5. November 2020

lesezeit: 3 minuten

Todesfall: Was ist zu tun? Checkliste Sterbefall in Österreich

Christoph Schlarb

Verfasst von:
Christoph Schlarb

Fotographie eines pinken Textmarkers beim Abhaken einer Checkliste.

Checkliste Todesfall in Kürze

Todesfall - was ist zu tun? Die wichtigsten Schritte:

  1. Tritt der Tod unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144 oder der internationalen Euronotruf 112.
  2. Totenbeschau Arzt verständigen : Ausstellung von Totenbegleitschein und Anzeige des Todes
  3. Bestatter verständigen (z.B.: Benu unter 0800 884404 )
  4. Wichtige Dokumente organisieren (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis)
  5. Verträge, Testament und Versicherungspolizzen zusammentragen
  6. Angehörige informieren und sich besprechen
  7. Planung der Bestattung Terminfindung für Beisetzung oder ggf. Kremation
  8. Sterbegeldversicherung & Lebensversicherung informieren: zur Übernahme von Kosten

Benu unterstützt Sie 24 Stunden am Tag bei allen Schritten.

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Eingetretener Todesfall: Das ist zu tun!

Tritt der Tod unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144 oder der internationalen Euronotruf 112.

Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall, wird der zuständige Notarzt zunächst den Tod feststellen.

Eine Totenbeschau durch den zuständigen Gemeindearzt (alle Bundesländer aus Wien) oder durch die MA15 unter 01 400087890 (Wien) ist zusätzlich notwendig.

Die weiteren Schritte nach einem Todesfall sind je nach Sterbeort unterschiedlich.

Mit der folgenden "Checkliste Todesfall" bekommen Sie Schritt für Schritt einen Überblick über das weitere Vorgehen:

Direkt zu:

Aktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Corona-Virus finden Sie hier.

Checkliste_Todesfall_Oesterreich_Vorschau.pngCheckliste Todesfall - Vorschau (Seite 1)

PDF Checkliste zum Ausdrucken

Ein Todesfall ist immer eine herausfordernde Zeit.

Behalten Sie mit unserer Checkliste den Überblick.

Todesfall zu Hause

  1. Tritt der Todesfall unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144 oder der internationalen Euronotruf 112.

    War der Todesfall abzusehen, verständigen Sie Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt. Diese/r stellt einen Behandlungsschein aus und stellt den Tod offiziell fest. (=Todesfeststellung)

  2. Im Anschluss muss eine Totenbeschau durchgeführt werden.

    Rufen Sie hierfür beim Gemeindearzt/-ärztin bzw. in Wien die MA15 an. an.

    Im Gegensatz zur Todesfeststellung werden dabei zusätzliche Informationen, wie die Todesursache und ein mögliches Fremdverschulden untersucht.

    Wichtiger Hinweis: Vor der Totenbeschau darf an der Verstorbenen/dem Verstorbenen keine Veränderung wie zum Beispiel Umkleiden vorgenommen werden. Sollte die Todesursache nicht eindeutig feststellbar sein, wird die/der Verstorbene an ein Spital oder eine Gerichtsmedizin zur Obduktion überstellt.

  3. Nach der Totenbeschau wird die Anzeige des Todes sowie den Leichenbegleitschein aus.

    Diese Dokumente benötigen Sie für eine Eintragung im Sterbebuch des zuständigen Standesamtes.

Am besten kontaktieren Sie jetzt bereits Ihren Bestatter. Benu ist 24h erreichbar. Für die nächsten Schritte klicken Sie bitte hier.

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Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger im Spital, Pflege- oder Pensionistenheim verstirbt?

  1. Die Feststellung des Todes und die Totenbeschau werden von einer Ärztin/einem Arzt vor Ort vorgenommen. Auch die Anzeige des Todesfalls wird durch die jeweilige Institution an das zuständige Standesamt weitergeleitet. Wo Sie in der Folge das Formular „Anzeige des Todes“ erhalten, erfahren Sie direkt von der Institutionsverwaltung.
  2. Falls Sie nicht persönlich anwesend sind, um die Sterbende/den Sterbenden auf ihrem/seinen letzten Weg zu begleiten, werden Sie umgehend über den Todesfall informiert.
  3. Bringen Sie Kleidung mit, in der die/der Verstorbene bestattet werden soll.

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Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger (oder eine andere Person) in der Öffentlichkeit verstirbt?

  • Sind Sie selber zu dem Zeitpunkt des vermeintlichen Todes anwesend, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer 144. Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall wird der zuständige Notarzt den Tod feststellen.
  • Sind Sie nicht anwesend gewesen, werden Sie über die zuständige Sicherheitsbehörde über den Todesfall in Kenntnis versetzt. Ihnen wird auch mitgeteilt, wohin die/der Verstorbene gebracht wurde.
  • In der Regel wird der Leichnam in eine Leichenhalle gebracht. Dort erfolgt auch die Totenbeschau. Bei unklarer Todesursache oder Fremdverschulden (beispielsweise bei einem Unfall) wird die/der Verstorbene in ein Spital oder gerichtsmedizinisches Institut überführt, wo eine Obduktion durchgeführt wird.

Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter 0800 884404 und kontakt@benu.at. Wir unterstützen Sie gerne. Für die nächsten Schritte klicken Sie bitte hier.

Wie ist zu handeln, wenn ein Angehöriger im Ausland verstirbt?

  • Sie werden in der Regel entweder durch die österreichische Botschaft oder das Konsulat über den Todesfall informiert. Falls Sie selbst vor Ort sind, wenden Sie sich bitte an eben diese Stellen, um das weitere Vorgehen zu klären.
  • Die Kosten der Überführung aus dem Ausland sind in der Regel von den Angehörigen zu tragen, außer die/der Verstorbene hat bereits zu Lebzeiten einen Vorsorgevertrag abgeschlossen.
  • Die österreichischen Vertretungen im Ausland können Sie jederzeit telefonisch oder per Email erreichen.

Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter 0800 884404 und kontakt@benu.at. Wir unterstützen Sie gerne. Für die nächsten Schritte klicken Sie bitte hier.

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Aufgaben in den ersten 36 Stunden

Die Todesfeststellung ist erfolgt, die Totenbeschau wurde durchgeführt, die Dokumente sind ausgestellt. Das ist als nächstes tun:

1) Kontaktaufnahme mit dem Bestattungsunternehmen, falls dies noch nicht gemacht wurde – Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter 0800 884404 und kontakt@benu.at.

Wir unterstützen Sie bei:

  • Planung und Erledigung der Überführung des Leichnams in die Leichenhalle
  • Beratung über mögliche Bestattungsarten – je nach Wunsch der Verstorbenen Person oder auf Basis einer Verfügung.
  • Beratung zu Sarg bzw. Urne
  • Gestaltung der Trauerfeier

2) Beurkundung des Sterbefalls auf dem Standesamt

Hierfür benötigen Sie folgende Dokumente der/des Verstorbenen:

  • Anzeige des Todes mit Totenschein (Beides ausgestellt durch Totenbeschauarzt-/ärztin)
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschafts­nachweis
  • Heiratsurkunde
  • Meldenachweis
  • Bei Verwitweten: Abschrift aus dem Sterbebuch bzw. Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Bei Geschiedenen: Scheidungsurteil
  • Bei Akademikern: urkundlicher Nachweis akademischer Grade
  • Bei nicht­-österreichischen Staatsbürgern: Reisepass

3) Versorgung der Wohnung & Information von Angehörigen

  • Hat die verstorbene Person alleine gelebt? Wenn ja, sehen Sie am Wohnort vorbei, um beispielsweise Tiere zu füttern, die Heizung abzudrehen oder die Fenster zu schließen.
  • Weitere Bekannte und Verwandte über den Sterbefall informieren.

4) Gemeinsame Abstimmung zwischen Ihnen und Benu zu:

  • Termin für die Bestattung
  • Organisation einer (geistlichen oder weltlichen) Trauerrednerin/ Trauerredner.
  • Verfassen einer Todesanzeige sowie Gestaltung und Versand der Partezettel
  • Grabschmuck und Trauerfloristik (Blumen, Kranz, Schleifen und Kerzen) bestellen
  • Eine Gaststätte für den Leichenschmaus reservieren, gegebenenfalls überlegen, was zum Totenmahl angeboten werden soll
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Nach der Trauerfeier

  • Wenn Sie sich danach fühlen, können Sie Danksagungskarten an Freunde und Verwandte verschicken.
  • Gerade für ältere Hinterbliebene kann es ratsam sein, sich eine fortlaufende Grabpflege organisieren, die Sie entlastet.
  • Im Falle einer Erdbestattung ist jetzt der richtige Zeitpunkt zur Kontaktaufnahme mit einem Steinmetz. Dieser berät Sie zur Gestaltung des Grabsteins und der Grabeinfassung.

Abmeldungen im Todesfall bei Behörden, Ämter und andere Stellen

Sie haben bereits viel geschafft und vielleicht spüren Sie, dass Sie etwas Ruhe brauchen.

Um sich vor ungeplanten Rechnungen, Abbuchungen oder anderen Ansprüchen zu schützen, sollten Sie jetzt noch die Kraft aufbringen und sich um die wichtigsten Formalitäten und Abmeldungen kümmern.

Nachdem der Eintrag im Sterbebuch bereits erfolgt ist, erhalten Sie die Sterbeurkunde, die Sie jetzt für die Abmeldung von Versicherungen, Verträgen und Institutionen brauchen.

Es gibt zum Stellen, bei denen die Abmeldung automatisch erfolgt und Stellen, bei denen Sie sich aktiv abmelden müssen.

Stellen, bei denen eine Abmeldung im Todesfall aktiv gemeldet werden muss:

  • Arbeitgeber der verstorbenen Person
  • Behörden und Ämter (z.B. Finanzamt, Firmenbuch, Sozialamt, Grundbuch, KFZ Zulassungsbehörde)
  • Versicherungen
  • Banken
  • GIS
  • Vereine
  • Erwachsenenvertretung
  • Religionsgemeinschaften
  • weitere Verträge wie z.B. Mobilfunk, Telekabel & Internet

Folgende Stellen werden im Todesfall automatisch durch das Standesamt verständigt:

  • Dachverband der Sozialversicherungsträger
  • Staatsbürgerschaftsevidenzstelle
  • Meldebehörde des letzten Wohnsitzes
  • Wählerverzeichnis
  • Verlassenschaftsgericht
  • Zivildienstserviceagentur
  • Militär (bei österreichischen StaatsbürgerInnen zwischen 17 und 51 Jahren)
  • Statistik Austria
  • Führerscheinregister
  • AMS
  • Jugendhilfe im Falle der Minderjährigkeit
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