Ab Mai 2020 gilt allgemein die Lockerungsverordnung auch für die Durchführung von Begräbnissen. Allgemeine Verhaltensregeln und wie Sie sich und andere am besten schützen können, entnehmen Sie gerne nach wie vor beispielsweise den Informationsseiten der AGES oder des Roten Kreuz.

Nach offiziellen Informationen hat die neue Verordnung ab Mai für Bestatter Auswirkungen auf folgende 3 Bereiche:

  1. Was passiert, wenn eine Person an Corona verstirbt? (Auswirkungen auf den Ablauf im Todesfall)
  2. Was ist beim Gespräch mit dem Bestatter (Aufnahmegespräch) zu beachten?
  3. Was ist bei Trauerfeiern zu beachten?

Antworten auf diese drei Fragen finden Sie in diesem Artikel sowie in unserem kompakten Informations-Video:

Auswirkungen auf den Ablauf im Todesfall durch Corona

Grundsätzlich ist der Ablauf im Todesfall gleichgeblieben, d.h.:

  • Zunächst ist ein Totenbeschauarzt zu verständigen (bei Todesfall in Einrichtungen – Pflegeheim oder Spital – übernimmt das die Institutsleitung)
  • Dieser nimmt die Totenbeschau vor, untersucht den Leichnam und stellt die Todesursache fest – gibt den Leichnam anschließend gegebenenfalls zur Abholung und Bestattung frei
  • Die Angehörigen verständigen dann einen Bestatter, der die Abholung durchführt und in Absprache mit den Angehörigen die Bestattung organisiert

Wenn die Person tatsächlich an Corona erkrankt war, haben die Bestatter aber spezielle Schutzmaßnahmen einzuhalten, die generell für infektiöse Leichname gelten. Unter anderem ist bei der Abholung ein so genannter „Bodybag“ (fest verschließbarer Leichensack) zu verwenden, der auch nicht mehr geöffnet werden darf:

Auswirkungen auf das Bestattergespräch (Aufnahmegespräch)

Nach aktuellen Informationen dürfen Bestattungsbüros wie geewohnt offenhalten und der Besuch beim Bestatter ist auch nach wie vor möglich. Es müssen aber pro Person mindestens 10m2 Fläche im Bestattungsbüro vorhanden sein. Achten Sie bitte auch auf folgende Verhaltensempfehlungen:

  • Melden Sie den Besuch vorher bitte telefonisch an
  • Kommen Sie mit möglichst wenigen Personen zum Aufnahmegespräch
  • Halten Sie generell 1-2 Meter Abstand ein, waschen Sie sich vorher und nachher die Hände (gründlich für mindestens 20 Sekunden), Husten und Niesen Sie in die Ellenbeuge

Auswirkungen auf Bestattungen und Trauerfeiern

Prinzipiell können Trauerfeiern nun wieder auch mit größerer TeilnehmerInnenzahl abgehalten werden. Die Teilnehmerzahl ist nicht mehr auf den engsten Familienkreis begrenzt, sondern es sind jetzt maximal 30 Trauergäste erlaubt. Dies gilt sowohl für Feiern am Grab (draußen), als auch Aufbahrungen in Hallen und Kirchen (drinnen).
Kirchen und Aufbahrungshallen sind daher generell mit dieser Personenbegrenzung wieder geöffnet, die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und der Mindestabstand von 1m sind aber streng einzuhalten.
Da bei Bestattungen naturgemäß Personen sämtlicher Generation zusammenkommen, beachten Sie bitte aus Rücksicht auf die älteren Generationen auch bei diesen Feiern im kleinen Kreis die allgemeinen Verhaltensregeln.

Zusammengefasst gilt:

  • Trauerfeiern sind möglich, bis maximal 30 Personen
  • Aufbahrungen in der Aufbahrungshallen und Kirchen sind möglich, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist aber verpflichtend
  • Zwischen den Trauergästen sollte ein Sicherheitsabstand von mindestens 1, idealerweise 2 Metern eingehalten werden
  • Auch beim Kondolieren ist auf Händeschütteln zu verzichten
  • Waschen sie vor und nach der Trauerfeier gründlich die Hände

Wichtiger Hinweis: Seit dem 17. März (bis voraussichtlich 17. April) sind Sterbeurkundungen ausschließlich durch Bestatttungsunternehmen und nicht durch Hinterbliebene vorzunehmen.

Tipps für Angehörige

1) Feuerbestattung als Alternative

Wenn Sie trotzdem eine größere Trauerfeier abhalten wollen, dies aber aktuell aufgrund der Beschränkungen nicht wie gewünscht möglich ist, bietet die Feuerbestattung eine flexible Alternative zur Erdbestattung.

Wenn Sie sich beispielsweise heute zu einer Kremation entschließen, können wir als Bestatter die Asche Ihres Verstorbenen gerne auch für über einen längeren Zeitraum zuverlässig und sicher verwahren. Vor der eigentlichen Kremation bietet sich die Möglichkeit einer Sargverabschiedung im kleinen Rahmen. Wenn sich die Situation rund um das Virus wieder ein wenig beruhigt hat, können Sie dann in Ruhe die Beisetzung (also das Verabschieden der Urne, z.B. im Erdgrab) gemäß Ihren Wünschen nachholen. Die Feuerbestattung ermöglicht einige unterschiedliche Beisetzungsformen:

Alternativ zu einer der traditionellen Bestattungsarten können Sie beispielsweise auch einen Antrag auf die Aufbewahrung der Urne bei sich zuhause stellen – wir unterstützen Sie in diesem Fall gerne bei sämtlichen Formalitäten.

2) Neu bei Benu: Trauerfeier als Livestream

In Kooperation mit unserem Partner domotion sind wir außerdem das erste Bestattungsunternehmen Österreichs, das Ihnen die Möglichkeit bietet, eine Trauerfeier via Internet livezustreamen. Wenn Sie an diesem Angebot interessiert sind, können Sie sich gerne mit uns per Telefon oder E-Mail in Verbindung setzen. Wir klären dann alle Details mit Ihnen persönlich ab.

3) Bestattung kontaktlos planen und beauftragen (online und per Telefon)

Bei Benu Bestattung waren wir schon vor der Coronakrise darauf ausgerichtet, eine Bestattung zwar sehr persönlich (mit jeweils persönlichem Ansprechpartner und durchgängier Betreuung im Trauerfall), aber vollständig kontaktlos abzuwickeln. D.h. Sie müssen nicht unbedingt in eines unserer Büros kommen, sondern können sämtliche Schritte online über unseren Bestattungsplaner sowie telefonisch oder auch per WhatsApp (0800 884404) oder Email (kontakt@benu.at) erledigen. Nutzen Sie gerne dieses Angebot:
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