Die islamische (oder auch muslimische) Bestattung hat einen besonderen Charakter und läuft nicht wie traditionelle westliche Beisetzungen ab. Eine islamische Bestattung läuft nach im Islam festgelegten Regeln ab. Oft werden Muslime im Heimatland ihrer Eltern beigesetzt, immer häufiger erfolgen islamische Beisetzungen aber auch in Österreich.

Die Möglichkeit dazu bietet der islamische Friedhof in Wien und mehrere kleine Friedhöfe in ganz Österreich, die Plätze für muslimische Gräber geschaffen haben. Eine muslimische Bestattung in Österreich ist somit jederzeit möglich.

Was ist eine islamische Bestattung?

  • Findet im Rahmen eines religiösen Rituals mit vorgegebenen Regeln statt
  • Verstirbt ein/e Muslim/a ist die ganze Dorfgemeinde dazu verpflichtet dafür zu sorgen, dass der/die Verstorbene nach dem islamischen Ritual bestattet wird. Es ist hierbei egal, ob man den/die Verstorbene/n kannte oder nicht.
  • Es ist immer eine Erdbestattung
  • Sie sollte schnellstmöglich und am Ort des Todes erfolgen
  • Der Leichnam wird eigentlich nur in einem Leichentuch begraben, in Österreich muss die Bestattung jedoch im Sarg erfolgen
  • Die Ausrichtung des Toten erfolgt in Richtung Mekka
Ansicht der Gräber auf einem islamischen Friedhof
Grabstätten auf einem islamischen Friedhof
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Ablauf einer islamischen Bestattung

In Vorbereitung auf die eigentliche Beerdigung des/der Verstorbenen erfolgt zunächst die Aufbereitung des Leichnams für die rituelle Zeremonie. Diese besteht aus drei Phasen und folgt einem genau vorgegebenen Ablauf:

  1. zuerst wird der Leichnam gewaschen
  2. dann eingesalbt und
  3. zuletzt für die Bestattung in Leichentücher gewickelt.

Islamische Friedhöfe & Gräber

Wussten Sie, dass es in Österreich nur 3 islamische Friedhöfe gibt?

Diese befinden sich in Wien, Graz und Altach (Vorarlberg)

Eine muslimische Bestattung ist dennoch in fast allen größeren Städten Österreichs wie Graz, Linz oder Innsbruck möglich, denn auf den jeweiligen städtischen Friedhöfen gibt es islamische Gräberfelder für die Bewohner der Städte.


Der muslimische Friedhof:

  • Prinzipiell erscheinen islamische Friedhöfe eher schlicht
  • Im Unterschied zu einer christlichen Grabstätte genießen die Toten im Islam ewiges Ruherecht

Islamische Gräber:

  • Sind gen Mekka ausgerichtet, wobei Männer und Frauen nebeneinander liegen dürfen
  • Sollten nicht mit Gegenständen oder Kerzen geschmückt werden
  • Sollten nicht dazu verwendet werden, um den Verstorbenen um etwas zu bitten oder ihn um Hilfe anzuflehen
  • Bei Schiiten darf sich das Grab nicht höher als der umgebende Erdboden Bei Sunniten ist die Graboberfläche gewölbt
Islamischer Friedhof in Wien Liesing
Islamischer Friedhof in Wien Liesing

Kosten einer islamischen Bestattung?

Die Frage, was eine muslimische Bestattung in Österreich kostet, hängt auch vom jeweiligen Friedhof ab.

Die Entgelte des Islamischen Friedhof Wien lauten

Fundamentablöse

970 Euro

Benützungsrecht der Grabstelle für jeweils 10 Jahre

590 Euro

Bereitstellungskosten einer Grabstelle

375 Euro

Benützung der Aufbahrungshalle

147 Euro

Verwaltungsabgabe IGGÖ

39,60 Euro

Kindergrabstelle-Sarggröße bis 100 cm pauschal

990 Euro

(Quelle: Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich)

Weitere Kosten der islamischen Bestattung

Basisleistungen für eine Erdbestattung

Ca. 1250 Euro

Ausrichten einer Trauerfeier

Ab ca. 350 Euro

Amtswege

75-300 Euro

Sarg

Ab ca. 300 Euro

Benützung Leichenwaschraum (Friedhöfe Wien)

Ca. 130 Euro

Leichenwaschung (Wien)

Ca. 300 Euro

Printprodukte

60-250 Euro

Gebühr Imam

Ab 100 Euro

Weitere Informationen zu Bestattungskosten

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Internationale Überführung

Informationen für eine internationale Überführung von Verstorbenen zur islamischen Bestattung

Kosten einer Überführung:

Grob geschätzt kostet der Transport einer Leiche in die Türkei rund 3.000 Euro, auf die Philippinen können es schon 6.500 Euro sein, diese sind jedoch abhängig von:

  • Dem Zielland;
    • welches Transportmittel ist notwendig?
    • spezifische Einfuhrbestimmungen (z.B. Einbalsamierung vor Überstellung in die USA)
    • Dokumente müssen in manchen Ländern durch die Botschaft legalisiert und beglaubigt werden


  • Dem Gewicht des Leichnams inkl. Sarg


Ablauf einer Leichenüberführung ins Ausland:

Schritt Durch wen? Weitere Informationen
Beauftragung eines (ev. islamischen) Bestattungsinstitutes Durch die Angehörigen · Übergabe relevanter Dokumente wie Pass, Heiratsurkunde des/der Verstorbenen, Vollmacht zur Überführung
2. Ausstellung des Toten- und Leichenbegleitscheins Durch den Amtsarzt
3. Anzeige des Todesfalles beim Standesamt für die Ausstellung der Sterbeurkunde

Durch das Krankenhaus/Pflegeheim in dem die Person verstorben ist oder

Durch den Amtsarzt

oder

Durch die Angehörigen

4. Benachrichtigung des zuständigen Konsulats, wenn der Verstorbene kein österreichischer Staatsbürger war Durch die Angehörigen
5. Abholung des Verstorbenen Durch den Bestatter
6. Anfrage und Beauftragung einer Speditionsfirma Meist durch den Bestatter Geeignete Transportmöglichkeiten werden ermittelt und z.B. Flug (ev. mit Begleitperson) wird gebucht
7. Ausstellung eines mehrsprachigen Leichenpasses Beantragung durch den Bestatter oder die Angehörigen

Beantragung bei Bezirkshauptmannschaft (außer in NÖ beim Bürgermeister, sowie in den Statutarstädten beim Magistrat)

Totenschein, Leichenbegleitschein (wird bei Totenbeschau ausgestellt), Sterbeurkunde und Bestattungsfreigabe müssen vorliegen

8. Erstellung einer Bestätigung, über die ordnungsgemäße Einsargung des Verstorbenen Durch den Bestatter
9. Einholung einer ärztlichen Bescheinigung, dass gegen die Überführung des Verstorbenen keine gesundheitlichen Bedenken bestehen

Ausgestellt vom Krankenhaus oder

von der Gerichtsmedizin oder

vom Gesundheitsamt

10. Faxen der Unterlagen an das zuständige Konsulat zur Freigabe der Beerdigung im Zielland Meist durch den Bestatter
11. Hygienische Grundversorgung und evtl. Einkleiden des Verstorbenen Durch den Bestatter
12. Einsargung in einen Überführungssarg Durch den Bestatter

Erfolgt nach internationalen Richtlinien

Mit einer Zinkeinlage

Luftdicht verlötet und zugeschraubt

In schwarzer Folie eingepackt

Dient dazu, um das evtl. Austreten von Gerüchen, biologischen Giftgasen, Bakterien und Viren zu verhindern

13. Transport des Leichnams zum z.B. Flughafen Durch den Bestatter
14. Abfertigung Durch die Zollbehörde
15. Abholung des Verstorbenen Durch ein Bestattungsunternehmen im Zielland
16. Beerdigung Durch ein Bestattungs-unternehmen im Zielland

Für Detailinformationen sehen Sie auch: help.gv.at und https://www.benu.at/ratgeber/todesfall/ueberfuehrung/

Häufig gestellte Fragen zur islamischen Bestattung

Muss eine islamische Bestattung innerhalb von 24 Stunden erfolgen?

Nach islamischer Überzeugung und aus Respekt für den Toten, sollte der Verstorbene binnen kürzester Zeit und wenn möglich innerhalb von 24 Stunden beerdigt werden. In Österreich kann dies jedoch frühestens 48 Stunden nach dem Tod erfolgen.

Wie kondoliert man bei einem muslimischen Todesfall?

Innerhalb von 3 Tagen nach dem Tod empfängt die Familie Kondolenzbesuche, danach sollten keine Beileidbekundungen mehr erfolgen.

Werden die Kosten für eine Überführung von einer Sterbeversicherung übernommen?

Es ist möglich eine Vorsorgeversicherung abzuschließen, welche die Kosten für eine Überführung in die Heimatländer und eine islamische Bestattung übernimmt.

Ist es üblich ein Essen für die Trauergemeinde zu veranstalten?

Einem Essen nach einer islamischen Bestattung wird keine religiöse Bedeutung beigemessen. Vielmehr sollten die Angehörigen der/des Verstorbenen in der Trauerzeit von den Nachbarn mit Essen versorgt werden.

Wo werden Muslime in Österreich beerdigt?

In Österreich sind viele islamischen Regeln einer Bestattung umsetzbar. Begräbnisse sind mittlerweile in fast alle größeren österreichischen Städten möglich und es gibt 3 dezidierte islamische Friedhöfe in Wien, Graz und Altach. Häufig werden Verstorbene auch in die Heimatländer (z.B. Türkei) überführt.

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