Checkliste Todesfall: Was ist zu tun im Sterbefall?

Christoph Schlarb

Verfasst von

Christoph Schlarb

3. März 2021lesezeit: 4 minuten

Checkliste Todesfall in Kürze

Todesfall - was ist zu tun? Die wichtigsten Schritte:

  1. Tritt der Tod unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter derNotrufnummer 144 oder den internationalen Euronotruf 112.
  2. Immer eineTotenbeschauärztin bzw. einen Totenbeschauarzt verständigenzur Ausstellung von Totenbegleitschein und Anzeige des Todes
  3. Bestatter verständigen(z.B.: Benu unter0800 884404)
  4. Wichtige Dokumenteorganisieren (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis)
  5. Verträge, Testament und Versicherungspolizzenzusammentragen
  6. Sterbefall im Standesamt melden undSterbeurkundeausstellen lassen
  7. Testamentbeim Nachlassgericht abgeben
  8. Angehörige kontaktierenum Beisetzung und möglichen Ablauf zu besprechen
  9. Planung der Bestattungmit dem Bestatter und Terminfindung für Beisetzung und Trauerfeier
  10. Sterbegeldversicherung & Lebensversicherung informieren: Zur Übernahme von Kosten

Benu unterstützt Sie 24 Stunden am Tag bei allen Schritten.

Im Anschluss finden Sie alle Schritte detailliert erklärt.

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Alle Punkte der Checkliste im Detail

Eingetretener Todesfall: Das ist zu tun!

Tritt der Tod unerwartet auf, verständigen Sie die Rettung unter der Notrufnummer144oder den internationalen Euronotruf112.

Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall, wird die oder der zuständigeNotärztin bzw. Notarzt zunächst den Tod feststellen.

EineTotenbeschaudurch die oder den zuständige/n Gemeindeärztin bzw. Gemeindearzt (in allen Bundesländer aus Wien) oder in Wien durch die MA15 unter01 400087890ist zusätzlich notwendig.Nur diese dürfen auch die Anzeige des Todes (inkl. Totenschein) und den Leichenbegleitschein (erlaubt dem Bestatter die Überführung) ausstellen.

Die weiteren Schritte nach einem Todesfall sind jenach Sterbeort unterschiedlich.

Mit der folgenden "Checkliste Todesfall" bekommen SieSchritt für Schritteinen Überblick über das weitere Vorgehen:

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Checkliste Todesfall - Vorschau (Seite 1)

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Ein Todesfall ist immer eine herausfordernde Zeit.

Behalten Sie mit unserer Checkliste den Überblick.

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Todesfall zu Hause

  1. Unerwarteter Eintritt eines Todesfalls: österreichweiteNotrufnummer144oder der int. Euronotruf112. wählen.

    Abzusehender Todesfall: Notruf oder Verständigung der Hausärztin bzw. des Hausarztes. Diese/r stellt einen Behandlungsschein aus und stellt den Tod offiziell fest. (=Todesfeststellung)

  2. In jedem Fallmuss immer eineTotenbeschaudurchgeführt werden.

    Rufen Sie hierfür bei derGemeindeärztin oder dem Gemeindearzt bzw. in Wien bei der MA15an.

    Im Gegensatz zur Todesfeststellung werden dabei zusätzliche Informationen wie die Todesursache und ein mögliches Fremdverschulden untersucht.

    Wichtiger Hinweis:Vor der Totenbeschau darf an der verstorbenen Person keine Veränderung wie zum Beispiel Umkleiden oder Bewegen vorgenommen werden. Sollte die Todesursache nicht eindeutig feststellbar sein, wird die verstorbene Person in ein Spital oder eine Gerichtsmedizin zurObduktionüberstellt.

  3. Nach der Totenbeschau wird dieAnzeige des Todessowie derLeichenbegleitscheinausgestellt.

    Diese Dokumente benötigen Sie für eine Eintragung im Sterbebuch des zuständigen Standesamtes.

Am besten kontaktieren Sie jetzt bereits Ihren Bestatter. Benu ist 24h erreichbar.Weiter zu den Schritten "36 Stunden nach dem Todesfall".

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Sterbefall im Spital, Pflege- oder Pensionistenheim

  1. DieFeststellung des Todes und die Totenbeschauwerden von einer Ärztin bzw. einem Arzt vor Ort vorgenommen. Auch die Anzeige des Todesfalls wird durch die jeweilige Institution an das zuständige Standesamt weitergeleitet. Erkundigen Sie sich bitte bei der Institutionsverwaltung, wo Sie das Formular „Anzeige des Todes“ erhalten, Sie brauchen es für das weitere Vorgehen.
  2. Bringen Sie vielleicht schonKleidungmit, die der verstorbenen Person gefallen hat und in der sie bestattet werden soll.
  3. Verständigen Sie auch dringend jetzt den Bestatter Ihres Vertrauens und informieren Sie die Verwaltung darüber. Leider kommt es häufig vor, dass Bestatter vor Ort die Verstorbenen auch ohne Auftrag überführen. Die führt zu zusätzlichen Kosten in Höhe von mehreren Hundert Euro.

Weiter zu den Schritten "36 Stunden nach dem Todesfall".

Todesfall in der Öffentlichkeit

  1. Verständigen Sie dieRettung unter der Notrufnummer 144. Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall, wird die zuständige Notärztin oder zuständige Notarzt den Tod feststellen.
  2. Sind Sie nicht anwesend gewesen, werden Sie über die zuständige Sicherheitsbehörde über den Todesfall in Kenntnis versetzt. Ihnen wird auch mitgeteilt, wohin die/der Verstorbene gebracht wurde.
  3. In der Regel wird der Leichnam in eineLeichenhallegebracht. Dort erfolgt auch dieTotenbeschau. Bei unklarer Todesursache oder Fremdverschulden (beispielsweise bei einem Unfall) wird die/der Verstorbene in ein Spital oder gerichtsmedizinisches Institut überführt, wo eineObduktiondurchgeführt wird.

Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter0800 884404undkontakt@benu.at. Wir unterstützen Sie in so einem Fall mit all unserer Erfahrung und halten Kontakt zur Pathologie.



Weiter zu den Schritten "36 Stunden nach dem Todesfall".

Todesfall im Ausland

  1. Sie werden in der Regel entweder durch die österreichische Botschaft oder das Konsulat über den Todesfall informiert. Falls Sie selbst vor Ort sind, wenden Sie sich bitte an eben diese Stellen, um das weitere Vorgehen zu klären.
  2. Die Kosten der Überführung aus dem Ausland sind in der Regel von den Angehörigen zu tragen, außer es wurde zu Lebzeiten einVorsorgevertragabgeschlossen.
  3. Dieösterreichischen Vertretungen im Auslandkönnen Sie jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichen.

Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter0800 884404undkontakt@benu.at. Wir unterstützen Sie gerne.Für die nächsten Schritte klicken Sie bitte hier.

Aufgaben in den ersten 36 Stunden

Die Todesfeststellung ist erfolgt, die Totenbeschau wurde durchgeführt, die Anzeige des Todes wurde von der Totenbeschauärztin bzw. vom Totenbeschauarzt ausgestellt. Das ist als Nächstes zu tun:

1) Kontaktaufnahme mit dem Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens.

Bitte tun Sie dies so früh wie möglich. Benu ist für Sie rund um die Uhr erreichbar unter0800 884404undkontakt@benu.at.

Wir unterstützen Sie bei:

  • Planung und Übernahme derÜberführungdes Leichnams in die Leichenhalle
  • Beratung über möglicheBestattungsarten– je nach Wunsch der verstorbenen Person oder auf Basis einer Verfügung.
  • Beratung zuSargbzw.Urne
  • Gestaltung der Trauerfeier
  • Organisation von Trauerfloistik und Trauerdruck
  • Allen weiteren besonderen Wünschen und Anforderungen

2) Beurkundung des Sterbefalls auf dem Standesamt

Hierfür benötigen Sie folgende Dokumente der verstorbenen Person:

  • Anzeige des TodesmitTotenschein(Beides ausgestellt durch Totenbeschauärztin bzw. Totenbeschauarzt)
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschafts­nachweis
  • Heiratsurkunde
  • Meldenachweis
  • Bei Verwitweten: Abschrift aus dem Sterbebuch bzw. Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Bei Geschiedenen: Scheidungsurteil
  • Bei Akademikern: urkundlicher Nachweis akademischer Grade
  • Bei nicht­-österreichischen Staatsbürgern: Reisepass

3) Versorgung der Wohnung & Information von Angehörigen

  • Hat die verstorbene Person alleine gelebt? Wenn ja, sehen Sie am Wohnort vorbei, um beispielsweise Tiere zu füttern, die Heizung abzudrehen, das Wasser abzudrehen oder die Fenster zu schließen.
  • Weitere Bekannte und Verwandte über den Sterbefall informieren.

4) Weitere Benachrichtigungen:

  • Sterbefall der Krankenkasse melden sowie Lebens– und Unfallversicherung informieren
  • Pfarramt benachrichtigen, falls kirchlicher Beistand erwünscht ist;
  • Arbeitgeber des Verstorbenen verständigen
  • Testament ins Nachlassgericht bringen

Organisation von Bestattung und Trauerfeier

  • Bestattungsart bestimmen (Erd- & Feuerbestattung, Donaubestattung, uvm.)
  • Friedhof und Grab auswählen und Grabnutzungsrecht erwerben bzw. verlängern
  • Termin für Beisetzung (Urne/Sarg) mit dem Friedhof vereinbaren
  • Terminabsprache und Trauergespräch mit dem Pfarrer oderTrauerrednerin/ Trauerredner.
  • Verfassen einer Todesanzeige sowie Gestaltung und Versand derPartezettel
  • Grabschmuck und Trauerfloristik (Blumen, Kranz, Schleifen und Kerzen) bestellen
  • Eine Gaststätte für denLeichenschmausreservieren, gegebenenfalls überlegen, was zum Totenmahl angeboten werden soll

Nach der Beisetzung

  • Wenn Sie sich danach fühlen, können SieDanksagungskartenan Freunde und Verwandte verschicken.
  • Ein paar Wochen nach der Beisetzung ist ein guter Zeitpunkt, um das Grab aufzuräumen. Gerade für ältere Hinterbliebene kann es ratsam sein, sich jetzt auch eine fortlaufendeGrabpflegezu organisieren, die Sie entlastet.
  • Im Falle einer Erdbestattung ist nach ein paar Monaten der richtige Zeitpunkt zur Kontaktaufnahme mit einemSteinmetz.Dieser berät Sie zur Gestaltung des Grabsteins. Nach etwa 6 Monaten - wenn sich das Grab gesetzt hat - kann das Grab frühestens gestaltet werden.

Abmeldungen im Todesfall bei Behörden, Ämtern und anderen Stellen

Sie haben bereits viel geschafft und vielleicht spüren Sie, dass Sie etwas Ruhe brauchen.

Um sich vor ungeplanten Rechnungen, Abbuchungen oder anderen Ansprüchen zu schützen, sollten Sie jetzt noch die Kraft aufbringen und sich um die wichtigsten Formalitäten und Abmeldungen kümmern.

Nachdem der Eintrag im Sterbebuch bereits erfolgt ist, erhalten Sie dieSterbeurkunde, die Sie jetzt für dieAbmeldung von Versicherungen, Verträgen und Institutionenbrauchen.

Es gibt Stellen, bei denen dieAbmeldung automatischerfolgt und Stellen, bei denen Sie sichaktiv abmeldenmüssen.

Stellen, bei denen eine Abmeldung im Todesfall aktiv gemeldet werden muss:

  • Arbeitgeber der verstorbenen Person
  • Behörden und Ämter (z.B. Finanzamt, Firmenbuch, Sozialamt, Grundbuch, KFZ Zulassungsbehörde)
  • Versicherungen
  • Banken
  • GIS
  • Vereine
  • Erwachsenenvertretung
  • Religionsgemeinschaften
  • weitere Verträge wie z.B. Mobilfunk, Telekabel & Internet

Folgende Stellen werden im Todesfall automatisch durch das Standesamt verständigt:

  • Dachverband der Sozialversicherungsträger
  • Staatsbürgerschaftsevidenzstelle
  • Meldebehörde des letzten Wohnsitzes
  • Wählerverzeichnis
  • Verlassenschaftsgericht
  • Zivildienstserviceagentur
  • Militär (bei österreichischen StaatsbürgerInnen zwischen 17 und 51 Jahren)
  • Statistik Austria
  • Führerscheinregister
  • AMS
  • Jugendhilfe im Falle der Minderjährigkeit

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