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Überblick

Unmittelbar nach einem Sterbefall

Eine Angehörige/ein Angehöriger verstirbt, was ist zu tun?

Die ersten Schritte nach einem Todesfall sind je nach Sterbeort unterschiedlich. Mit der folgenden „Checkliste Todesfall“ bekommen Sie einen Überblick über die wichtigsten allgemeinen Schritte.

Tritt der Tod unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144 oder der internationalen Notrufnummer (Euronotruf) 112. Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall, wird der zuständige Notarzt den Tod feststellen.

Zusammenfassen lassen sich die anschließend wichtigsten Handlungsschritte wie folgt:

  1. Arzt verständigen (zur Totenbeschau, in Wien unter 01 400087890)
  2. Bestattung unter 0800 884404 verständigen
  3. Weitere Angehörige informieren und sich besprechen
  4. Dokumente zusammensuchen (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, ggf. Reisepass)
  5. Verträge, Verfügungen (Testament) und Versicherungspolizzen (Sterbegeldversicherungen) zusammentragen

Zur besseren Übersicht haben wir Ihnen alle notwendigen Informationen und Erledigungen in einer Checkliste zum runterladen und ausdrucken zusammengefasst:

Checkliste zum Ausdrucken

Unsere Checkliste im übersichtlichen Format zum Ausdrucken und Abarbeiten!

Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger zu Hause verstirbt?

War der Tod absehbar, verständigen Sie Ihre behandelnde Ärztin/Ihren Arzt, in der Regel Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt, um einen Behandlungsschein aus- und den Tod offiziell festzustellen.

Anschließend ist vom zuständigen Totenbeschauarzt (in der Regel die Gemeindeärztin/der Gemeindearzt) die Totenbeschau durchzuführen, welche im Gegensatz zur Todesfeststellung noch einige zusätzliche Informationen, wie die Todesursache und ein mögliches Fremdverschulden, beinhaltet. Vor der Totenbeschau darf an der Verstorbenen/dem Verstorbenen keine Veränderung wie zum Beispiel Umkleiden vorgenommen werden. Sollte die Todesursache nicht eindeutig feststellbar sein, wird die/der Verstorbene an ein Spital oder eine Gerichtsmedizin überstellt. Nach der Totenbeschau stellt der zuständige Arzt die Anzeige des Todes (diese enthält auch die Todesbescheinigung), sowie den Leichenbegleitschein aus. Diese Dokumente benötigen Sie für eine Eintragung im Sterbebuch des zuständigen Standesamtes.

Wahlweise können Sie auch umgehend ein Bestattungsunternehmen kontaktieren, Benu ist im Sterbefall 24h erreichbar. Ihre Ansprechperson bei Benu kann Ihnen zum Beispiel bei der Veranlassung der Totenbeschau behilflich sein und die Anzeige des Todesfalls beim Standesamt übernehmen.

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Suchen Sie Kleidung heraus, in der die/der Verstorbene bestattet werden soll.

Benu unterstützt Sie bei sämtlichen Schritten und ist der professionelle Ansprechpartner für alle Themen nach Eintritt des Todesfalls.

Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger im Spital, Pflege- oder Pensionistenheim verstirbt?

  • Die Feststellung des Todes und die Totenbeschau werden von einer Ärztin/einem Arzt vor Ort vorgenommen. Auch die Anzeige des Todesfalls wird durch die jeweilige Institution an das zuständige Standesamt weitergeleitet. Wo Sie in der Folge das Formular „Anzeige des Todes“ erhalten, erfahren Sie direkt von der Institutionsverwaltung.
  • Falls Sie nicht persönlich anwesend sind, um die Sterbende/den Sterbenden auf ihrem/seinen letzten Weg zu begleiten, werden Sie umgehend über den Todesfall informiert.
  • Bringen Sie Kleidung mit, in der die/der Verstorbene bestattet werden soll.

Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger (oder eine andere Person) in der Öffentlichkeit verstirbt?

  • Sind Sie selber zu dem Zeitpunkt des vermeintlichen Todes anwesend, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144. Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall wird der zuständige Notarzt den Tod feststellen.
  • Sind Sie nicht anwesend gewesen, werden Sie über die zuständige Sicherheitsbehörde über den Todesfall in Kenntnis versetzt. Ihnen wird auch mitgeteilt, wohin die/der Verstorbene gebracht wurde.
  • In der Regel wird der Leichnam in eine Leichenhalle gebracht. Dort erfolgt auch die Totenbeschau. Bei unklarer Todesursache oder Fremdverschulden (beispielsweise bei einem Unfall) wird die/der Verstorbene in ein Spital oder gerichtsmedizinisches Institut überführt, wo eine Obduktion durchgeführt wird.
  • Kontaktieren Sie anschließend ein Bestattungsunternehmen, Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar.

Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger im Ausland verstirbt?

  • Sie werden in der Regel entweder durch die österreichische Botschaft oder das Konsulat über den Todesfall informiert. Falls Sie selbst vor Ort sind, wenden Sie sich bitte an eben diese Stellen, um das weitere Vorgehen zu klären.
  • Die Kosten der Überführung aus dem Ausland sind in der Regel von den Angehörigen zu tragen, außer die/der Verstorbene hat bereits zu Lebzeiten einen Vorsorgevertrag abgeschlossen.
  • Die österreichischen Vertretungen im Ausland können Sie jederzeit telefonisch oder per Email erreichen.

Erledigungen innerhalb der ersten 36 Stunden nach einem Todesfall

Was ist innerhalb der ersten 36 Stunden nach einem Todesfall zu beachten?

  • Kontaktaufnahme mit dem Bestattungsunternehmen, falls dies noch nicht gemacht wurde – Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar
  • Festlegung des Umfangs der Beisetzungszeremonie
  • Planung der Überführung des Leichnams in die Leichenhalle
  • Gibt es Verträge und Verfügungen der/des Verstorbenen? Hat die/ der Verstorbene einen Wunsch über die Bestattungsform geäußert? Handeln Sie nach Möglichkeit entsprechend den Wünschen der/des Verstorbenen!
  • Suchen Sie das Testament (wenn vorhanden bzw. wenn Sie wissen, dass ein Testament vorhanden sein sollte), diverse Polizzen, eine Willenserklärung, Bankunterlagen, Unterlagen über Grundbesitz oder auch eine Organspenderverfügung (bzw. in Österreich einen Organspende-Widerspruch)
  • Auswahl der gewünschten Bestattungsform
  • Auswahl Sarg oder die Urne
  • Für die Beurkundung des Sterbefalls auf einem Standesamt benötigen Sie diverse Dokumente:
    • Anzeige des Todes
    • Geburtsurkunde
    • Staatsbürgerschaftsnachweis
    • Heiratsurkunde
    • Meldenachweis
    • Bei Verwitweten: Abschrift aus dem Sterbebuch bzw. Sterbeurkunde des Ehepartners
    • Bei Geschiedenen: Scheidungsurteil
    • Bei Akademikern: urkundlicher Nachweis akademischer Grade
    • Bei nichtösterreichischen Staatsbürgern: Reisepass

Nachdem der Eintrag im Sterbebuch erfolgt ist, erhalten Sie eine Todesbescheinigung, eine Abschrift aus dem Sterbebuch, die Sie unter anderem für die Abmeldung diverser Versicherungen benötigen und eine Todesbestätigung, die Sie zur Abmeldung der Sozialversicherung benötigen.

  • Hat die/der Verstorbene allein gelebt? Wenn ja, sehen Sie am Wohnort vorbei, um beispielsweise Tiere zu füttern, die Heizung abzudrehen oder die Fenster zu schließen.
  • Weitere Bekannte und Verwandte über den Todesfall informieren
  • Informieren des Arbeitgebers, der Krankenkasse, Versicherungen und Banken
  • Wenn gewünscht, das Pfarramt informieren
  • Benu unterstützt Sie bei sämtlichen Schritten und ist der professionelle Ansprechpartner für alle Themen nach Eintritt des Todesfalls.

Weitere Überlegungs- und Handlungsschritte

Was ist noch zu erledigen?

  • Auswahl der Grabstätte (Kontaktieren Sie die Friedhofsverwaltung)
  • Auswahl des Termins für die Bestattung
  • Organisation einer (geistlichen oder weltlichen) Trauerrednerin/ Trauerredner. Es ist ratsam, sich Gedanken über wichtige Lebensereignisse der/ des Verstorbenen zu machen, damit diese in der Rede erwähnt werden
  • Verfassen einer Todesanzeige und Gestaltung und Versand der Partezettel
  • Grabschmuck und Trauerfloristik (Blumen, Kranz, Schleifen und Kerzen) bestellen
  • Eine Gaststätte für den Leichenschmaus reservieren, gegebenenfalls überlegen, was zum Totenmahl angeboten werden soll
  • Benu unterstützt Sie bei sämtlichen Schritten und ist der professionelle Ansprechpartner für alle Themen nach Eintritt des Todesfalls.

Was ist nach der Trauerfeier zu erledigen?

  • Wenn Sie möchten, können Sie Danksagungskarten an Freunde und Verwandte verschicken.
  • Noch bestehende Verträge mit Dienstleistern (Internet, TV, Miete, Mitgliedschaften etc.) kündigen und Versicherungen, Krankenkassen und das Arbeitsverhältnis der/des Verstorbenen auflösen
  • Bei Bedarf eine fortlaufende Grabpflege organisieren
  • Kontaktaufnahme mit einem Steinmetz bezüglich des Grabsteins und der Grabeinfassung

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Quellen:
sparkasse.at (Wegweiser für den Trauerfall)
help.gv.at (Todesfall Checkliste Österreich)

Siehe auch:
Tod und Todesfall – Was ist zu tun?
Trauerratgeber – Informieren Sie sich in unserem Ratgeber über Möglichkeiten zur Trauerbewältigung

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