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Sargträger: Die letzten Wegbegleiter für einen würdevollen Abschied

Maria Steinwender

Verfasst von Maria Steinwender

25. November 2021Lesezeit: 4 Minuten

Maria Steinwender

Sargträgerinnen und Sargträger haben einen verantwortungsvollen Beruf - geben sie doch einem oder einer Verstorbenen das letzte Geleit. Bei einer Beerdigung haben sie die Aufgabe, den Sarg von der Friedhofskapelle oder Trauerhalle zur Grabstelle zu bringen und diesen in die Erde abzusenken. Hier erfahren Sie, was es sonst noch über Sargträger und deren Aufgaben im Rahmen einer Beerdigung zu wissen gibt.

Berufsbild des Sargträgers

Was ist ein Sargträger?

Wie die Berufsbezeichnung schon verrät, handelt es sich dabei um eine Person, deren Aufgabe es ist, bei einer Bestattung den Sarg von der Trauerfeier oder dem Friedhofseingang bis zur ausgehobenen Grabstätte zu bringen. Am Land ist es manchmal üblich, dass die Sargträger aus dem privaten Umfeld des oder der Verstorbenen kommen - bei Landwirten sind dies etwa oft die angrenzenden Nachbarn. Für gewöhnlich werden sie jedoch vom Bestatter, der Friedhofsverwaltung oder der Stadtverwaltung gestellt.

Wenn es sich um eine Feuerbestattung handelt, wobei die Asche des oder der Verstorbenen in einer Urne beigesetzt wird, sind keine Sargträger erforderlich.

Der Beruf des Sargträgers existiert, seit es Bestattungen gibt.

Aufgaben des Sargträgers

Was sind die Aufgaben eines Sargträgers?

Meist wird das Tragen des Sarges von zwei bis drei Sargträgern auf jeder Seite des Sarges übernommen. Gegangen wird nach dem Josefinischen Protokoll, im Gleichschritt, mit dem linken Fuß beginnend. Langsamen Schrittes tragen die Sargträger den Sarg und gehen voraus, während die Angehörigen und die Trauergesellschaft folgen. Der Weg zur Grabstätte kann, je nachdem wie der Friedhof ausgelegt ist, sehr lang und das Tragen des Sarges kann sehr schwer werden. Ist das der Fall, können Sargträger einen Konduktwagen zur Hilfe nehmen. Dies ist ein Wagen, auf dem der Sarg transportiert wird.

Am Grab angekommen, wird der Sarg von den Sargträgern in die frisch ausgehobene Erdgrube abgesenkt. Dies kann per Hand oder maschinell erledigt werden.

Wieviele Sargträger braucht man?

Meist benötigt man vier bis sechs Trägerinnen und Träger für einen Sarg. Aus diesem Grund sind die meisten Erdsärge mit sechs Griffen versehen. Wenn ein hoher Würdenträger oder andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beerdigt wird, können auch acht Sargträger zum Einsatz kommen - der Sarg wird dann häufig geschultert.

Dürfen auch Angehörige den Sarg tragen?

Sargträger werden vom Bestatter oder vom Friedhof bestellt. Als Hinterbliebener müssen Sie sich nicht darum kümmern.

Es ist aber durchaus erlaubt, dass Freunde oder Familienmitglieder oder sonstige enge Vertraute den Sarg über den Friedhof tragen. Das ist allerdings nicht zu empfehlen - ein Sarg ist sehr schwer. Mit dem oder der Verstorbenen kommen oft schnell mehr als 200 Kilogramm zusammen. Zudem sollte auch die Würde der Zeremonie gewahrt werden, was eine gewisse Routine voraussetzt. Damit das Absenken gleichmäßig aussieht, braucht es ein eingespieltes Team. Daher raten wir, dass erfahrene Sargträger diese Aufgabe übernehmen sollten.

Blumen am Friedhof

Typische Eigenschaften eines Sargträgers

Zurückhaltend, ruhig, diskret, kräftig

Da der Anlass eine Bestattung ist, sollten Sargträger immer seriös und gepflegt auftreten. Sargträger sollten sich untereinander mit nur wenigen Worten verständigen können, da es bei einer Beerdigung als unhöflich gilt, viel zu reden. Die Arbeit selbst wird meist schweigend verrichtet. Zum Anforderungsprofil gehören außerdem Ausdauer, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

Sargträger brauchen eine robuste Konstitution, da sie zu jeder Jahreszeit im Freien arbeiten. Außerdem sollten Sie über viel körperliche Kraft verfügen, um einen Sarg mitsamt dem Verstorbenen anheben, transportieren und ins Grab absenken zu können: Durchschnittlich wiegen Verstorbene 70 bis 80 Kilo. Dazu kommt das Gewicht vom Sarg, das ebenfalls an die 80 Kilo beträgt. Dafür braucht man schon jede Menge Kraft.

Ihnen ist nicht egal, wie Sie unter die Erde kommen? Planen Sie heute noch Ihre Bestattung nach Wunsch!

Wie wird man Sargträger?

Arrangeure und Sargträger werden unter dem Begriff Konduktpersonal zusammengefasst. Wenn Sie als Sargträger oder Sargträgerin arbeiten möchten, fragen Sie am besten beim Friedhof, bei einem Bestatter oder bei der Stadtverwaltung nach. Offene Stellen wurden bisher oft als Mini-Jobs mit rüstigen Pensionisten oder Frühpensionisten besetzt, doch in letzter Zeit werden auch Studenten und andere junge Leute angesprochen, die einen Job suchen. Auch wir bei Benu sind ständig auf der Suche nach Sargträgern und Sargträgerinnen - wenn Sie neugierig geworden sind, schauen Sie sich gerne auf unserer Jobseite um.

Arbeitszeit ist meist 40 bis 45 Stunden im Monat, je nachdem, wie viele Beerdigungen anfallen. Pro Beerdigung bekommt ein Sargträger um die 30€. Trinkgeld gilt als verpönt.

Häufig gestellte Fragen

Die Aufgabe eines Sargträgers ist es, den Sarg auf der Tumba in der Trauerhalle aufzubahren, nachdem ihn der Abholdienst aus der Leichenhalle geholt hat. Nach der feierlichen Verabschiedung tragen vier bis sechs Sargträger – je nach Gewicht der oder des Verstorbenen – den Sarg zum Auto oder zum Bahr- bzw. Konduktwagern und führen den Verstorbenen bzw. die Verstorbene dann zum Grab. Danach senken sie den Sarg ins frisch ausgehobene Erdgrab.

Es gibt keine direkte Ausbildung. Häufig haben Totengräber eine Ausbildung als Gärtner oder Landschaftsbauer absolviert. Wenn Sie als Totengräber arbeiten möchten, erkundigen Sie sich am besten bei der örtlichen Friedhofsverwaltung oder bei einer Friedhofsgärtnerei nach offenen Stellen, oder Sie fragen jemanden, der bereits als Totengräber arbeitet.

Es ist nicht notwendig, Sargträgern ein Trinkgeld zu geben.

In manchen Gegenden ist es auch heute noch üblich, dass die Sargträger am Grab ihre Handschuhe ausziehen und mit in die Erdgrube werfen. Dies ist ein alter Brauch, mit dem die Sargträger symbolisch die Berührung mit dem Tod abstreifen.

Quellen

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