Überblick

Allgemeines

Was versteht man unter Begräbnis, Bestattung und Beisetzung?

Bildaufnahme von vier Sargträgern beim Tragen eines weißen Sarges.

Für die Verbringung des Leichnams unter die Erde hat man ursprünglich die Begriffe Begräbnis oder Beerdigung verwendet. Inzwischen verwendet man den Begriff auch für die Beisetzung der Urne bei alternativen Bestattungsformen (zum Beispiel BaumbestattungSee- oder Flussbestattung, jede Art der Naturbestattung, etc.). Bestattung beschreibt den gesamten Prozess nach dem Todesfall – die Trauerfeier samt Trauerrede bis hin zur Beisetzung. Mit Beisetzung ist die Übergabe der/des Verstorbenen an die Grabstätte gemeint.

Sie müssen eine Bestattung organisieren?

Wir helfen Ihnen dabei!

Umgangssprachlich wird oft der Ausdruck “auf ein Begräbnis gehen” verwendet – damit wird die gesamte Verabschiedung einer/eines Verstorbenen gemeint. Viele Menschen machen bei der Verwendung der Begriffe Begräbnis, Bestattung, Beerdigung oder Beisetzung keinen Unterschied und meinen damit die gesamte Zeremonie der Verabschiedung einer/eines Verstorbenen.

Möglicher Ablauf eines Begräbnisses

Sind alle Begräbnisse gleich? 

Neben den unterschiedliche Abläufen bei Erd– und Feuerbestattungen gibt es auch sonst – je nach Konfession, Region, Tradition und Wunsch der/des Verstorbenen und/oder der Hinterbliebenen – sehr viele Varianten beim Ablauf eines Begräbnisses. Der hier beschriebene Ablauf ist also als eine beispielhafte Möglichkeit zu verstehen und kann sich vom tatsächlichen Ablauf eines bestimmten Begräbnisses mitunter stark unterscheiden.

Wie läuft ein Begräbnis ab?

Wenn Sie mit Benu eine Bestattung planen, stehen Ihnen unsere fachkundigen Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite. Wenn die/der Verstorbene nicht selbst zu Lebzeiten bestimmt, wie sie/er bestattet werden möchte, fällt die Wahl über Form und Ablauf den nächsten Angehörigen zu. Ein möglicher Ablauf wäre zum Beispiel:

  • Aufbahrung
  • Trauerfeier
  • Beisetzung
  • Leichenschmaus/Totenmahl

Aufbahrung des/der Verstorbenen

Ist eine Aufbahrung gewünscht, findet diese in der Aufbahrungshalle des Friedhofes oder des Bestatters, des Krankenhauses, der Friedhofskapelle oder (nach Genehmigung des Totenbeschauarztes und in Abhängigkeit von den Landesgesetzen, bzw. der Gemeindeverordnung) zu Hause statt. Die Angehörigen können sich hier von der/dem Verstorbenen persönlich und in aller Ruhe verabschieden. Es ist jedoch von Region zu Region unterschiedlich, wie die Aufbahrung gehandhabt wird – häufig wird der Sarg am Vortag des Begräbnisses aufgebahrt.

Die Trauerfeier

Die Trauerfeier kann an verschiedenen Orten abgehalten werden – im Krematorium, am Grab, in der Kirche oder Kapelle oder in der Aufbahrungs- oder Trauerhalle. Bei einer Feuerbestattung kann die Trauerfeier am Sarg vor der Kremierung stattfinden oder nach der Kremierung, in diesem Fall verabschiedet man sich an der Urne.

Aufnahme eines Trauernden mit weißem Blumenstrauß und Rosenkranz

Bei Trauerfeiern mit vielen Trauergästen kann es sein, dass man sich beim Eintreffen anstellen muss, um sich vom Sarg/der Urne zu verabschieden. Wir empfehlen daher, rechtzeitig vor Beginn der Trauerfeier einzutreffen – bei einer großen Anzahl an Trauergästen haben Sie somit Zeit, alles auf sich wirken zu lassen. Es üblich, den anwesenden Angehörigen, die in den ersten Reihen der Sitzbänke Platz genommen haben, die Hand zu geben und Beileid auszusprechen. Manche Hinterbliebene möchten jedoch nicht, dass man ihnen Beileid ausspricht – dies wäre dann auf der Todesanzeige oder Parte vermerkt und daran sollte man sich auf jeden Fall auch halten.

Beisetzung

Bei einer kirchlichen Beisetzung am Grab hält der Priester eine Beisetzungszeremonie. Im Zuge einer Feuerbestattung kann es sein, dass die Beisetzung – beispielsweise ins Familiengrab – nur im engsten Familienkreis erfolgt.

Leichenschmaus

Nach der Beisetzung kann ein Leichenschmaus (auch Totenmahl) stattfinden, zu dem man von den Angehörigen zumeist vorab persönlich eingeladen wird.

Individuelle Abläufe

Begräbnisse können auch anders als hier erwähnt gestaltet werden – beispielsweise kann im engsten Familienkreis eine Andacht am Grab abgehalten werden, im Zuge deren die Beisetzung stattfindet. Das Abschiednehmen kann auch vor der Einäscherung direkt im Krematorium stattfinden. Danach wird der Sarg abgeholt und nach der Kremierung kann die Urne im engsten Familienkreis oder auch anonym beigesetzt werden.

Wie unterscheiden sich Feuer- und Erdbestattung?

Obwohl Erdbestattungen in Österreich immer noch am häufigsten durchgeführt werden, entschließen sich immer mehr Menschen zu einer Feuerbestattung. Wie bei der Erdbestattung wird die Urne einem Erdgrab oder auf Wunsch auch im Zuge einer Naturbestattung der Natur übergeben.

Es gibt einige Möglichkeiten, die Urne beizusetzen – traditionelle oder alternative Bestattungsarten werden nach den Wünschen der/des Verstorbenen gewählt.

Die Rolle von Benu

Welche Rolle übernimmt Benu?

Benu kümmert sich zusammen mit unseren Partner-Bestattern um die Ankleidung und Einbettung der/des Verstorbenen, die Abholung, Aufbahrung, Behördenwege und den Ablauf und die Organisation der Trauerfeier und Durchführung der von Ihnen gewünschten Bestattungsart.

Wir haben einige Leistungen für Sie zusammengefasst, welche Benu für Sie übernehmen kann:

  • Verständigung des Totenbeschau-Arztes
  • Abholung, Ankleidung, Einsargung und die Überführung zum Friedhof
  • Überführungen im Inland und ins Ausland
  • Beratung bezüglich Ihrer individuellen Bestattungsart
  • Beurkundung am Standesamt
  • Gestaltung der Trauerfeier
  • Benachrichtigung der zuständigen Pfarre
  • Organisation eines Nachrufsprechers/einer Nachrufsprecherin
  • Gestaltung und Druck von Partezetteln, Gedenkbildern, Danksagungen
  • Verrechnung mit der Friedhofsverwaltung

Benu und steht Ihnen im Trauerfall beratend zur Seite. Lassen Sie sich bei der Auswahl des Sarges und der Urne die Unterstützung zukommen, die für Sie wichtig ist. Mit Benu können Sie außerdem auch online eine Vorauswahl treffen.

Religiöse und weltliche Begräbnisse

Weltliches Begräbnis

Bei einer weltlichen (zivilen) Bestattung wird bewusst auf alle kirchlichen Zeremonien verzichtet. Der Trauerredner ist dabei ebenfalls kein Vertreter einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft. Die Trauerfeier orientiert sich dabei in der Regel an der Lebensauffassung der/des Verstorbenen und würdigt noch einmal ihr/sein Leben. Bei der Abschiednahme sind Ihrer Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt.

Christliches Begräbnis

Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass es bei katholischen und evangelischen Trauerfeiern in der Regel nur kleine Unterschiede gibt. Traditionell besteht eine christliche Bestattung aus zwei Teilen. Einerseits gibt es die Trauerfeier, die üblicherweise in kleinen Kapellen direkt auf, oder in der Nähe des Friedhofs abgehalten werden. Dort wird der Leichnam aufgebahrt und den Angehörigen die Möglichkeit geboten, sich zu verabschieden.

Nach der Trauerfeier kommt es zum zweiten Teil, der Zeremonie an der Grabstätte. Der Weg zum Grab ist der sogenannte Leichenzug. In der Regel werden am Grab noch einmal letzte Worte eines geistlichen Vertreters gesprochen und im Anschluss daran können die Trauergäste symbolisch eine Schaufel Erde oder auch manchmal eine Blume auf den Sarg oder die Urne werfen.

Bildaufnahme eines christlichen Kreuzes vor einem stimmungsvollen Sonnenhintergrund.

Muslimisches Begräbnis

Bei einer muslimischen Bestattung findet das Begräbnis bereits am Tag des Todesfalls statt. Grabschmuck und die Pflege der Grabstättesind in der Regel nicht erwünscht. Der Leichnam wird in Leintücher gewickelt und ohne Sarg, auf der rechten Schulter liegend in Blickrichtung nach Mekka begraben. Die einzige Abweichung von den Regeln des Islam hierzulande ist, dass Bestattungen ohne Sarg oder Urne nicht zulässig sind und die/der Verstorbene somit in einem Weichholzsarg und nicht nur im Leintuch beerdigt werden kann. Feuerbestattungen sind im Islam ebenfalls nicht erlaubt, wodurch auch eine Urnenbestattung oder alternative Bestattungsformen keine Option darstellen.

Bildaufnahme einer geöffneten Koranseite.

Jüdisches Begräbnis

Bei einem jüdischen Begräbnis ist die/der Verstorbene immer in weiß gekleidet und wird in einem einfachen Holzsarg bestattet. Auch eine jüdische Bestattung sollte möglichst rasch nach Eintritt des Todesstattfinden. Es sind weder Blumenschmuck noch Musik auf der Trauerfeier gestattet, Singen ist jedoch erlaubt. Die Trauerrede wird von einem Rabbiner gehalten. Nach der Bestattung, aber noch Verlassen des Friedhofs, ist es üblich sich in einem symbolischen Akt die Hände zu waschen.

Bildaufnahme von betenden Männern vor der Klagemauer.

Buddhistisches Begräbnis

Ein buddhistisches Begräbnis findet zunächst nicht statt, da nach dem Tod der Leichnam vorher im Haus der Familie aufgebahrt wird und durch Gesang Abschied genommen wird.

In der buddhistischen Lehre ist der Tod allerdings nur eine Station, denn der Geist der/des Verstorbenen lebt in anderer Gestalt weiter. Nachdem Abschied genommen wurde, wird der Leichnam eingeäschert und die Asche beerdigt. Dies ist in Österreich allerdings nur sehr selten möglich, da ein Leichnam nicht so lange zu Hause aufgebahrt werden darf und eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden muss.

Begräbniskosten

Wie hoch sind die Kosten für ein Begräbnis?

Mit den Kosten für ein Begräbnis sind in der Regel sämtliche Bestattungskosten gemeint, da es nicht die Möglichkeit gibt, eine Bestattung an mehrere Unternehmen zu verteilen und sich die jeweils besten Angebote für Trauerfeier, Begräbnis etc. zu sichern.

Die genaue Aufschlüsselung der einzelnen Preisfaktoren stellt sich hier leider oftmals als sehr intransparent heraus (siehe Infografik). Benu ist daher sehr bemüht, Ihnen einen unkomplizierten und transparenten Kostenvoranschlag zu bieten, bei dem Sie auch vor der Kaufentscheidung genau wissen, was wieviel kosten wird.

Balkendiagramm über die Verfügbarkeit von Online Preislisten bei Österreichischen Bestattern. Die überwiegende Mehrheit hat keine Online-Preislisten. Datenquelle ist Addendum.
Verfügbarkeit von Online Preislisten bei Österreichischen Bestattern (Datenquelle: Addendum)

Die genauen Kosten für ein Begräbnis können je nach Art der Bestattung und dem Umfang der Trauerfeier stark variieren. In der Regel können Sie bei einer Erdbestattung jedoch mit Kosten von ca. 4.000,- bis 6.000,- Euro rechnen. Meist ist eine Feuerbestattung die günstigere Variante und kostet ab ca. 4.500,- Euro.

Auch alternative Bestattungsarten wie beispielsweise Naturbestattungen sind oft kostengünstiger als eine traditionelle Erdbestattung, da die Instandhaltung des Grabes entfällt.

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Quellen:
wikipedia.org (Bestattung)
help.gv.at (Todesfall in einer Wohnung)
vol.at (Bestattung)

Siehe auch:
Bestattungsarten – Welche unterschiedlichen Bestattungsarten gibt es?
Trauerfeier – Informationen zu Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten

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