine Gästeliste für die Beerdigung.

Die Bestattungsverfügung hinterlegen Sie am besten zusammen mit dem Vorsorgevertrag, damit Ihre Wünsche bei der Planung Ihrer Beerdigung berücksichtigt werden.

Totenfürsorge

Unter „Totenfürsorgerecht“ nennen Sie einen Ansprechpartner im Todesfall. Es handelt sich dabei um die Person, die das Recht und die Pflicht hat, für Ihre Bestattung zu sorgen und das Grab zu pflegen. In der Regel handelt es sich beim Totenfürsorgeberechtigten um die nächsten Angehörigen, also Ehepartner oder Kinder. Sie können jedoch auch eine andere Person Ihres Vertrauens einsetzen.

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Mittels Sterbegeldversicherung für den Todesfall vorsorgen

Um die Details der eigenen, in der Zukunft liegenden Beerdigung finanziell abzusichern, ist der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll.

Bestandteil des Bestattungsvorsorgevertrages ist im Normalfall ein Kostenvoranschlag. Dieser beinhaltet alle relevanten Preise: Vom Bestatter, Floristen, Friedhof, von der Kirche, dem Steinmetz, usw.

Andererseits können auch laufende Kosten, wie etwa der dauerhaften Grabpflege, vereinbart werden. Auf Preisschwankungen bis zum Eintritt des Todes wird mit einem Puffer reagiert, der im Vorfeld grob kalkuliert werden kann. Es ist klug, die Versicherungssumme etwas höher anzulegen, als der Kostenvoranschlag vorsieht.

Welche Daten werden bei einer Sterbegeldversicherung abgefragt?

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Beruf
  • Gesundheitszustand (manche Anbieter fordern eine Gesundheitsprüfung)
  • Gewünschte Versicherungssumme
  • Gewünschte Zahlweise

Diese Aspekte nehmen Einfluss auf die Beitragshöhe und die Dauer der Beitragszahlung.

Tipps im Vorfeld der Sterbegeldversicherung

  • Wenn Sie unter 70 und bei guter Gesundheit sind, können Sie mittels Gesundheitsprüfung Geld sparen - Sie haben Ihre Vitalität bescheinigt.

  • Zudem profitieren jüngere Vorsorgende unter Umständen von beitragsfreien Jahren, sobald sie zehn Jahre eingezahlt haben. Nachfragen lohnt sich!

  • Sie sind über 70 oder leiden unter einer chronischen Erkrankung? Suchen Sie einen Anbieter ohne Gesundheitsprüfung.

  • Es ist mehr als ratsam, im Vorfeld online zu recherchieren und die Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Vorsorge mittels Benu Treuhandkonto: Das sind die Vorteile

Falls Sie sich entscheiden, die inhaltliche Planung des eigenen Begräbnisses auch mit einem finanziellen Betrag abzusichern, hat das enorme Vorteile:

  • Familie entlasten: Ein Todesfall kommt meist überraschen und kann hohe Kosten verursachen. Wenn bereits eine Summe hinterlegt wurde, entlastet das die Familie finanziell – zusätzlich zur gedanklichen Entlastung.
  • Hinterbliebenen werden nicht in Zank entzweit: Die inhaltliche Planung ist abgeschlossen, das Geld hinterlegt. Die Hinterbliebenen müssen sich um die Verteilung der Kosten keine Sorgen mehr machen. So wird Streit hinfällig.
  • Ihre Wünsche absichern: Damit Ihre inhaltliche Planung rechtlich verbindlich wird, braucht es eine Bestattungsverfügung. Für diese gelten dieselben Formvorschriften wie bei einem Testament. Doch nur wenn Sie einen finanziellen Betrag hinterlegen, kann sichergestellt werden, dass Ihre Wünsche auch wie festgelegt ausgeführt werden.
  • Keine Überzahlung: Wenn die fixierte Ansparsumme erreicht ist, endet auch die Einzahlung.
  • Anpassbar: Die Deckungssumme kann auf Wunsch jederzeit beliebig nach oben oder unten korrigiert werden.
  • Flexible Raten: Die monatlichen Raten können je nach Belieben eingezahlt werden.
  • Keinerlei Ausschlussgründe: Personen mit Vorerkrankungen oder Menschen ab 80 Jahren werden oft je nach Anbieter von Sterbegeldversicherungen ausgeschlossen. Ein Treuhandkonto hingegen kann von jedem abgeschlossen werden.

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Was kostet eine Bestattungsvorsorge mittels Treuhandkonto?

An Gesamtkosten sollten einerseits die Kosten für die Einrichtung der Vorsorge bzw. des Kontos und andererseits die Kosten für die eigentliche Bestattung unterschieden werden:

Kosten des Treuhandkontos

Die Kosten für ein Treuhandkonto bei Benu belaufen sich auf 99€. Dies umfasst die Einrichtung des Kontos für die vorsorgende Person, die Verwaltung des Kontos über die Laufzeit und die Erstellung der notwendigen Verträge.

Kosten der Bestattung

Bestattungskosten und das Wichtigste im Überblick

  • In Österreich gilt die Bestattungspflicht.
  • Die Hinterbliebenen müssen für die Bestattungskosten aufkommen.
  • Bei Härtefällen kann eine Sozialbestattung beantragt werden.
  • Kosten für die Basisleistungen des Bestatters: je nach Bestattungsart 1.500 – 5.000 €
  • Kosten für die Beisetzung (Gebühren des Friedhofsträgers): 500 – 1.000 €
  • Kosten für das Grab: 500 € (Urnengrab) – 2.000 € (Erdgrab)
  • Kosten für den Grabstein: 1.900 € – 9.000 €

Benu berät Sie gerne dazu unter 01 907 68 85 oder kontakt@benu.at.

Benu Treuhandkonto: Wie funktioniert es in der Praxis?

Das Treuhandkonto für die Bestattungsvorsorge von Benu ist bei der Bank Austria (Unicredit Bank Austria) eingerichtet und wird von der BDO Austria GmbH als einer der renommiertesten Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhandkanzleien Österreichs verwaltet.

Durch eine Bestattungsplanung werden zunächst die geschätzten Kosten und damit der voraussichtliche Vorsorgebetrag erhoben.

Falls Sie sich für einen Bestattungsvertrags mit Benu als ausgewähltem Bestatter entscheiden, wird danach die vertragliche Grundlage für die Einrichtung und die Einzahlung auf das Konto durch den Vorsorgekunden geschaffen.

Sämtliche Modalitäten sind im Bestattungsvertrag, aber auch in einem Rahmentreuhandvertrag zwischen Benu als Bestatter und der BDO als Treuhänder geregelt.

Wie eröffnet man ein Treuhandkonto?

Bei Benu läuft die Bestattungsvorsorge über ein Treuhandkonto in 3 Schritten ab:

  1. Inhaltliche Bestattungsplanung online auf www.benu.at/vorsorge
  2. Telefonische Beratung und Erstellung einer Vorsorgemappe
  3. Errichtung eines Bestattungsvorsorgevertrags und Einzahlung des errechneten Betrags auf einem Treuhandkonto (Details zum Konto sind auch im Vertrag geregelt)

Häufige Fragen zum Bestattungsvorsorgevertrag

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