Stille Geburt - Wenn Geburt und Abschied nah beieinander liegen

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Maria Steinwender

Verfasst von Maria Steinwender

15. Oktober 2021 ‚Äď Lesezeit: 6 Minuten

Maria Steinwender

Ein Baby stirbt in der Schwangerschaft, w√§hrend oder kurz nach der Geburt. F√ľr die betroffenen Eltern eine traumatische Erfahrung. Den Alltag zu bew√§ltigen, scheint angesichts von Trauer und Hilflosigkeit unm√∂glich. Manchmal fehlt im Umfeld das Verst√§ndnis f√ľr den gro√üen Schmerz, der durch einen so unfassbaren Verlust entsteht. Beratung und Austausch mit anderen Betroffenen k√∂nnen hilfreich sein.

Wie geht man in einer solchen Situation mit der schier unendlichen Trauer um? Benu hilft Ihnen bei der Gestaltung einer Verabschiedung, Trauerfeier oder Bestattung ganz nach Ihren W√ľnschen.

Die ersten Schritte nach einer stillen Geburt

  • Im Falle einer Fehlgeburt // ein Kind wird Kind tot geboren oder stirbt unmittelbar nach der Geburt: Reden Sie mit der behandelnden √Ąrztin bzw. dem behandelnden Arzt bzw. der Hebamme. Lassen Sie sich beraten und geben Sie sich gen√ľgend Zeit, um das Geschehene fassen zu k√∂nnen.

  • Eltern k√∂nnen sich beliebig viel Zeit nehmen, um sich von dem Kind zu verabschieden. Auch weitere Angeh√∂rige k√∂nnen auf Wunsch das Kind kennenlernen und sich verabschieden.

  • Es gibt die M√∂glichkeit, das Kind segnen oder nottaufen zu lassen. Hier hilft Ihnen die betreffende Krankenhausseelsorge weiter.

  • Wenn ein Kind tot geboren wird oder unmittelbar nach der Geburt verstirbt, muss dies bei der Personenstandsbeh√∂rde angezeigt werden.

  • Um die Trauer besser bew√§ltigen zu k√∂nnen, kann man eine Hebammenhilfe f√ľr zu Hause in Anspruch nehmen. Diese Hebammenhilfe ist eine Leistung der Krankenkassen. -

  • Um der Trauer Ausdruck zu verleihen, k√∂nnen auch spezielle Trauerseminare und Selbsthilfegruppen besucht werden.

  • Informationen zum Thema "Beruf und Finanzielles zur stillen Geburt/zu Sternenkinder" finden sich auf oesterreich.gv.at.

  • Die Bestattungsm√∂glichkeiten sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In allen Bundesl√§ndern gibt es eine Bestattungspflicht f√ľr Totgeburten, in einigen Bundesl√§ndern auch f√ľr Fehlgeburten.

  • Wenn ein Kind unmittelbar nach der Geburt stirbt, kommt es zu einem Verlassenschaftsverfahren. In diesem Fall erhalten Sie ein Schreiben von einer Notarin bzw. einem Notar.

Weitere Infos finden Sie auf dem Gesundheitsportal.

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Stille Geburt

Was ist eine Stille Geburt?

Der Begriff "Stille Geburt" bezeichnet den Geburtsvorgang von Babys, welche vor, w√§hrend oder kurz nach der Geburt versterben. Synonym dazu ist der Begriff "Sternenkind" weit verbreitet. Dieser wird inzwischen ebenso f√ľr Kinder eingesetzt, welche w√§hrend des ersten Lebensjahres versterben.

Der Begriff "stille Geburt" stammt aus dem englischen ("stillbirth") und beschreibt sehr gut diese Form der Entbindung, bei der der Schrei des Neugeborenen ausbleibt.

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Was sind Sternenkinder?

Der Begriff Sternenkind bezeichnet Kinder, die weniger als 500 Gramm wiegen und während oder kurz nach der Geburt versterben.

Der Begriff richtet den Fokus auf das Kind selbst, im Gegensatz zu Synonymen wie Fehlgeburt und Totgeburt, die den Vorgang des Absterbens der Leibesfrucht an sich meinen. Er stellt die intensive Bindung vieler M√ľtter und V√§ter zum meist noch ungeborenen Kind in den Mittelpunkt und macht die langanhaltende Trauer, die dieser Tod verursacht, sichtbar.

Aufgrund dieser Bindung erscheint die Bezeichnung Fehlgeburt oder Totgeburt f√ľr das verstorbene Familienmitglied vielen als piet√§tlos und unpassend: Deswegen ist als Abgrenzung zu den Begriffen "Totgeburt" und "Fehlgeburt", die lediglich den Tod als Prozess beschreiben, die Bezeichnung "Sternenkind" entstanden. Denn das Wort beschreibt weit mehr als lediglich das Absterben. Der Begriff stellt das Kind selbst in den Vordergrund.

Stille Geburt: So k√ľndigt sie sich an

Wie merkt man, dass etwas nicht stimmen k√∂nnte? Bei manchen Frauen k√ľndigen eine Blutung, Unterleibsschmerzen und/oder fehlende Kindsbewegungen an, dass etwas nicht nach Wunsch verl√§uft.Im Ultraschall kann sich dann wom√∂glich der schlimme Verdacht best√§tigen: Das Kind im Bauch zeigt keine Lebenszeichen mehr. Manchmal kann es aber auch sein, dass alles wie immer ist, sodass der Arzt bzw. die √Ąrztin bei der Vorsorgeuntersuchung vollkommen unerwartet den Tod des Babys mitteilt.

Unter Umst√§nden diagnostiziert ein Gyn√§kologe auch eine schwere Fehlbildung beim Ungeborenen, mit welcher es nicht lebensf√§hig sein w√ľrde und so kurz nach der Geburt versterben wird. Um zu verhindern, dass so ein schwer gesch√§digtes Kind die Geburt √ľberlebt, kann manchmal ein Fetozid n√∂tig sein.

All die eben beschriebenen, traurigen Szenarien m√ľnden in die gleiche ausweglose Situation: der Totgeburt des geliebten Babys.

Als Elternteil findet man sich irgendwo zwischen Teilnahmslosigkeit, Panik und Verzweiflung. So dauert es eine ganze Weile, um das Geschehen zu begreifen, was oft selbst nicht gelingen kann. Es ist ratsam, Seelsorger oder Psychologen zur Hilfe zu ziehen, um Umgang mit der schlechten Nachricht zu finden.

Manche Frauen m√∂chten auch, sobald sie vom Schicksal ihres Ungeborenen erfahren, schnell und per Kaiserschnitt die missliche Lage beenden. Lassen Sie sich jedoch Zeit. Die aufgebaute Bindung w√ľrde v√∂llig unerwartet ein Ende finden. Eine voreilige Trennung erschwert den Abschied und kann den Trauerprozess negativ beeinflussen. Es besteht aus gesundheitlicher Sicht meist kein Grund zum √ľberst√ľrzten Handeln. In den meisten F√§llen ist es m√∂glich, abzuwarten, bis die Wehen einsetzen. Mitunter ist auch ein Einleiten der Wehen n√∂tig. Nur in wenigen Ausnahmen (schwere Infektion, geplatzte Fruchtblase) muss das Kind per Kaiserschnitt entbunden werden.

Oft kann es daher besser sein, das Kind zu geb√§ren. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme ausf√ľhrlich und in Ruhe bez√ľglich einer "stillen Geburt" beraten.

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Sollte Ihr Baby aufgrund einer schweren Fehlbildung nicht lebensf√§hig sein, kann es noch lebend geboren werden und einige Minuten oder sp√§ter in den Armen seiner Eltern versterben. Damit Ihr Baby keine Schmerzen empfindet, verabreicht Ihre √Ąrztin bzw. der Arzt ein Schmerzmittel. Sie sind in dieser Situation nicht allein. √Ąrzt:innen und Geburtshelfer:innen stehen Ihnen zur Seite.

Auch wenn eine "stille Geburt" als unnormal angesehen wird: Eine stille Geburt erleichtert das Abschied nehmen. Sie k√∂nnen kostbare Momente mit Ihrem Baby erleben, Ihr Kind im Arm halten. Sie k√∂nnen Ihrem Baby Geborgenheit und Liebe geben, d√ľrfen es anziehen, Erinnerungsfotos machen oder einen Abdruck von Fu√ü oder Hand anfertigen lassen. Zudem sch√ľttet der K√∂rper - wie bei jeder Geburt - Hormone aus, die diese unbeschreibliche Situation f√ľr die Psyche ertr√§glicher machen.

Hinzu kommt: Das Kind mit jeder Wehe aus eigener Kraft zur Welt zu bringen, macht den Abschied f√ľr viele M√ľtter ‚Äěerfahrbar‚Äú. Es kann die Eltern auch bei allem Abschiedsschmerz mit Freude und Stolz erf√ľllen, diese Geburt zu bew√§ltigen und das Kind aktiv in Empfang zu nehmen.

Nach der stillen Geburt

Die Zeit im Wochenbett nach einer stillen Geburt ist f√ľr M√ľtter eine traurige Zeit. Denn der K√∂rper macht keinen Unterschied zwischen Lebend- und Totgeburt - Nachwehen und das Einsetzen der Milchbildung sind immer vorhanden. Bei einer stillen Geburt ist man t√§glich an den schmerzhaften Verlust erinnert. Dies ist der Beginn einer l√§ngeren Trauerarbeit.

Hebammen sind in dieser Zeit oft die ersten Ansprechpartner. Sie stehen nicht nur bei k√∂rperlichen, sondern auch seelischen Problemen zur Seite. Die Krankenkasse √ľbernimmt nach einer stillen Geburt f√ľr mehrere Wochen die Kosten f√ľr eine Nachsorgehebamme.

mädchen spenden sich trost bei trauer

Die Rechtslage in √Ėsterreich

Wie unterscheidet man Fehl-, Tot- und Lebendgeburt?

Hierzulande unterscheidet das Gesetz zwischen einer Lebendgeburt, einer Totgeburt, einer Fehlgeburt und einer Curettage. Abhängig von der Art der Geburt verändert sich das Recht auf Namensgebung (sprich die Eintragung in das Personenstandsregister) sowie das Recht auf Wochenschutz.

  • Bei einer Lebendgeburt erh√§lt das Kind offiziell einen Vor- als auch Nachnamen, welcher in der Geburtsurkunde eingetragen wird. Zudem wird eine Sterbeurkunde ausgeh√§ndigt. Im Falle einer Lebendgeburt bekommen M√ľtter acht Wochen Wochenschutz, bei einer Fr√ľhgeburt stehen einem zw√∂lf Wochen zu.

  • Handelt es sich um eine Totgeburt, wird lediglich ein Vorname vergeben, der auch auf der Urkunde f√ľr die Totgeburt, dem Sterbebuch, festgehalten wird. Geburtsurkunde gibt es keine. M√ľttern steht acht Wochen Wochenschutz zu; kommt es zum Kaiserschnitt oder einer Mehrlingsgeburt, sind es zw√∂lf Wochen.

  • Als Fehlgeburt (med. Abortus) bezeichnet man ein Baby, welches bei der Geburt weniger als 500 Gramm wiegt. Seit 2014 darf man auch still geborene Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht auf Wunsch offiziell in ein Namensregister eintragen. M√ľtter haben bei einer Fehlgeburt leider keinen Anspruch auf Wochenschutz, k√∂nnen sich aber von ihrem Hausarzt krankschreiben lassen.

  • Bei einer Curettage, auch Ausschabung genannt, wird die Geb√§rmutter mit einem Curette-Messer ausgeschabt. Sie wird mit einer Fehlgeburt gleichgesetzt. Hierbei bekommen die Eltern keinerlei Dokumente, daher bleibt auch die offizielle Namensgebung aus. Auch in diesem Fall gibt es kein Anrecht auf Wochenschutz, M√ľtter k√∂nnen sich jedoch genauso von ihrem Hausarzt krankschreiben lassen.

Wie kann man Abschied nehmen?

Von seinem eigenen Kind an dessen Geburt Abschied zu nehmen, ist mit die schwerste Pr√ľfung die das Leben bereithalten kann. Auch gibt es kein allgemein g√ľltiges Rezept, wie man Abschied nimmt und wie man mit den dabei entstehenden Emotionen am besten umgehen kann.

Dennoch gibt es einige Hilfestellungen zur Vorbereitung auf eine stille Geburt.

Bei der Geburt ist es ratsam, Ihren Partnerin, Freunde und/oder Familienangehörige um sich zu haben.

Au√üerdem ist es nach einer stillen Geburt heilsam, das Neugeborene einige Zeit in den Armen zu halten, zu begr√ľ√üen und kennenzulernen. Nehmen Sie sich daf√ľr alle Zeit der Welt.

Geben Sie Ihrem Kind einen Namen, - so bekommt es eine Identität.

Auch wenn es Ihnen unm√∂glich ist, Ihr Kind anzusehen, sollten Sie sich f√ľr die Zeit danach ein Erinnerungsst√ľck an Ihr Kind aufbewahren - Fotos oder die blo√üe Beschreibung etwa, ein kleiner Hand-, oder Fu√üabdruck oder eine Haarlocke.

Wenn Ihr Kind Geschwister hat, ist es ratsam, diese mit einzubeziehen: Kleinere Kinder haben meist einen nat√ľrlichen Umgang mit dem Tod, haben ein Recht darauf, das Geschwisterchen kennenzulernen.

Gerne können Sie Ihr Kind segnen oder nottaufen lassen.

Spr√ľche und B√ľcher zum Thema Stille Geburt

Worte k√∂nnen in schweren Zeiten Trost spenden. Im Internet finden sich zahlreiche Spr√ľche, Gedichte und Texte, welche f√ľr Eltern heilsam sind und die Trauer erleichtern.

Bekannte B√ľcher zur Thematik sind etwa ‚ÄúGute Hoffnung, j√§hes Ende‚ÄĚ von Hannah Lothrop oder ‚ÄúTrauern hat seine Zeit‚ÄĚ von Michaela Nijs.

Bestattung und Trauerfeier

Darf ich meine stille Geburt bestatten?

Grunds√§tzlich kann jedes Kind bestattet werden. In allen √∂sterreichischen Bundesl√§ndern besteht ein Bestattungsrecht f√ľr Stillgeburten.

Eine markierte Grabstelle dient der Trauerbew√§ltigung - auch wenn dies f√ľr Sie momentan zu √ľberw√§ltigend erscheint, k√∂nnen Sie sp√§ter an diesen Ort zur√ľckkehren, um Ihrem verstorbenen Kind zu gedenken.

Ab wann gibt es Bestattungspflicht f√ľr stille Geburten?

Grunds√§tzlich gilt in √Ėsterreich f√ľr Totgeburten, also F√∂ten, die bei der Geburt mehr als 500 Gramm wiegen, die Bestattungspflicht.

In Wien, Nieder√∂sterreich, Burgenland, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg besteht diese zus√§tzlich auch f√ľr Fehlgeburten, also F√∂ten mit einem Gewicht von unter 500 Gramm zum Zeitpunkt der Geburt.

In K√§rnten, Ober√∂sterreich und Tirol besteht f√ľr fehlgeborene Kinder zwar keine Bestattungspflicht, je nach Wunsch der Eltern gibt es aber ein Bestattungsrecht.

Sollte die Bestattungsplanung nicht von den Eltern selbst wahrgenommen werden, muss das Krankenhaus die Bestattung √ľbernehmen.

Steht bei Ihnen eine stille Geburt bevor?

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Gibt es Vorschriften, wie man stille Geburten bestatten muss?

Die Eltern haben grunds√§tzlich freie Handhabe. F√ľr gew√∂hnlich haben Sie die M√∂glichkeit, Ihr verstorbenes Kind entweder in einem Sammel-, Familien-, oder Kindergrab bestatten zu lassen oder nach einer Kremation die Urne nach Hause mitzunehmen.

  • Bei einem Sammelgrab sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie nicht immer die M√∂glichkeit haben, bei der Bestattungszeremonie anwesend zu sein.

  • Bei einem Familien- oder Kindergrab hingegen k√∂nnen Sie die Trauerfeier und Verabschiedung ganz nach Ihren individuellen W√ľnschen gestalten: Kinderlieder singen, eine Trauerrede selbst oder von einem geistlichen oder weltlichen Vertreter halten lassen.

  • Falls Sie es w√ľnschen, kann der Sarg in der Verabschiedungshalle noch einmal ge√∂ffnet werden, um Abschied nehmen zu k√∂nnen. Auch den Sarg oder die Urne selbst zu Grabe zu tragen, ist gestattet.

In welcher Kleidung sollte man eine stille Geburt bestatten?

Gemeinn√ľtzige Vereine wie der Verein Pusteblume fertigen gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern spezielle Kleidung f√ľr stillgeborene Kinder an: Egal ob Strampler und Hauben; Stofftiere, Erinnerungss√§ckchen und kleine Stoffengel als Andenken - der Verein bietet eine Vielzahl an pers√∂nlichen Erinnerungsst√ľcken. Interessierte Eltern oder Spit√§ler k√∂nnen die Kleidung kostenlos √ľber ein Kontaktformular anfordern.

Einschlagdecke f√ľr Sternenkinder des Vereins Pusteblume

Wo bekomme ich Hilfe?

Eine stille Geburt bzw. der Verlust des eigenes Kindes ist ein Schock, den man oft allein nicht bew√§ltigen kann. Wir legen Ihnen ans Herz, die Vielzahl verschiedener Hilfeangebote, die bereits vor der Geburt und nat√ľrlich vor allem danach bestehen, auch in Anspruch zu nehmen.

Nachdem Sie das Krankenhaus verlassen haben, ist eine ambulante Betreuung wortw√∂rtlich √ľberlebenswichtig. Diese wird meist von Hebammen √ľbernommen, welche Hausbesuche bei Ihnen machen und Sie in dieser schweren Zeit begleiten.

Bei einem stillgeborenen Kind oder bei Eintritt des Todes kurz nach der Geburt, wird eine gewisse Anzahl dieser Hausbesuche vom Sozialversicherungstr√§ger √ľbernommen, bei Fehlgeburten sind Sie mit den Kosten leider alleine.

Hebammen k√∂nnen Sie f√ľr gew√∂hnlich √ľber Brosch√ľren, die in jedem Krankenhaus ausliegen, oder auch unter hebammen.at kontaktieren.

Zudem werden Gedenk- und Beerdigungsfeiern f√ľr stille Geburten in verschiedenen Pfarrgemeinden und Krankenh√§usern angeboten. Infos diesbez√ľglich finden Sie an diesen Orten oder im Internet.

Eine gute Anlaufstelle k√∂nnen auch Kinderpalliativteams sein: Im Burgenland etwa wird die Begleitung in der Trauer f√ľr Familien, die ihr Kind vor oder nach der Geburt verabschieden mussten, vom Kinderpalliativteam MOKI Burgenland angeboten - diese Trauerbegleitung f√ľr die Eltern und Geschwisterkinder ist kostenlos.

Trauergruppen - wo finde ich die?

Sie sind nicht allein - mehr Eltern, als Sie denken, m√ľssen mit einem √§hnlichen Schicksal umgehen. Eine andere M√∂glichkeit, mit dem Verlust umzugehen, bieten Trauerseminare und Trauerbegleitung. Bei Trauerseminaren geht es darum, seine eigene Trauer und Gef√ľhle auszudr√ľcken und in Worte zu fassen, um das verstorbene Kind als positive Erinnerung im Ged√§chtnis zu behalten.

Nachstehend erhalten Sie Links zu unterschiedlichen Trauer- und Selbsthilfegruppen in den Bundesländern:

Wenn Sie lieber auf die professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapeutin bzw. eines Psychotherapeuten vertrauen wollen - psychotherapie.at bietet eine erste Orientierung.

F√ľr allgemeine Informationen zur stillen Geburt empfehlen wir die Website des Wiener Programm f√ľr Frauengesundheit sowie eine Informationsbrosch√ľre des Bundesministeriums f√ľr Familien und Jugend.

Stille Geburten fotografieren

Darf man Fotos von verstorbenen Kindern machen?

Wir sind der Meinung: Sie sollten sogar! Nat√ľrlich nur, sofern Sie dies w√ľnschen. So k√∂nnen Sie Ihr Kind immer in Erinnerung behalten. Fotos k√∂nnen einen wertvollen Beitrag zum Umgang mit dem Tod darstellen.

Die 2013 ins Leben gerufene Organisation Dein Sternenkind m√∂chte Eltern in dieser schwerstm√∂glichen Situation unterst√ľtzen und dem Wunsch nach piet√§tvollen Fotografien von ihren Kindern nachkommen.

√úber 600 Fotografen in √Ėsterreich und Deutschland arbeiten zu diesem Zweck kostenlos.

Wie nimmt man diese Dienste in Anspruch? Eltern k√∂nnen √ľber ein Kontaktformular auf der Website des Vereins eine Fotografin oder einen Fotografen beantragen. Die direkte Ansprechpartnerin f√ľr √Ėsterreich ist Simone Strobl.

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