Kremation – Was ist das?

Bei der Einäscherung, auch Kremierung genannt, werden Verstorbene mitsamt einem speziellen Verbrennungssarg verbrannt. Dies geschieht in einem der 16 österreichischen Krematorien. Eine solche Feuerbestattung ist Voraussetzung für viele weitere Bestattungsformen wie z.B. Naturbestattungen, Seebestattungen, Edelsteinbestattung, Urnennischen/gräber oder die Aufbewahrung der Urne zu Hause.

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Ablauf einer Kremation

Benötigt man auch für eine Einäscherung einen Sarg?

Grundsätzlich muss in Österreich jeder Leichnam – unabhängig von der Art der Beisetzung – in einem Sarg bestattet werden, so auch bei der Einäscherung. Eine Kremierung ohne Sarg ist daher in Österreich nicht möglich und sogar verboten. Natürlich ist es in diesen Zusammenhang üblich, ein eher kostengünstiges Sargmodell zu wählen.

Was passiert bei der Kremierung genau?

Für die Kremierung kommt der Sarg in einen Kremationsofen. Der Sarg wird automatisch in die Hauptbrennkammer geschoben. Bei etwa 900°C verbrennen in den ersten 45 Minuten der Kremationssarg und die die Kleidung des Verstorbenen. Die bei dieser Verbrennung entstehende Asche wird anschließend abgeblasen.

Nun wird die Temperatur im Kremationsofen auf etwa 1200°C erhöht um den eigentlichen Leichnam zu veraschen. Nach weiteren 45 Minuten verbleiben nur noch die mineralisierte Knochenasche und Zähne des Verstorbenen, welche anschließend in die Nachbrennkammer und von dort in den Aschekasten geschoben werden, um abzukühlen.

Nach der Aschenaufbereitung, bei der die Asche von nicht brennbaren Objekten, wie zum Beispiel medizinischen Implantaten, befreit und anschließend gemahlen wird, wird die Asche einer Aschekapsel zugeführt, die fest verschlossen und beschriftet wird.

Einen sehr guten Überblick über den Vorgang der Kremation bietet das folgende YouTube Video des österreichischen Rechercheportals „Addendum“. Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass der Ablauf einer Kremation in diesem sehr technisch beschrieben und auch gezeigt wird, weswegen das Video möglicherweise nicht für alle Leser geeignet ist.

Wie wird sichergestellt, dass die Asche nicht verwechselt wird?

Vor der eigentlichen Einäscherung wird jedem Sarg ein mit einer Einäscherungsnummer versehener, feuerfester Schamottestein beigelegt. So wird sichergestellt, dass die Asche nicht verwechselt wird.

Fotografie eines Schamottestein zur Identifizierung von Kremationsasche

Dieser Stein wird nach dem Vorgang der Verbrennung gemeinsam mit der Asche des Verstorbenen in die Aschekapsel gefüllt, welche anschließend versiegelt wird. Auf dem Deckel dieser Kapsel sind abermals die Einäscherungsnummer, sowie der Name und das Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen eingestanzt.

Wie lange dauert es, bis die Beisetzung stattfinden kann?

Verstorbene werden nach der Überführung durch das Bestattungsunternehmen zunächst in den Kühlraum des Krematoriums gebracht. Je nachdem, wie viele Kremationen durchgeführt werden müssen, erfolgt die Kremation – im Krematorium Wien beispielsweise – ungefähr eine Woche danach.

Die Urne kann im Durchschnitt drei Tage nach der Kremation abgeholt werden. Die Beisetzung kann einen Tag später – also vier Tage nach der Kremation – abgehalten werden. In der Regel dauert der komplette Einäscherungsvorgang in etwa vier Stunden; auf Wunsch kann man nach einer Verabschiedung am Vormittag diese Dauer abwarten und die Beisetzung noch am selben Tag abhalten.

Krematorien in Österreich

In jedem Bundesland bis auf Burgenland gibt es Krematorien:

Die Feuerhalle Simmering

1922 wurde in Wien mit der Feuerhalle Simmering am Wiener Zentralfriedhof das erste österreichische Krematorium eröffnet. Vor allem der liberale Verein Die Flamme hatte sich schon seit der Jahrhundertwende für die Errichtung von Krematorien eingesetzt, zunächst jedoch erfolglos. Mit dem Wechsel der Wiener Landesregierung wurden die betreffenden Anträge 1921 jedoch genehmigt und dem Bau stand somit nichts mehr im Wege.

Außenansicht der Feuerhalle Simmering.

In zwei elektrischen und einem durch Erdgas beheizten Ofen werden im Jahr etwa 6500 Kremationen durchgeführt. Die Umweltfreundlichkeit der Anlage ist nach aktuellen ISO Normen konzipiert und wird in regelmäßigen Abständen vom TÜV Österreich überprüft.

Fotografie des Urnenfriedhof der Feuerhalle Simmering.

Auf dem angeschlossenen, 215.000 m² großen Gelände der Feuerhalle, sind in über 45.000 Grabstellen ca. 240.000 Urnen beigesetzt.

Die Feuerbestattung Oberösterreich

Einer der jüngeren Mitbewerber auf dem Gebiet der Krematorien ist die Feuerbestattung Österreich, welche seit 2015 Kremierungen durchführt und dabei einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit legt.

Die Feuerbestattung Oberösterreich ist eines der modernsten Krematorien Österreichs

Dank der Verwendung modernster Technik bei Öfen, Anlagensteuerung und Abgasreinigung werden sämtliche Umweltschutzwerte um ein Vielfaches unterschritten. Durch den Einsatz von großzügig angelegten Solaranlagen ist es sogar möglich, die CO2 Bilanz des Unternehmens auf null zu reduzieren.

Das Zeremonium Kalsdorf

Auch in der Steiermark gibt es seit Herbst 2018 eine hochmordene private Einäscherungsanlage: die Feuerhalle Kalsdorf. Diese bezeichnet sich selbst auch als Zeremonium und legt – dem Namen entsprechend- eine hohen Wert auf die individuelle und persönliche Gestaltunge von Verabschiedungen.

Außenansicht des Zeremonium Kalsdorf bei Nacht.

Darf ich das Krematorium selbst aussuchen?

Unabhängig vom Wohnort kann man das Krematorium frei wählen.

Preis einer Kremierung

Eine Kremation ist im Durchschnitt günstiger als eine Erdbestattung. Je nachdem, welche Wünsche der Verstorbene hatte – oder welche Wünsche die Hinterbliebenen äußern, variieren allerdings auch die Kosten. Für die Einäscherung wird oftmals ein günstigeres Sargmodell gewählt als bei der Erdbestattung. Die Grabpflege fällt ebenfalls weg, wenn die Urne beispielsweise in einer Urnennische, einem Urnengrab oder einer alternativen Bestattungsart wie Seebestattung oder Naturbestattung zugeführt wird. Je nachdem, für welche Beisetzungsart man sich nach der Kremation entscheidet, kommt allerdings noch ein weiterer Kostenfaktor dazu: Edelsteinbestattung und Weltraumbestattung sind hier sicherlich die teuersten Möglichkeiten für eine Beisetzung nach einer Kremierung.

Auch in den Bundesländern unterscheiden sich die Preise für das Basispaket einer Feuerbestattung teilweise:

BUNDESLANDPREIS AB
Wien1.890 €
Niederösterreich1.890 €
Burgenland1.890 €
Kärnten2.090 €
Oberösterreich1.960 €
Salzburg1.960 €
Tirol1.720 €
Vorarlberg2.100 €
Steiermark2.020 €

In unserem Artikel zu den Kosten einer Bestattung können Sie sich über die ungefähren Kosten einer Kremation informieren. Eine einfache Feuerbestattung ohne Trauerfeier und mit einem anonymen Urnengrab oder einer Aufbewahrung der Urne zu Hause gibt es bei Benu Direkt schon ab 1490€ (Fixpreis). Wenn Sie eine aufwändigere Feuerbestattung mit Trauerfeier und Beisetzung wünschen, können Sie diese jetzt in unserem Konfigurator planen und innerhalb weniger Minuten ganz unkompliziert einen transparenten und kostenlosen Kostenvoranschlag erhalten.

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Quellen:
feuerhalle.at (Fragen zur Feuerbestattung)
wikipedia.org (Krematorium