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Stille Geburt - Wenn Geburt und Abschied nah beieinander liegen

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Severin Schulz

Verfasst von Severin Schulz

15. Oktober 2021 ÔÇô Lesezeit: 6 Minuten

Severin Schulz

Ein Baby stirbt in der Schwangerschaft, w├Ąhrend oder kurz nach der Geburt. F├╝r die betroffenen Eltern eine traumatische Erfahrung. Den Alltag zu bew├Ąltigen, scheint angesichts von Trauer und Hilflosigkeit unm├Âglich. Manchmal fehlt im Umfeld das Verst├Ąndnis f├╝r den gro├čen Schmerz, der durch einen so unfassbaren Verlust entsteht. Beratung und Austausch mit anderen Betroffenen k├Ânnen hilfreich sein.

Wie geht man in einer solchen Situation mit der schier unendlichen Trauer um? Benu hilft Ihnen bei der Gestaltung einer Verabschiedung, Trauerfeier oder Bestattung ganz nach Ihren W├╝nschen.

Die ersten Schritte nach einer stillen Geburt

  • Im Falle einer Fehlgeburt // ein Kind wird Kind tot geboren oder stirbt unmittelbar nach der Geburt: Reden Sie mit der behandelnden ├ärztin bzw. dem behandelnden Arzt bzw. der Hebamme. Lassen Sie sich beraten und geben Sie sich gen├╝gend Zeit, um das Geschehene fassen zu k├Ânnen.

  • Eltern k├Ânnen sich beliebig viel Zeit nehmen, um sich von dem Kind zu verabschieden. Auch weitere Angeh├Ârige k├Ânnen auf Wunsch das Kind kennenlernen und sich verabschieden.

  • Es gibt die M├Âglichkeit, das Kind segnen oder nottaufen zu lassen. Hier hilft Ihnen die betreffende Krankenhausseelsorge weiter.

  • Wenn ein Kind tot geboren wird oder unmittelbar nach der Geburt verstirbt, muss dies bei der Personenstandsbeh├Ârde angezeigt werden.

  • Um die Trauer besser bew├Ąltigen zu k├Ânnen, kann man eine Hebammenhilfe f├╝r zu Hause in Anspruch nehmen. Diese Hebammenhilfe ist eine Leistung der Krankenkassen. -

  • Um der Trauer Ausdruck zu verleihen, k├Ânnen auch spezielle Trauerseminare und Selbsthilfegruppen besucht werden.

  • Informationen zum Thema "Beruf und Finanzielles zur stillen Geburt/zu Sternenkinder" finden sich auf oesterreich.gv.at.

  • Die Bestattungsm├Âglichkeiten sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In allen Bundesl├Ąndern gibt es eine Bestattungspflicht f├╝r Totgeburten, in einigen Bundesl├Ąndern auch f├╝r Fehlgeburten.

  • Wenn ein Kind unmittelbar nach der Geburt stirbt, kommt es zu einem Verlassenschaftsverfahren. In diesem Fall erhalten Sie ein Schreiben von einer Notarin bzw. einem Notar.

Weitere Infos finden Sie auf dem Gesundheitsportal.

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Stille Geburt

Was ist eine Stille Geburt?

Der Begriff "Stille Geburt" bezeichnet den Geburtsvorgang von Babys, welche vor, w├Ąhrend oder kurz nach der Geburt versterben. Synonym dazu ist der Begriff "Sternenkind" weit verbreitet. Dieser wird inzwischen ebenso f├╝r Kinder eingesetzt, welche w├Ąhrend des ersten Lebensjahres versterben.

Der Begriff "stille Geburt" stammt aus dem englischen ("stillbirth") und beschreibt sehr gut diese Form der Entbindung, bei der der Schrei des Neugeborenen ausbleibt.

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Was sind Sternenkinder?

Der Begriff Sternenkind bezeichnet Kinder, die weniger als 500 Gramm wiegen und w├Ąhrend oder kurz nach der Geburt versterben.

Der Begriff richtet den Fokus auf das Kind selbst, im Gegensatz zu Synonymen wie Fehlgeburt und Totgeburt, die den Vorgang des Absterbens der Leibesfrucht an sich meinen. Er stellt die intensive Bindung vieler M├╝tter und V├Ąter zum meist noch ungeborenen Kind in den Mittelpunkt und macht die langanhaltende Trauer, die dieser Tod verursacht, sichtbar.

Aufgrund dieser Bindung erscheint die Bezeichnung Fehlgeburt oder Totgeburt f├╝r das verstorbene Familienmitglied vielen als piet├Ątlos und unpassend: Deswegen ist als Abgrenzung zu den Begriffen "Totgeburt" und "Fehlgeburt", die lediglich den Tod als Prozess beschreiben, die Bezeichnung "Sternenkind" entstanden. Denn das Wort beschreibt weit mehr als lediglich das Absterben. Der Begriff stellt das Kind selbst in den Vordergrund.

Stille Geburt: So k├╝ndigt sie sich an

Wie merkt man, dass etwas nicht stimmen k├Ânnte? Bei manchen Frauen k├╝ndigen eine Blutung, Unterleibsschmerzen und/oder fehlende Kindsbewegungen an, dass etwas nicht nach Wunsch verl├Ąuft. Im Ultraschall kann sich dann wom├Âglich der schlimme Verdacht best├Ątigen: Das Kind im Bauch zeigt keine Lebenszeichen mehr. Manchmal kann es aber auch sein, dass alles wie immer ist, sodass der Arzt bzw. die ├ärztin bei der Vorsorgeuntersuchung vollkommen unerwartet den Tod des Babys mitteilt.

Unter Umst├Ąnden diagnostiziert ein Gyn├Ąkologe auch eine schwere Fehlbildung beim Ungeborenen, mit welcher es nicht lebensf├Ąhig sein w├╝rde und so kurz nach der Geburt versterben wird. Um zu verhindern, dass so ein schwer gesch├Ądigtes Kind die Geburt ├╝berlebt, kann manchmal ein Fetozid n├Âtig sein.

All die eben beschriebenen, traurigen Szenarien m├╝nden in die gleiche ausweglose Situation: der Totgeburt des geliebten Babys.

Als Elternteil findet man sich irgendwo zwischen Teilnahmslosigkeit, Panik und Verzweiflung. So dauert es eine ganze Weile, um das Geschehen zu begreifen, was oft selbst nicht gelingen kann. Es ist ratsam, Seelsorger oder Psychologen zur Hilfe zu ziehen, um Umgang mit der schlechten Nachricht zu finden.

Manche Frauen m├Âchten auch, sobald sie vom Schicksal ihres Ungeborenen erfahren, schnell und per Kaiserschnitt die missliche Lage beenden. Lassen Sie sich jedoch Zeit. Die aufgebaute Bindung w├╝rde v├Âllig unerwartet ein Ende finden. Eine voreilige Trennung erschwert den Abschied und kann den Trauerprozess negativ beeinflussen. Es besteht aus gesundheitlicher Sicht meist kein Grund zum ├╝berst├╝rzten Handeln. In den meisten F├Ąllen ist es m├Âglich, abzuwarten, bis die Wehen einsetzen. Mitunter ist auch ein Einleiten der Wehen n├Âtig. Nur in wenigen Ausnahmen (schwere Infektion, geplatzte Fruchtblase) muss das Kind per Kaiserschnitt entbunden werden.

Oft kann es daher besser sein, das Kind zu geb├Ąren. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme ausf├╝hrlich und in Ruhe bez├╝glich einer "stillen Geburt" beraten.

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Sollte Ihr Baby aufgrund einer schweren Fehlbildung nicht lebensf├Ąhig sein, kann es noch lebend geboren werden und einige Minuten oder sp├Ąter in den Armen seiner Eltern versterben. Damit Ihr Baby keine Schmerzen empfindet, verabreicht Ihre ├ärztin bzw. der Arzt ein Schmerzmittel. Sie sind in dieser Situation nicht allein. ├ärzt:innen und Geburtshelfer:innen stehen Ihnen zur Seite.

Auch wenn eine "stille Geburt" als unnormal angesehen wird: Eine stille Geburt erleichtert das Abschied nehmen. Sie k├Ânnen kostbare Momente mit Ihrem Baby erleben, Ihr Kind im Arm halten. Sie k├Ânnen Ihrem Baby Geborgenheit und Liebe geben, d├╝rfen es anziehen, Erinnerungsfotos machen oder einen Abdruck von Fu├č oder Hand anfertigen lassen. Zudem sch├╝ttet der K├Ârper - wie bei jeder Geburt - Hormone aus, die diese unbeschreibliche Situation f├╝r die Psyche ertr├Ąglicher machen.

Hinzu kommt: Das Kind mit jeder Wehe aus eigener Kraft zur Welt zu bringen, macht den Abschied f├╝r viele M├╝tter ÔÇ×erfahrbarÔÇť. Es kann die Eltern auch bei allem Abschiedsschmerz mit Freude und Stolz erf├╝llen, diese Geburt zu bew├Ąltigen und das Kind aktiv in Empfang zu nehmen.

Nach der stillen Geburt

Die Zeit im Wochenbett nach einer stillen Geburt ist f├╝r M├╝tter eine traurige Zeit. Denn der K├Ârper macht keinen Unterschied zwischen Lebend- und Totgeburt - Nachwehen und das Einsetzen der Milchbildung sind immer vorhanden. Bei einer stillen Geburt ist man t├Ąglich an den schmerzhaften Verlust erinnert. Dies ist der Beginn einer l├Ąngeren Trauerarbeit.

Hebammen sind in dieser Zeit oft die ersten Ansprechpartner. Sie stehen nicht nur bei k├Ârperlichen, sondern auch seelischen Problemen zur Seite. Die Krankenkasse ├╝bernimmt nach einer stillen Geburt f├╝r mehrere Wochen die Kosten f├╝r eine Nachsorgehebamme.

m├Ądchen spenden sich trost bei trauer

Die Rechtslage in ├ľsterreich

Wie unterscheidet man Fehl-, Tot- und Lebendgeburt?

Hierzulande unterscheidet das Gesetz zwischen einer Lebendgeburt, einer Totgeburt, einer Fehlgeburt und einer Curettage. Abh├Ąngig von der Art der Geburt ver├Ąndert sich das Recht auf Namensgebung (sprich die Eintragung in das Personenstandsregister) sowie das Recht auf Wochenschutz.

  • Bei einer Lebendgeburt erh├Ąlt das Kind offiziell einen Vor- als auch Nachnamen, welcher in der Geburtsurkunde eingetragen wird. Zudem wird eine Sterbeurkunde ausgeh├Ąndigt. Im Falle einer Lebendgeburt bekommen M├╝tter acht Wochen Wochenschutz, bei einer Fr├╝hgeburt stehen einem zw├Âlf Wochen zu.

  • Handelt es sich um eine Totgeburt, wird lediglich ein Vorname vergeben, der auch auf der Urkunde f├╝r die Totgeburt, dem Sterbebuch, festgehalten wird. Geburtsurkunde gibt es keine. M├╝ttern steht acht Wochen Wochenschutz zu; kommt es zum Kaiserschnitt oder einer Mehrlingsgeburt, sind es zw├Âlf Wochen.

  • Als Fehlgeburt (med. Abortus) bezeichnet man ein Baby, welches bei der Geburt weniger als 500 Gramm wiegt. Seit 2014 darf man auch still geborene Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht auf Wunsch offiziell in ein Namensregister eintragen. M├╝tter haben bei einer Fehlgeburt leider keinen Anspruch auf Wochenschutz, k├Ânnen sich aber von ihrem Hausarzt krankschreiben lassen.

  • Bei einer Curettage, auch Ausschabung genannt, wird die Geb├Ąrmutter mit einem Curette-Messer ausgeschabt. Sie wird mit einer Fehlgeburt gleichgesetzt. Hierbei bekommen die Eltern keinerlei Dokumente, daher bleibt auch die offizielle Namensgebung aus. Auch in diesem Fall gibt es kein Anrecht auf Wochenschutz, M├╝tter k├Ânnen sich jedoch genauso von ihrem Hausarzt krankschreiben lassen.

Wie kann man Abschied nehmen?

Von seinem eigenen Kind an dessen Geburt Abschied zu nehmen, ist mit die schwerste Pr├╝fung die das Leben bereithalten kann. Auch gibt es kein allgemein g├╝ltiges Rezept, wie man Abschied nimmt und wie man mit den dabei entstehenden Emotionen am besten umgehen kann.

Dennoch gibt es einige Hilfestellungen zur Vorbereitung auf eine stille Geburt.

Bei der Geburt ist es ratsam, Ihren Partnerin, Freunde und/oder Familienangeh├Ârige um sich zu haben.

Au├čerdem ist es nach einer stillen Geburt heilsam, das Neugeborene einige Zeit in den Armen zu halten, zu begr├╝├čen und kennenzulernen. Nehmen Sie sich daf├╝r alle Zeit der Welt.

Geben Sie Ihrem Kind einen Namen, - so bekommt es eine Identit├Ąt.

Auch wenn es Ihnen unm├Âglich ist, Ihr Kind anzusehen, sollten Sie sich f├╝r die Zeit danach ein Erinnerungsst├╝ck an Ihr Kind aufbewahren - Fotos oder die blo├če Beschreibung etwa, ein kleiner Hand-, oder Fu├čabdruck oder eine Haarlocke.

Wenn Ihr Kind Geschwister hat, ist es ratsam, diese mit einzubeziehen: Kleinere Kinder haben meist einen nat├╝rlichen Umgang mit dem Tod, haben ein Recht darauf, das Geschwisterchen kennenzulernen.

Gerne k├Ânnen Sie Ihr Kind segnen oder nottaufen lassen.

Spr├╝che und B├╝cher zum Thema Stille Geburt

Worte k├Ânnen in schweren Zeiten Trost spenden. Im Internet finden sich zahlreiche Spr├╝che, Gedichte und Texte, welche f├╝r Eltern heilsam sind und die Trauer erleichtern.

Bekannte B├╝cher zur Thematik sind etwa ÔÇťGute Hoffnung, j├Ąhes EndeÔÇŁ von Hannah Lothrop oder ÔÇťTrauern hat seine ZeitÔÇŁ von Michaela Nijs.

Bestattung und Trauerfeier

Darf ich meine stille Geburt bestatten?

Grunds├Ątzlich kann jedes Kind bestattet werden. In allen ├Âsterreichischen Bundesl├Ąndern besteht ein Bestattungsrecht f├╝r Stillgeburten.

Eine markierte Grabstelle dient der Trauerbew├Ąltigung - auch wenn dies f├╝r Sie momentan zu ├╝berw├Ąltigend erscheint, k├Ânnen Sie sp├Ąter an diesen Ort zur├╝ckkehren, um Ihrem verstorbenen Kind zu gedenken.

Ab wann gibt es Bestattungspflicht f├╝r stille Geburten?

Grunds├Ątzlich gilt in ├ľsterreich f├╝r Totgeburten, also F├Âten, die bei der Geburt mehr als 500 Gramm wiegen, die Bestattungspflicht.

In Wien, Nieder├Âsterreich, Burgenland, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg besteht diese zus├Ątzlich auch f├╝r Fehlgeburten, also F├Âten mit einem Gewicht von unter 500 Gramm zum Zeitpunkt der Geburt.

In K├Ąrnten, Ober├Âsterreich und Tirol besteht f├╝r fehlgeborene Kinder zwar keine Bestattungspflicht, je nach Wunsch der Eltern gibt es aber ein Bestattungsrecht.

Sollte die Bestattungsplanung nicht von den Eltern selbst wahrgenommen werden, muss das Krankenhaus die Bestattung ├╝bernehmen.

Steht bei Ihnen eine stille Geburt bevor?

Setzen Sie sich mit unseren Experten in Verbindung.

Unverbindlich, vertraulich und kostenfrei. Per E-Mail oder Telefon (01 907 68 85).

R├╝ckruf vereinbaren

Gibt es Vorschriften, wie man stille Geburten bestatten muss?

Die Eltern haben grunds├Ątzlich freie Handhabe. F├╝r gew├Âhnlich haben Sie die M├Âglichkeit, Ihr verstorbenes Kind entweder in einem Sammel-, Familien-, oder Kindergrab bestatten zu lassen oder nach einer Kremation die Urne nach Hause mitzunehmen.

  • Bei einem Sammelgrab sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie nicht immer die M├Âglichkeit haben, bei der Bestattungszeremonie anwesend zu sein.

  • Bei einem Familien- oder Kindergrab hingegen k├Ânnen Sie die Trauerfeier und Verabschiedung ganz nach Ihren individuellen W├╝nschen gestalten: Kinderlieder singen, eine Trauerrede selbst oder von einem geistlichen oder weltlichen Vertreter halten lassen.

  • Falls Sie es w├╝nschen, kann der Sarg in der Verabschiedungshalle noch einmal ge├Âffnet werden, um Abschied nehmen zu k├Ânnen. Auch den Sarg oder die Urne selbst zu Grabe zu tragen, ist gestattet.

In welcher Kleidung sollte man eine stille Geburt bestatten?

Gemeinn├╝tzige Vereine wie der Verein Pusteblume fertigen gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern spezielle Kleidung f├╝r stillgeborene Kinder an: Egal ob Strampler und Hauben; Stofftiere, Erinnerungss├Ąckchen und kleine Stoffengel als Andenken - der Verein bietet eine Vielzahl an pers├Ânlichen Erinnerungsst├╝cken. Interessierte Eltern oder Spit├Ąler k├Ânnen die Kleidung kostenlos ├╝ber ein Kontaktformular anfordern.

Einschlagdecke f├╝r Sternenkinder des Vereins Pusteblume

Wo bekomme ich Hilfe?

Eine stille Geburt bzw. der Verlust des eigenes Kindes ist ein Schock, den man oft allein nicht bew├Ąltigen kann. Wir legen Ihnen ans Herz, die Vielzahl verschiedener Hilfeangebote, die bereits vor der Geburt und nat├╝rlich vor allem danach bestehen, auch in Anspruch zu nehmen.

Nachdem Sie das Krankenhaus verlassen haben, ist eine ambulante Betreuung wortw├Ârtlich ├╝berlebenswichtig. Diese wird meist von Hebammen ├╝bernommen, welche Hausbesuche bei Ihnen machen und Sie in dieser schweren Zeit begleiten.

Bei einem stillgeborenen Kind oder bei Eintritt des Todes kurz nach der Geburt, wird eine gewisse Anzahl dieser Hausbesuche vom Sozialversicherungstr├Ąger ├╝bernommen, bei Fehlgeburten sind Sie mit den Kosten leider alleine.

Hebammen k├Ânnen Sie f├╝r gew├Âhnlich ├╝ber Brosch├╝ren, die in jedem Krankenhaus ausliegen, oder auch unter hebammen.at kontaktieren.

Zudem werden Gedenk- und Beerdigungsfeiern f├╝r stille Geburten in verschiedenen Pfarrgemeinden und Krankenh├Ąusern angeboten. Infos diesbez├╝glich finden Sie an diesen Orten oder im Internet.

Eine gute Anlaufstelle k├Ânnen auch Kinderpalliativteams sein: Im Burgenland etwa wird die Begleitung in der Trauer f├╝r Familien, die ihr Kind vor oder nach der Geburt verabschieden mussten, vom Kinderpalliativteam MOKI Burgenland angeboten - diese Trauerbegleitung f├╝r die Eltern und Geschwisterkinder ist kostenlos.

Trauergruppen - wo finde ich die?

Sie sind nicht allein - mehr Eltern, als Sie denken, m├╝ssen mit einem ├Ąhnlichen Schicksal umgehen. Eine andere M├Âglichkeit, mit dem Verlust umzugehen, bieten Trauerseminare und Trauerbegleitung. Bei Trauerseminaren geht es darum, seine eigene Trauer und Gef├╝hle auszudr├╝cken und in Worte zu fassen, um das verstorbene Kind als positive Erinnerung im Ged├Ąchtnis zu behalten.

Nachstehend erhalten Sie Links zu unterschiedlichen Trauer- und Selbsthilfegruppen in den Bundesl├Ąndern:

Wenn Sie lieber auf die professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapeutin bzw. eines Psychotherapeuten vertrauen wollen - psychotherapie.at bietet eine erste Orientierung.

F├╝r allgemeine Informationen zur stillen Geburt empfehlen wir die Website des Wiener Programm f├╝r Frauengesundheit sowie eine Informationsbrosch├╝re des Bundesministeriums f├╝r Familien und Jugend.

Stille Geburten fotografieren

Darf man Fotos von verstorbenen Kindern machen?

Wir sind der Meinung: Sie sollten sogar! Nat├╝rlich nur, sofern Sie dies w├╝nschen. So k├Ânnen Sie Ihr Kind immer in Erinnerung behalten. Fotos k├Ânnen einen wertvollen Beitrag zum Umgang mit dem Tod darstellen.

Die 2013 ins Leben gerufene Organisation Dein Sternenkind m├Âchte Eltern in dieser schwerstm├Âglichen Situation unterst├╝tzen und dem Wunsch nach piet├Ątvollen Fotografien von ihren Kindern nachkommen.

├ťber 600 Fotografen in ├ľsterreich und Deutschland arbeiten zu diesem Zweck kostenlos.

Wie nimmt man diese Dienste in Anspruch? Eltern k├Ânnen ├╝ber ein Kontaktformular auf der Website des Vereins eine Fotografin oder einen Fotografen beantragen. Die direkte Ansprechpartnerin f├╝r ├ľsterreich ist Simone Strobl.

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