Begräbnis, Bestattung, Beerdigung oder Beisetzung - Was ist was?

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Stefan Atz

Verfasst von Stefan Atz

12. August 2021Lesezeit: 11 Minuten

Stefan Atz

Begräbnis, Beisetzung und Beerdigung

Unterschied zwischen Begräbnis, Bestattung und Beisetzung

Die drei Begriffe, die heute als Synonyme verwendet werden, hatten ursprünglich unterschiedliche Bedeutungen.

Für die Verbringung des Leichnams unter die Erde hat man ursprünglich die Begriffe Begräbnis oder Beerdigung verwendet.

Inzwischen verwendet man den Begriff auch für die Beisetzung der Urne bei alternativen Bestattungsformen zum Beispiel einer Baumbestattung, See- oder Flussbestattung und weiteren Arten der Naturbestattung.

Der Begriff Bestattung beschreibt den gesamten Ablauf nach dem Todesfall – die Trauerfeier samt Trauerrede bis hin zur Beisetzung.

Mit Beisetzung ist die Übergabe der oder des Verstorbenen an die Grabstätte gemeint. Viele Menschen machen bei der Verwendung der Begriffe Begräbnis, Bestattung, Beerdigung oder Beisetzung keinen Unterschied mehr und meinen damit die gesamte Zeremonie.

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Ablauf einer Erdbestattung in Österreich

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufbahrung (Möglichkeit zur Verabschiedung)
  • Trauerfeier in der Friedhofskapelle
  • Christliche Trauerfeier, bestehend aus Gottesdienst und Prozession zum Friedhof
  • Beisetzung: Hinablassen und Einsegnen am Grab, Abschiednehmen am offenen Grab, Beileidsbekundung
  • Leichenschmaus bzw. Totenmahl

Bitte beachten Sie, dass der Ablauf der Feier von regionalen Traditionen und Bräuchen abhängt.

Sollten Sie der Empfänger von Beileidsbekundungen sein, können Sie sich neben das Grab stellen. Sollten Sie dies nicht wünschen, ist es ratsam, sich weiter weg von der Grabstätte zu positionieren. So signalisieren sie, dass eine persönliche Beileidsbekundung nicht erwünscht ist.

Es ist möglich, bereits vorab in Trauerkarten oder der Traueranzeige zu verlautbaren, dass eine Kondolenz am Grab nicht erwünscht ist.

Welcher Bestatter ist zuständig?

Viele Menschen entscheiden sich aufgrund von Empfehlungen oder eigener Recherche für einen Bestatter. Grundsätzlich können Sie jeden Bestatter beauftragen, unabhängig vom Sterbeort oder auch von Ihrem Wohnort.

Achten Sie beim Vergleich von Angeboten auf :*- transparente Kostenübersicht

  • vollständige Auflistung aller Bestandteile (z.B. externe Gebühren und Friedhofskosten)
  • ein schriftliches Angebot
  • Rezensionen und Meinungen von Kunden z.B. auf Google
  • Verfügbarkeit über Telefon, persönlichen Kontakt oder WhatsApp*

Ein Trauerfall ist immer ein emotionaler Ausnahmezustand. Über alle Modalitäten bezüglich der Organisation eines Begräbnisses Bescheid zu wissen, ist für alle Betroffenen unmöglich. Wenn Sie Fragen haben - Wir von Benu sind rund um die Uhr unter 01 907 68 85 für Sie erreichbar.

Welche Bestattungsart soll ich wählen?

Einen Überblick über die verschiedenen Bestattungsarten finden Sie hier.

Die Entscheidung, welche Begräbnisform nun die Richtige ist, ist nicht immer einfach und hängt von verschiedenen Faktoren ab: Was waren die Wünsche der verstorbenen Person oder wie stellt man sich selbst das Begräbnis eines geliebten Menschen vor?

Prinzipiell unterscheidet man zwischen Erdbestattung und einer Feuerbestattung.

Bei einer Erdbestattung wird der Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Dies ist die traditionellste Form der Bestattung in Österreich.

Bei einer Feuerbestattung findet grundsätzlich immer zuerst eine Kremation (Verbrennung) statt. Die Asche der verstorbenen Person wird in der Folge in eine Aschekapsel und in eine Schmuckurne gegeben. Im Anschluss daran gibt es verschiedene Arten, wie man mit der Urne verfährt.

Eine Grabbeisetzung der Urne am Friedhof ist möglich und kann vom Ablauf wie eine traditionelle Erdbestattung gestaltet werden.Ebenfalls möglich sind sogenannte Naturbestattungen, wie die Bestattung in einem Baumfriedhof oder die Beisetzung in der Donau.

Ein weiterer, ausschlaggebender Faktor ist der preisliche Rahmen.

Naturbestattungen bzw. Feuerbestattungen sind weniger kostenintensiv als Erdbestattungen. Große Kostenblöcke wie Steinmetzarbeiten, Grabnutzungsgebühr oder Grabeinfassungen entfallen hierbei.

Kosten für Grabpflege und Verlängerung der Grabnutzung entfallen zusätzlich.

Eine würdevolle Bestattung muss keine Frage des Geldes sein. Der Verlust eines lieben Menschen schmerzt schon genug.

Um Angehörigen eine Alternative zu bieten, haben wir mit unserem Partner Clever Bestattung eine kostengünstige und würdevolle Möglichkeit geschaffen. Für einen unschlagbaren Preis erhalten Sie dort alle essentiellen Leistungen Ihrer gewünschten Bestattungsart.

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Wenn für Sie vor allem Kosten der ausschlaggebender Faktor sind, können Sie sich in unserem Artikel über Begräbnis- & Bestattungskosten informieren.

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In unserem Begräbniskosten-Rechner haben Sie außerdem die Möglichkeit, eine Bestattung ganz nach Ihren Wünschen zu planen und direkt einen transparenten und unverbindlichen Kostenvoranschlag zu erhalten.

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Wann sollte eine Bestattung stattfinden?

In der Regel werden Bestattungen in einem Zeitraum von etwa einer Woche nach dem Ableben des Verstorbenen abgehalten, selbstverständlich sind auch frühere Termine möglich.

Zu bedenken ist allerdings, dass die Planung eines Begräbnisses mit einem nicht unerheblichen organisatorischen Aufwand verbunden ist und dass es aufgrund von Feiertagen, dem Postversand von Parten und der Verfügbarkeit von z.B. Trauerhallen zu Verzögerungen kommen kann.

Auch Begräbnisse, die erst etwa zwei Wochen nach dem Tod stattfinden, sind daher keine Seltenheit.

Rechtlich empfiehlt sich jedoch, dass Hinterbliebene relativ zeitnah mit der Planung der Bestattung beginnen sollten, unabhängig vom tatsächlich gewünschten Tag des Begräbnisses.

Ist nämlich nach einer bestimmten Frist (in den meisten Bundesländern 5-6 Werktage) noch keine Bestattung von den Hinterbliebenen selbst in Auftrag gegeben worden, wird diese automatisch von der zuständigen Behörde veranlasst.

Häufige Fragen zum Begräbnis

Die Rolle von Benu

Benu kümmert sich zusammen mit unseren Partner-Bestattern um die Ankleidung und Einbettung der/des Verstorbenen, die Abholung, Aufbahrung, Behördenwege und den Ablauf und die Organisation der Trauerfeier und Durchführung der von Ihnen gewünschten Bestattungsart.

Leistungen, welche Benu für Sie übernehmen kann

  • Verständigung des Totenbeschau-Arztes
  • Abholung, Ankleidung, Einsargung und die Überführung zum Friedhof
  • Überführungen im Inland und ins Ausland
  • Beratung bezüglich Ihrer individuellen Bestattungsart
  • Beurkundung am Standesamt
  • Gestaltung der Trauerfeier
  • Benachrichtigung der zuständigen Pfarre
  • Organisation eines Nachrufsprechers/einer Nachrufsprecherin
  • Gestaltung und Druck von Partezetteln, Gedenkbildern, Danksagungen
  • Verrechnung mit der Friedhofsverwaltung

Benu steht Ihnen im Trauerfall beratend zur Seite. Lassen Sie sich bei der Auswahl des Sarges und der Urne die Unterstützung zukommen, die für Sie wichtig ist. Mit Benu können Sie außerdem online eine Vorauswahl treffen.

Religiöse und weltliche Begräbnisse

Weltliches Begräbnis

Bei einer weltlichen (zivilen) Bestattung wird bewusst auf alle kirchlichen Zeremonien verzichtet. Der Trauerredner ist dabei ebenfalls kein Vertreter einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft.

Die Trauerfeier orientiert sich dabei in der Regel an der Lebensauffassung der oder des Verstorbenen und würdigt noch einmal ihr bzw. sein Leben. Bei der Abschiednahme sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Christliche Bestattung

Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass es bei katholischen und evangelischen Trauerfeiern in der Regel nur kleine Unterschiede gibt. Traditionell besteht eine christliche Bestattung aus zwei Teilen.

Einerseits gibt es die Trauerfeier, die üblicherweise in kleinen Kapellen direkt auf, oder in der Nähe des Friedhofs abgehalten werden. Dort wird der Leichnam aufgebahrt und den Angehörigen die Möglichkeit geboten, sich zu verabschieden.

Nach der Trauerfeier kommt es zum zweiten Teil, der Zeremonie an der Grabstätte. Der Weg zum Grab ist der sogenannte Leichenzug.

In der Regel werden am Grab noch einmal letzte Worte eines geistlichen Vertreters gesprochen und im Anschluss daran können die Trauergäste symbolisch eine Schaufel Erde oder auch manchmal eine Blume auf den Sarg oder die Urne werfen.

Kreuz im Sonnenuntergang

Muslimisches Begräbnis

Bei einer muslimischen Bestattung findet das Begräbnis bereits am Tag des Todesfalls statt. Grabschmuck und die Pflege der Grabstätte sind in der Regel nicht erwünscht.

Der Leichnam wird in Leintücher gewickelt und ohne Sarg, auf der rechten Schulter liegend in Blickrichtung nach Mekka begraben. Die einzige Abweichung von den Regeln des Islam hierzulande ist, dass Bestattungen ohne Sarg oder Urne nicht zulässig sind und die/der Verstorbene somit in einem Weichholzsarg und nicht nur im Leintuch beerdigt werden kann.

Feuerbestattungen sind im Islam ebenfalls nicht erlaubt, wodurch auch eine Urnenbestattung oder alternative Bestattungsformen keine Option darstellen.

Koran

Jüdische Bestattung

Bei einem jüdischen Begräbnis ist die/der Verstorbene immer in weiß gekleidet und wird in einem einfachen Holzsarg bestattet. Auch eine jüdische Bestattung sollte möglichst rasch nach Eintritt des Todesstattfinden.

Es sind weder Blumenschmuck noch Musik auf der Trauerfeier gestattet, Singen ist jedoch erlaubt. Die Trauerrede wird von einem Rabbiner gehalten.

Nach der Bestattung, aber noch Verlassen des Friedhofs, ist es üblich sich in einem symbolischen Akt die Hände zu waschen.

Klagemauer

Buddhistisches Begräbnis

Ein buddhistisches Begräbnis findet zunächst nicht statt, da nach dem Tod der Leichnam vorher im Haus der Familie aufgebahrt wird und durch Gesang Abschied genommen wird.

In der buddhistischen Lehre ist der Tod allerdings nur eine Station, denn der Geist der oder des Verstorbenen lebt in anderer Gestalt weiter. Nachdem Abschied genommen wurde, wird der Leichnam eingeäschert und die Asche beerdigt.

Dies ist in Österreich allerdings nur sehr selten möglich, da ein Leichnam nicht so lange zu Hause aufgebahrt werden darf und eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden muss.

Begräbniskosten

Die Kosten für ein Bestattung sind je nach Bestattungsart und Beisetzungsort sehr unterschiedlich. Eine beispielhafte Erdbestattung in Wien schlüsselt sich folgendermaßen auf (ohne Drittkosten, wie z.B. Friedhofsgebühren):

Hier finden Sie alle Informationen zu einer Bestattung in Wien

Leistungen ErdbestattungVonBis
Basisleistungen Bestatter1.250 €1.950 €notwendig
Sarg300 €1.400 €notwendig
Trauerfeier350 €5400 €optional
Blumenschmuck75 €275 €optional
Printprodukte60 €250 €optional
Trauerredner295 €490 €optional
Digitaler Nachlass200 €200 €optional
Live-Musik490 €750 €optional
Grabkreuz90 €145 €optional
Summe3.110 €6.000 €

Mit den Kosten für ein Begräbnis sind in der Regel sämtliche Bestattungskosten gemeint, da es nicht die Möglichkeit gibt, eine Bestattung an mehrere Unternehmen zu verteilen und sich die jeweils besten Angebote für Trauerfeier, Begräbnis etc. zu sichern.

Wie sie der Grafik entnehmen können, bieten nur die allerwenigsten österreichischen Bestatter eine transparente Auflistung ihrer Preise online an (Datenquelle: Addendum).

online_preislisten.png

In unserem Artikel zum Thema Bestattungskosten haben wir daher übersichtlich und transparent alle unterschiedlichen Kostenfaktoren für eine beispielhafte Erd-, oder Feuerbestattung in Wien aufgelistet.

Diese Kosten können sich jedoch regional mitunter deutlich unterscheiden. Wenn Sie also ein direkt auf Sie zugeschnittenes Angebot erhalten möchten, können Sie sich ein solches in nur wenigen Minuten in unserem Konfigurator zusammenstellen.

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Quellen

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