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Alles Wissenswerte zur Grabauflösung und Einebnung

Maria Steinwender

Verfasst von Maria Steinwender

24. November 2021Lesezeit: 5 Minuten

Maria Steinwender

Ein Grab ist der wichtigste Erinnerungsort für die Hinterbliebenen. Was man jedoch bedenken sollte: Nach Ablauf der Ruhezeit läuft ebenso das Nutzungsrecht für eine Grabstätte aus. Wird diese nicht verlängert, kommt es zur Grabauflösung.

Auflösung eines Grabes - das Wichtigste im Überblick

Das Benützungsrecht an einer Grabstelle endet in den folgenden Fällen:

  • Nach Ablauf der Zeitdauer, für welche das Benützungsrecht bezahlt wurde (In Wien erfolgt keine individuelle Verständigung bei Ablauf des Nützungsrechts!). Eine Grabverlängerung ist auch online über das Service Digitales Grab (→ Friedhöfe Wien GmbH) möglich.
  • Aberkennung des Benützungsrechtes, falls die Grabstelle trotz erfolgter schriftlicher Aufforderung nicht innerhalb einer festgesetzten Frist in einen baulich und gärtnerisch ordnungsgemäßen Zustand gebracht wurde
  • Nach Ablauf der Mindestruhezeit von meist 10 Jahren kann ein Grab aufgelöst werden bzw. eine Umbettung des Verstorbenen in ein anderes Grab erfolgen. Genauere Informationen zum Thema Umbettung eines Grabes und den Kosten finden Sie in unserem Ratgeber.
  • Die Kosten einer Grabauflösung sind von den Hinterbliebenen zu zahlen. Sie unterscheiden sich je nach Friedhof und können zwischen 150 und 500€ liegen.
  • Ein Grab kann vorzeitig aufgelöst werden, wenn es keine Hinterbliebenen gibt, die das Grab pflegen.

Alles Wichtige rund ums Grab

Was ist eine Grabauflösung?

Nach Ablauf der Ruhezeit für eine Grabstätte gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder lassen die Angehörigen ihr Nutzungsrecht erneuern oder das Grab wird aufgelöst. Bei einer Grabauflösung wird die Ruhestätte abgeräumt und eingeebnet. Anschließend kann sie neu belegt werden.

Ruhefristen für Gräber im Überblick

Ruhezeit oder Ruhefrist bezeichnet den Zeitraum, in welchem eine Grabstätte nicht aufgelöst oder anderweitig gestört werden darf.

  • Die übliche Ruhezeit für Urnengräber beträgt zwischen 10 und 20 Jahren.
  • Erdgräber haben meist eine Ruhezeit zwischen 20 und 30 Jahren.
  • Die Ruhefrist ist vorgeschrieben, damit sich der Sarg oder die Urne mit den sterblichen Überresten zersetzen kann.
  • Wie lange dies dauert, hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab - lehmige Böden haben eine Ruhezeit von bis zu 40 Jahren.

Das Nutzungsrecht verlängern

  • Bei einem Wahlgrab kann das Nutzungsrecht beliebig oft verlängert werden. Zusätzlich verlängert sich bei jeder Beisetzung das Nutzungsrecht um die volle Dauer der Ruhezeit.
  • Reihengräber können nicht verlängert werden - nach Ablauf der Nutzungszeit erlischt das Nutzungsrecht.

Wenn Sie individuelle Fragen zur Grabauflösung haben, beraten wir Sie gern jederzeit telefonisch oder sind per Mail für Sie erreichbar.

Wer bezahlt eine Grabauflösung?

Die Kosten einer Grabauflösung sind von den Hinterbliebenen zu tragen. Sie unterscheiden sich von Friedhof zu Friedhof und hängen von der Größe der Grabstätte und dem Aufwand ab, welche die Grabauflösung verursacht.Wenn auch noch den Grabschmuck oder sogar der Grabstein zu entfernen sind, entstehen zusätzliche Kosten. Meist liegen die Kosten einer Grabauflösung zwischen 150 und 500€.

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Verlängerung des Grabnutzungsrechts

Für gewöhnlich wird ein Nutzungsrecht für Grabstellen je nach Art des Grabes für zehn Jahre vergeben. Die genauen Regelungen erfahren Sie von der jeweils zuständigen Friedhofsverwaltung.

Meist wird kurz vor Ablauf der Nutzungsdauer an der Amtstafel (Friedhof, Gemeinde) bekannt gegeben, wann das Grabnutzungsrecht endet. Die bzw. der Benützungsberechtigte wird per Post darüber verständigt. In der Verständigung finden sich auch alle notwendigen Informationen (Grabnummer etc.) zur Grabverlängerung.

Ganz wichtig - In Wien erfolgt keine individuelle Verständigung durch die Friedhofsverwaltung. Die Verstorbenen- und Grabstellendaten sind elektronisch erfasst. Sie erhalten bei einer Abfrage u.a. die Information, wann ein bestehendes Grabnutzungsrecht ausläuft, und können dieses auch online verlängern.

Voraussetzung, Fristen und Ablauf für die Verlängerung des Grabnutzungsrechts

Es braucht dazu lediglich ein bereits bestehendes Nutzungsrecht eines Grabes und die rechtliche Befugnis, über Verlängerung bzw. Auflösung des Grabes zu entscheiden, was in der Regel auf die Angehörigen zutrifft.

Meist können Sie eine gewisse Zeit vor und auch nach Ablauf der Benützungsdauer die Bewilligung verlängern lassen. Zuständig für eine Verlängerung sind die Friedhofsverwaltung des Gemeindeamtes oderdie Friedhofsverwaltung der jeweiligen anerkannten Kirche, Religionsgemeinschaft oder religiösen Bekenntnisgemeinschaft.

Es lohnt sich, rechtzeitig mit der zuständigen Friedhofsverwaltung Kontakt aufzunehmen.Eine Verlängerung der Benützungsbewilligung einer Grabstelle können Sie bei der jeweiligen Friedhofsverwaltung persönlich oder schriftlich beantragen. Je nach Gemeinde bzw. Friedhofsträger kann der Antrag formlos oder mittels Formular bzw. teilweise auch elektronisch gestellt werden.

Kosten für die Verlängerung des Grabnutzungsrechts

Für den Antrag:

  • Mündlich: gebührenfrei
  • Schriftlich: 14,30€

Für die Grabverlängerung:

  • Erneuerungsgebühr: je nach Gemeinde unterschiedlich, ca. 72,67 bis 363,36€
  • Landesverwaltungsabgabe: ca. 10€

In Wien sollten Sie mit höheren Kosten rechnen. Die Gesamtkosten sind je nach Gemeinde bzw. Friedhofsträger sehr unterschiedlich.

Ruherecht

Jedem beigesetzten Toten beziehungsweise seiner Asche ist ein Ruhefrist in seinem Grab, die sogenannte Mindestliegefrist, zu gewähren. Die Dauer ist in der jeweiligen Friedhofsordnung festgelegt und beträgt in der Regel mindestens zehn Jahre ab dem Bestattungstag. Innerhalb dieser Zeit darf die Grabstätte nicht neu belegt werden.

Rechte und Pflichten als Grab-Benützungsberechtigte

Mit dem Erwerb einer Grabstelle erhalten Sie folgende Rechte:

Als Benützungsberechtigte:r sind Sie verpflichtet, die Grabstelle zu pflegen. Sie sind verantwortlich für den dauernden ordnungsgemäßen baulichen und gärtnerischen Zustand der gesamten Grabfläche. Wie man am besten für die Gestaltung eines Grabes sorgt, erfahren Sie in unserem diesbezüglichen Artikel. Oder falls Sie mehr über die verschiedenen Bedeutungen der Blumen in der Trauerfloristik erfahren möchten - hier werden Sie fündig!

Graberde ist häufig dunkler als herkömmliche Erde

Ein Grab auflassen

Mit einem aufgemalten Kreuz werden verwaiste Gräber zum Abbruch freigegeben. In Wien etwa laufen jährlich 5.500 Gräber aus, weil es keine Nachfahren gibt, sich niemand kümmert, haftet oder zahlt. Bis ein Abbruchverfahren eingeleitet wird, dauert es meist mehrere Jahre.

Man muss keine Angst haben, dass ein bestehendes Grab aufgelöst wird, wenn man schlicht vergisst, einzuzahlen. Bevor das Nutzungsrecht abläuft, bekommt man ein Anschreiben. Selbst wenn man eine Verlängerung vergisst, wird dann noch einmal darauf hingewiesen.Was passiert mit den Gebeinen der Verstorbenen? Die sterblichen Überreste bleiben dann an der Stelle des aufgelassenen Grabes, jedoch werden darüber andere Leichen in einem neuen Grab gebettet.

Wenn keine Verlängerung der Benützungsbewilligung durchgeführt wird, erlischt die Bewilligung. Eine gewisse Zeit nach Ablauf der Nutzungsdauer kann die Friedhofsverwaltung das bestehende Grab auflösen und die Grabstelle neu vergeben.

Nach Ablauf der Ruhezeit für eine Grabstätte gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder lassen die Angehörigen das Nutzungsrecht erneuern, oder das Grab wird aufgelöst.

Bei einer Grabauflösung wird die Ruhestätte abgeräumt und eingeebnet. Anschließend kann sie neu belegt werden.

So löst man in Österreich ein Grab auf

Will man ein Grab auflösen, müssen die Hinterbliebenen mit der zuständigen Gemeinde oder Kirche sprechen. Danach kontaktiert man einen Steinmetz und vergibt den Auftrag, um das Grab abräumen und einebnen zu lassen.

Ein Grab abräumen

Bei einer Grabauflösung werden der Grabstein, die Einfassung, Grablaternen, Vasen und anderer Schmuck entfernt. Diese Gegenstände sind Eigentum der Hinterbliebenen und können von ihnen je nach Wunsch entsorgt oder mit nach Hause genommen werden. Auf manchen Friedhöfen müssen die Hinterbliebenen auch die Grabbepflanzung entfernen; manchmal ist dies auch die Aufgabe der Friedhofsgärtnerei.

Ein Grab einebnen lassen

Ist das Grab vollständig abgeräumt, wird es von Mitarbeitern des Friedhofs oder von der beauftragten Friedhofsgärtnerei eingeebnet. Nachdem die Erde nach der Einebnung einige Zeit ruht, um absinken zu können, kann das Grab später wieder neu belegt und eine Trauerstätte für eine andere Familie werden.. Die Grabstätte ist somit aufgelöst.

Die Kosten für die Auflösung des Grabes müssen die Grabinhaber bezahlen. Je nach Größe und Fundament des Grabes können sich die Kosten auf bis zu 500€ belaufen.

Gräber lassen sich individuell bepflanzen

Vorzeitige Grabauflösung

Unter gewissen Umständen können Angehörige auch vor Ablauf der Ruhezeit eine Grabauflösung bei der Stadt oder Gemeinde beantragen. Je nach Friedhofssatzung darf diese bis zu zwei Jahre vor Ablauf der Ruhezeit erfolgen. Dies kann genehmigt werden, wenn es niemanden gibt, der das Grab pflegt. So wird ein Verwildern des Grabes verhindert. Die Kosten einer vorzeitigen Grabauflösung müssen von den Angehörigen getragen werden.

Umbettung

Manchmal werden Verstorbene in ein neues Grab verlegt. Hierfür muss die bestehende Grabstelle geöffnet und der Sarg oder die Urne in ein neues Grab verbracht werden. Dies nennt man Umbettung.

Wenn keine sterblichen Überreste weiterer Verstorbener in der Grabstätte verbleiben, gilt das Grab mit der Umbettung als aufgelöst.

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Häufig gestellte Fragen zum Thema Grabauflösung

Ein Grab ist die letzte Ruhestätte eines Verstorbenen, der Ort am Friedhof, worin der Sarg oder die Urne mit den sterblichen Überresten gebracht werden.

Sowohl Einzelgräber, als auch Familiengräber haben eine sogenannte Ruhezeit. Das ist die Dauer, für welche Sie ein Grab “mieten” können. Diese Zeit beträgt im Normalfall 10-20 Jahre, kann aber je nach Friedhof unterschiedlich sein und hängt auch davon ab, ob es sich um ein Grab mit steinernem Grabdeckel handelt, oder nicht.

Wenn die ursprüngliche Ruhezeit abgelaufen und Sie an der Haltung der Grabstätte weiterhin interessiert sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig um die Finanzierung einer weiteren Nutzungsperiode nachzudenken.

Beachten Sie, dass man von der Friedhofsverwaltung oft sehr kurzfristig über den Ablauf der Nutzungszeit benachrichtigt wird - und in Wien beispielsweise gar nicht.

In Österreich kann man ein Grab nicht kaufen, sondern durch die Bezahlung der Grabstellengebühr lediglich das zeitliche Nutzungsrecht erwerben.

Benützungsbewilligungen für Grabstätten werden im Allgemeinen je nach Art des Grabes für zehn Jahre oder ein Vielfaches davon erteilt. Ein Erdgrab wird in der Regel für zehn Jahre vergeben, ein Grab mit einer steinernen Grabdeckelplatte für 20 Jahre und eine Gruft bzw. Urnennische für 60 Jahre.

Ein Grabnutzungsrecht kann im Todesfall auch an Erben übergehen.

Grabnutzungsrechte sind für Urnengräber günstiger als für Sarggräber.

Ein Erdgrab in Wien kostet 470€ Neuvergabekosten und 300 – 800 € für die Laufzeit von 10 Jahren, eine Grabverlängerung um 10 Jahre kostet 270 – 590 €.Ein Urnengrab in Wien beläuft sich auf 185 € Neuvergabekosten und 300 – 600 € für 10 Jahre, eine Grabverlängerung um 10 Jahre kostet 270 €.

Nach Ablauf der Grabnutzungsdauer kann eine Verlängerung beantragt werden.

Man erfährt meist an der Amtstafel (Friedhof, Gemeinde) , wann das Grabnutzungsrecht endet. Die bzw. der Benützungsberechtigte selbst wird per Post informiert. Dort erhalten Sie auch alle Infos zur Verlängerung des Grabnutzungsrechts.

In Wien erfolgt jedoch keine individuelle Verständigung durch die Friedhofsverwaltung. Online können Sie sich über die Nutzungsdauer erkundigen und diese auch verlängern.

Für eine Verlängerung braucht man nur ein bereits bestehendes Nutzungsrecht eines Grabes und die rechtliche Befugnis, über Verlängerung bzw. Auflösung des Grabes zu entscheiden.

Normalerweise kann man eine gewisse Zeit vor und auch nach Ablauf der Benützungsdauer die Bewilligung verlängern lassen. Dies kann bei der jeweiligen Friedhofsverwaltung persönlich oder schriftlich passieren.

Die Kosten unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.In Wien sollten Sie mit höheren Kosten rechnen.

Ein aufgemaltes Kreuz gibt verwaiste Gräber zum Abbruch frei. Gräber können auslaufen, weil es keine Nachfahren gibt, sich niemand kümmert, haftet oder zahlt. Bis ein Abbruchverfahren eingeleitet wird, dauert es aber oft mehrere Jahre.

Wenn die Ruhezeit für ein Grab abgelaufen ist und nicht verlängert wird, wird das Grab aufgelöst und neu vergeben. Außerdem kann Ihnen, sollten Sie sich nicht um die Pflege des Grabes kümmern, das Benutzungsrecht für die Grabstelle aberkannt werden.

Zu Ihren Pflichten gehört es, die Grabstelle zu pflegen. Wenn Sie die Pflege der Grabstelle nicht selbst übernehmen wollen oder können, ist es möglich, die Grabpflege bei einem externen Anbieter in Auftrag zu geben. Sollten Sie das Grab generell auflösen lassen wollen, kann eine Genehmigung für die vorzeitige Auflösung des Grabes erteilt werden, wenn es niemanden gibt, der sich um die Grabpflege kümmert. In den meisten Fällen kann eine frühzeitige Grabauflösung zwei Jahre vor Ablauf der Ruhezeit erfolgen. Dafür sollten Sie sich mit der zuständigen Gemeinde oder Kirche kurzschließen, je nachdem welcher Trägerschaft der Friedhof angehört. Danach informiert man einen Steinmetz, um das Grab abräumen und einebnen zu lassen.

Die sterblichen Überreste bleiben an der Stelle des aufgelassenen Grabes, allerdings werden darüber andere Leichen in einem neuen Grab gebettet.

Quellen

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