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Welche Dokumente werden im Todesfall benötigt?

Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Dokumente geben, welche Sie im Falle eines Ablebens benötigen, um die Bestattung zu organisieren und Behördengänge erledigen zu können.

Im Zuge der Organisation einer Bestattung werden verschiedene schon vorhandene Dokumente von sowohl dem Verstorbenene, als auch dem Auftraggeber der Bestattung benötigt. Außerdem werden einige neue Dokumente ausgestellt, das für die Hinterbliebene wichtigste ist hier die Sterbeurkunde.

Vom Verstorbenen:

  • Geburtsurkunde
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit
  • Behandlungsprotokolle des behandelnden Arztes (sofern vorhanden)
  • Heiratsurkunde (sofern vorhanden)
  • Scheidungsurkunde (sofern vorhanden)
  • Nachweis akademischer Grade (sofern vorhanden)
  • Versicherungspolizzen und Vorsorgedokumente (sofern vorhanden)

Vom Auftraggeber der Bestattung:

  • Ausweiskopie

Die folgenden Dokumente werden anschließend von verschiedenen Stellen ausgestellt:

  • Formular "Anzeige des Todes", inklusive Todesbescheinigung (Ausstellung durch Totenbeschauarzt, für Anzeig des Todesfalls beim Standesamt)
  • Leichenbegleitschein (Ausstellung durch Totenbeschaurzt, für Bestattungsunternehmen)
  • Sterbeurkunde (Ausstellung durch Standesamt, für Hinterbliebene)
Muster-Dokument "Anzeige des Todes"
Muster "Anzeige des Todes" (Quelle: RIS)

Anzeige des Todes und Totenschein

Totenschein, Feststellung des Todes und Sterbeurkunde – was ist der Unterschied?

Nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt, erfolgt durch den Totenbeschauarzt die Totenbeschau. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Behandlungsprotokolle und der Krankengeschichte des Verstorbenen stellt der Totenbeschauarzt nun die Todesursache fest und ermittelt, ob möglicherweise ein Fremdverschulden vorliegt. Anschließend stellt er folgende Dokumente aus:

  • Formular zur "Anzeige des Todes" (dieses enthält Todesbescheinigung (Totenschein))
  • Leichenbegleitschein (wichtig für Überführung des Leichnams durch ein Bestattungsunternehmen)

Mit dem Formular „Anzeige des Todes“ muss der Todesfall spätestens am nächsten Werktag beim Standesamt angezeigt werden. Dies wird in der Regel vom zuständigen Totenbeschauarzt oder der Krankenanstaltsleitung erledigt.

Das Standesamt kann nun die sogenannte Sterbeurkunde ausstellen. Diese gehört neben Geburts- und Heiratsurkunde zu den wesentlichen Personenstandsurkunde und beurkundet den Tod der betreffenden Person. Man benötigt sie beispielsweise zum Abmelden der verstorbenen Person von ihrem Wohnort.

Sterbeurkunde

Wofür benötigt man die Sterbeurkunde?

Die Sterbeurkunde ist ein unerlässliches Dokument, mit dem Sie nach einem Todesfall alle wichtigen Ab- und Ummeldungen erledigen können. Im Regelfall reicht eine Kopie der Sterbeurkunde an die betreffende Stelle aus, um im Namen des Verstorbenen aufgesetzte Verträge zu ändern oder zu kündigen. Außerdem brauchen Sie eine Sterbeurkunde, um den Todesfall den Krankenkassen zu melden und eine Lebens-, bzw. Unfallversicherung zu informieren.

Ausschnitt einer österreichischen Sterbeurkunde.
Ausschnitt einer Sterbeurkunde (Quelle: Wikimedia)

Wo kann man eine Sterbeurkunde ausstellen lassen?

Die Sterbeurkunde kann von Ihnen selbst oder Ihrem Bestatter in mehrfacher Ausführung bei dem zuständigen Amt bezogen werden. Beachten Sie bitte, dass je nach Familienstand andere Dokumente notwendig sind. Grundsätzlichen haben nur Ehepartner, eingetragene Partner und Vor- & Nachkommen, sowie Personen mit nachweisbarem rechtlichem Interesse die Möglichkeit eine Sterbeurkunde für den Verstorbenen ausstellen zu lassen.

Der Antrag auf eine Sterbeurkunde ist beim persönlichen Erscheinen kostenfrei, sollten Sie es schriftlich beantragen fallen Gebühren in Höhe von 14,30 Euro an. Die Ausstellung der Sterbeurkunde kostet in jedem Fall 9,30 Euro. Es empfiehlt sich direkt zum Standesamt zu gehen, um in weiterer Folge handlungsfähig zu sein.

Was geschieht nach der Ausstellung der Sterbeurkunde?

Nach Ausstellung der Sterbeurkunde sollten Sie Verträge und Verfügungen der/des Verstorbenen suchen und dementsprechend handeln. Darunter fallen Dokumente wie das Testament – ein Erbschein ist beim Nachlassgericht zu beantragen – oder ein Vorsorgevertrag, sowie Verfügungen bezüglich der Organspende oder beispielsweise eine Willenserklärung zur Feuerbestattung. Hat sich der Verstorbene noch zu Lebzeiten zu einer Körperspende entschieden, so ist im Todesfall das zuständige Anatomische Institut zu verständigen. Ebenfalls im Laufe der erste zwei Tage sollten Sie nun den Arbeitgeber, Verwandte und Bekannte, sowie das Pfarramt informieren, sofern Sie kirchlichen Beistand wünschen.

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Quellen:
oesterreich.gv.at (Anzeige des Todes und Sterbeurkunde)

Siehe auch:
Todesfall – Wie ist das Vorgehen im Sterbefall?
Checkliste Todesfall – Was ist bei einem Todesfall unbedingt zu erledigen?

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