Tod und Todesfall

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Tod und Todesfall 2018-08-10T13:26:12+00:00

Überblick

Erste Schritte bei einem Todesfall

Was ist im Todesfall zu tun?

Ein Todesfall ist für die Angehörigen immer tief erschütternd. Die Hinterbliebenen stehen oft unter Schock, vor allem wenn der Tod unerwartet eintritt. Dennoch müssen sich die Angehörigen unmittelbar nach dem Todesfall bis zur Beerdigung um einige Aufgaben und Formalitäten kümmern.

Zunächst muss der Tod ärztlich und offiziell festgestellt werden. Das ist in Österreich prinzipiell durch jeden Arzt möglich, egal wie dieser verständigt wurde (z.B. Notruf, Ärztefunkdienst, Gemeindearzt). Anschließend ist vom zuständigen Totenbeschauarzt (in der Regel die Gemeindeärztin/der Gemeindearzt) die Totenbeschau durchzuführen, welche im Gegensatz zur Todesfeststellung noch einige zusätzliche Informationen, wie die Todesursache und ein mögliches Fremdverschulden, beinhaltet. Vor der Totenbeschau darf an der Verstorbenen/dem Verstorbenen keine Veränderung wie zum Beispiel Umkleiden vorgenommen werden.

Sollte die/der Verstorbene alleine gewohnt haben, ist es ratsam, sich bereits innerhalb der ersten Tage nach dem Todesfall um die Wohnung der/des Verstorbenen zu kümmern und eventuell Wasser, Gas und Strom abzustellen (und ggf. auch abzumelden), sowie die Pflanzen und Haustiere zu versorgen.

Was geschieht wenn der Tod im Krankenhaus oder Pflegeheim eintritt?

Sollte der Tod in einem Pflegeheim oder Krankenhaus eingetreten sein, wird der Totenschein durch die anwesenden Ärzte ausgestellt. In Folge sollten die engsten Angehörigen informiert und die weiteren Schritte gemeinsam besprochen werden. Sollten Sie als Angehöriger eine solche Benachrichtigung erhalten, empfiehlt es sich unmittelbar den Kontakt zu einem Bestattungsunternehmen, wie zum Beispiel Benu, aufzunehmen.

Benu unterstützt Sie bei den anfallenden Aufgaben und steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Zunächst wird von uns die Überführung aus dem Krankenhaus oder dem Altenheim organisiert. Je nach Verfassung der Hinterbliebenen, der Familienkonstellation und dem letzten Willen des Verstorbenen wird dann zunächst die Bestattungsform gewählt. Oft übersehen Angehörige in dieser Zeit, dass der Verstorbene noch persönliche Gegenstände (Ausweis, Versicherungskarten, Rentenbescheid aber auch Briefe) am Sterbeort hinterlassen hat. Es kommt zwar nur selten vor, dass die Privatsachen unmittelbar entsorgt werden, doch kümmern Sie sich bitte frühzeitig darum, um sich zusätzliche Mühen im Nachgang zu ersparen.

Was geschieht wenn der Tod an einem öffentlichen Ort eintritt?

Sollte ein Angehöriger oder eine andere Person plötzlich an einem öffentlichen Ort versterben, verständigen Sie bitte den Notruf unter der Nummer 144.

Handelt es sich bei dem Notfall tatsächlich um einen Todesfall wird der zuständige Notarzt den Tod feststellen. Bei unklarer Todesursache oder Fremdverschulden wird der Leichnam anschließend in ein nahegelegenes gerichtsmedizinisches Institut oder Krankenhaus. Sollte die Todesursache jedoch klar sein, wird der Leichnam in die lokale Leichenhalle gebracht. Auch in diesem Fall sollten sich angehörige unmittelbar an ein Bestattungsunternehmen, wie zum Beispiel Benu, wenden

Dokumente und wichtige Informationen

Welche Dokumente werden im Todesfall benötigt? Was benötige ich um Verträge zu kündigen?

Unmittelbar nach dem Todesfall sollten Sie wichtige Unterlagen wie den Nachweis der Staatsangehörigkeit, die Geburtsurkunde und die Heiratsurkunde heraussuchen, da diese für die Ausstellung einer Sterbeurkunde benötigt werden. Zusammen mit diesen Dokumenten und dem Formular “Anzeige des Todes” können Sie sich die Sterbeurkunde der/des Verstorbenen ausstellen lassen.

Wo und wie kann man eine Sterbeurkunde ausstellen lassen?

Die Sterbeurkunde benötigen Sie für einige weitere Formalitäten und kann von Ihrem Bestatter in mehrfacher Ausführung bei dem zuständigen Amt bezogen werden. Beachten Sie bitte, dass je nach Familienstand andere Dokumente notwendig sind. Grundsätzlichen haben nur Ehepartner, eingetragene Partner und Vor- & Nachkommen, sowie Personen mit nachweisbarem rechtlichem Interesse die Möglichkeit eine Sterbeurkunde für den Verstorbenen ausstellen zu lassen.

Mit der Sterbeurkunde ist es Ihnen beispielsweise möglich, alle bestehenden Verträge der/des Verstorbenen zu kündigen. Außerdem brauchen Sie eine Sterbeurkunde um den Todesfall den Krankenkassen zu melden und eine Lebens-, bzw. Unfallversicherung zu informieren. Die Ausstellung einer Sterbeurkunde erfolgt im zuständigen Standesamt Ihrer Region. Auf help.gv.at können Sie mittels Eingabe Ihrer Postleitzahl das für Ihre Region zuständige Standesamt ermitteln.

Der Antrag auf eine Sterbeurkunde ist beim persönlichen Erscheinen kostenfrei, sollten Sie es schriftlich Beantragen fallen Gebühren in Höhen von 14,30 Euro an. Die Ausstellung der Sterbeurkunde kostet in jedem Fall 9,30 Euro. Es empfiehlt sich direkt zum Standesamt zu gehen, um in weiterer Folge handlungsfähig zu sein.

Was geschieht nach der Ausstellung der Sterbeurkunde?

Nach Ausstellung der Sterbeurkunde sollten Sie Verträge und Verfügungen der/des Verstorbenen suchen und dementsprechend handeln. Darunter fallen Dokumente wie das Testament – ein Erbschein ist beim Nachlassgericht zu beantragen – oder ein Vorsorgevertrag, sowie Verfügungen bezüglich der Organspende oder beispielsweise eine Willenserklärung zur Feuerbestattung. Hat sich der Verstorbene noch zu Lebzeiten zu einer Körperspende entschieden, so ist im Todesfall das zuständige Anatomische Institut zu verständigen. Ebenfalls im Laufe der erste zwei Tage sollten Sie nun den Arbeitgeber, Verwandte und Bekannte, sowie das Pfarramt informieren, insofern Sie kirchlichen Beistand wünschen.

Auswahl und Aufgaben des Bestatters

Nach welchen Kriterien wähle ich einen Bestatter aus? Was ist zu beachten?

Innerhalb der ersten zwei Tage nach dem Todesfall sollten Sie einen Bestatter auswählen. Überstürzen Sie dabei allerdings nichts und wählen Sie einen Bestatter der Ihren Bedürfnissen entspricht. Ein wichtiges Qualitätskriterium eines Bestatters ist vor allem eine qualifizierte, zuverlässige und individuelle Kundenberatung nach einem Todesfall und auch bei der Bestattungsvorsorge. Außerdem ist die transparente Auflistung aller anfallenden Kosten einer Bestattung ein absolutes Muss. Benu verreint alle diese Services und garantiert außerdem eine Erreichbarkeit rund um die Uhr um Ihnen bei allen Fragen und Bedürfnissen bestens zur Seite zu stehen. Falls die/der Verstorbene sich eine alternative Bestattungsart vorgestellt hat, ist es wichtig, dass Sie diese Information zeitgerecht Benu mitteilen. Wir beraten Sie dann gerne bezüglich Abwicklung, Durchführbarkeit und Kosten der Wünsche der/des Verstorbenen.

Wenn Sie sich für Benu entschieden haben, erfüllen wir im Todesfall wichtige Aufgaben für Sie. Zunächst wird die/der Verstorbene überführt und anschließend hygienisch erstversorgt. Daraufhin erfolgt, falls notwendig, die kosmetische Aufbereitung und bei Unfällen die Rekonstruktion des Leichnams. Benu unterstützt Sie außerdem gerne (online oder persönlich) bei der Auswahl eines Sarges oder eine Urne, sowie bei der Auswahl der Bestattungsart. Sofern Sie dies wünschen, erledigt Benu auch diverse Behördengänge, dazu zählen die Kontaktaufnahme mit dem Standesamt um die Sterbeurkunde zu erhalten, die Absprache mit dem Friedhofsträger betreffend der Grabstelle, sowie die Organisation einer christlichen oder weltlichen Trauerfeier an.

Vorbereitung auf die Bestattung

Wie bereite ich mich auf die Bestattung vor?

Gemeinsam mit Benu, oder je nach Wunsch auch allein, können Sie den Friedhof und das Grab auswählen, sowie die Grabnutzungsrechte erwerben. Danach suchen Sie mit der Friedhofsverwaltung einen Termin für die Bestattung aus. Bei einer Feuerbestattung benötigen Sie außerdem eine Genehmigung für das Krematorium.

Je nachdem, ob Sie eine geistliche oder weltliche Bestattung im Sinn haben, vereinbaren Sie einen Termin mit dem Pfarrer oder einem anderen Trauerredner Ihrer Wahl. Des Weiteren sollten Sie noch eine Todesanzeige aufsetzen und, falls Sie dies wünschen, auch Trauerkarten versenden. Haben Sie sich für ein Grab entschieden, ist als nächstes die Trauerfloristik für die Trauerhalle und das Grab bei einer Gärtnerei zu bestellen. Denken Sie dabei an Blumen, Kränze und die Trauerschleife. Auch dabei kann Ihnen Benu natürlich behilflich sein. Eine ebenfalls wichtige Entscheidung ist, wie Sie die Trauerfeier gestalten möchten. Ob im engen Kreis der Familie, oder auch entfernte Verwandte und Freunde von der/dem Verstorbenen eingeladen werden. Auch ist zu entscheiden, wer die Sarg-, bzw. Urnenträger sein sollen. Es besteht natürlich die Möglichkeit dies selbst zu übernehmen. Überstürzen Sie dabei keine dieser Entscheidungen, da eine Beisetzung doch auch sehr belastend sein kann.

Zuletzt können Sie sich noch um die Organisation des Leichenschmauses kümmern, sofern Sie dies möchten. Sie können entweder in einem Café oder einer Gaststätte Tische reservieren und eventuell auch Übernachtungsmöglichkeiten für Ihre Gäste organisieren.

Nach der Bestattung

Was ist nach der Bestattung zu beachten?
 
Im Anschluss an eine Bestattung können Sie Dankeskarten an Personen versenden, die Ihnen ihr Beileid ausgesprochen haben.
Außerdem müssen Sie oft noch diverse Formalitäten erledigen. Dazu gehört beispielsweise die Beantragung des Erbscheins beim Nachlassgericht, sofern die/der Verstorbene ein Testament verfasst hat. Des Weiteren muss das Sozial- und Finanzamt über den Sterbefall informiert werden. Als Ehepartner/in besitzen Sie auch einen Anspruch auf eine Witwenpension/Witwerpension bzw. eine Pension für hinterbliebene, eingetragene Partner/innen. Vergessen Sie nicht diverse Abonnements wie z.B. Zeitschriften, Telefon und TV-Gerät zu kündigen. Dabei ist es hilfreich, sich einen Ordner mit allen wichtigen Dokumenten, wie der Sterbeurkunde, diversen Rechnungen etc., anzulegen. Wenn die/der Verstorbene allein gelebt hat, muss die Wohnung ausgeräumt werden.

Nach einigen Wochen können Sie auch über die Grabpflege entscheiden, ob Sie dies selbst übernehmen, oder den Friedhofsbetreiber damit beauftragen. Nach ca. sechs Monaten, nachdem sich das Erdreich des Grabes wieder gesetzt hat, ist es auch möglich einen Steinmetz für die Grabeinfassung und einen Grabstein zu engagieren.

Trauerbewältigung

Was kann man für die Trauerbewältigung tun?

Nach einer Bestattung sollten Sie sich zunächst ein bisschen Ruhe gönnen, um das Geschehene zu verarbeiten, bevor Sie die abschließenden Formalitäten erledigen. Bei der Trauerverarbeitung ist gegenseitiger Halt innerhalb der Familie oder von guten Freunden eine große Hilfe. Bestimmte Rituale, wie das Besuchen der Grabstelle, das regelmäßige Anzünden einer Kerze oder das Verfassen eines Briefes an die verstorbene Person, können hilfreich sein. 

In Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen helfen sich Trauernde gegenseitig, die Phasen der Trauer zu überwinden. Professionelle Hilfe sollte man sich suchen, wenn Hinterbliebene nach langer Zeit der Trauer nicht ins Leben zurückfinden, sich Depressionen, Angsstörungen oder Süchte entwickeln oder gar Selbstmordgedanken geäußert werden.


Quellen:
help.gv.at (Meldung des Todesfalls)
help.gv.at (Dokumente im Todesfall)

Siehe auch:
Trauerratgeber – Informieren Sie sich in unserem Ratgeber über Möglichkeiten zur Trauerbewältigung
Checkliste Todesfall – Was ist bei einem Todesfall unbedingt zu erledigen?