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Stefan Atz

Verfasst von Stefan Atz

19. Januar 2022Lesezeit: 5 Minuten

Stefan Atz

Egal ob Erdbestattung in einem Sarg oder Feuerbestattung in einer Urne – wenn ein Verstorbener beigesetzt werden muss, liegt es oft an den Angehörigen, sich für eine Grabart zu entscheiden. Eine Möglichkeit davon ist das Reihengrab. Wir informieren Sie detailliert über diese Grabart.

  • Ein Reihengrab ist die letzte Ruhestätte für Verstorbene.
  • Man unterscheidet Gräber nach Anzahl der Grabstellen, nach Art der Bestattungsform und der Art des Bestattungsziels.
  • Abgesehen von Naturgräbern und anonymen Gräbern kann man alle Gräber individuell gestalten und bepflanzen.
  • Grabpflege ist ein wichtiger Aspekt der Trauerarbeit - ebenso wie das Besuchen des Grabes als Ort des Gedenkens.
  • Die Kosten für ein Grab variieren je nach Gemeinde und Grabart.
  • Die Mindestliegezeit beträgt in der Regel 10 Jahre.

Wie finde ich das passende Grab für mich und meine Angehörigen?

Diese Fragen helfen Ihnen, die richtige Grabart zu finden:

  • Sind die Kosten für das Nutzungsrecht wichtig? Will ich mir die Lage des Grabes selbst aussuchen?
  • Will ich mir die Lage des Grabes selbst aussuchen?
  • Lege ich Wert auf eine individuelle Grabgestaltung?
  • Gibt es jemanden, der die Grabpflege übernehmen kann?
  • Ist eine Mehrfachbelegung angedacht?
  • Will ich die Ruhefrist verlängern?
  • Will ich eine anonyme Beisetzung?

Sie sind sich nicht sicher, welche Grabart am besten zu Ihnen passt? Wir beraten wir Sie gern telefonisch jederzeit telefonisch oder sind per Mail für Sie erreichbar.

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Was ist ein Grab?

Mit einem Grab bezeichnet man die Stelle, an welcher ein Verstorbener bzw. eine Verstorbene beigesetzt bzw. begraben wird. Man bezeichnet damit eine geschlossene unterirdische Stätte, in welcher die verstorbene Person entweder in einem Sarg oder einer Urne beigesetzt wird. Somit handelt es sich nicht nur um eine Ruhestätte, sondern auch um einen Ort des Gedenkens.

Diese Grabarten gibt es in Österreich

Generell gilt es, zwischen der Beisetzung eines Verstorbenen in einem Sarg und der Beisetzung der Asche des Verstorbenen in einer Urne zu unterscheiden.

Zusätzlich zu diesen traditionellen Grabarten gibt es auch auf den meisten Friedhöfen in Österreich oder auch auf amtlich genehmigten und als solchen gekennzeichneten Bestattungsflächen außerhalb eines traditionellen Friedhofes die Möglichkeit einer Naturbestattung wie etwa der Baumbestattung oder der Donaubestattung sowie der Almwiesenbestattung oder der Luftbestattung im angrenzenden Ausland.

Blumenwiese in den Bergen

Man unterscheidet zwischen folgenden Grabarten:

Vor- und Nachteile von Reihengräbern

Vorteile

Kosteneinsparung

Geringere Pflegekosten

Nachteile

Wird nach 10 Jahren neu belegt

Nur für Einzelpersonen

Wenige Individualisierungsmöglichkeiten

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Welche Alternative zum Reihengrab habe ich?

Neben dem Reihengrab könnten sich Angehörige für ein Wahlgrab entscheiden, Ganz gleich, ob der oder die Verstorbene im Rahmen einer Erdbestattung in einem Sarg beerdigt, oder die Asche des Verstorbenen in einer Urne beigesetzt werden soll.

Bei einem Wahlgrab besteht, wie eben genannt, die Möglichkeit, die Lage und die Größe der Grabstelle selbst zu bestimmen. Zudem muss es sich bei einem Wahlgrab nicht um ein Einzelgrab handeln: Es können mehrere Grabstellen nebeneinander erworben werden, was das Wahlgrab perfekt für Familienangehörige macht.

Bei einer Feuerbestattung stehen Ihnen zusätzlich dazu noch weitere Alternativen zum Reihengrab zur Verfügung. Die Asche des Verstorbenen kann auch in naturnahen Gräbern wie beispielsweise einem Baumgrab oder einem Seegrab oder auch in einem pflegeleichten Grab in einem Kolumbarium oder einer Urnenstele bestattet werden.

Infografik zur Darstellung der Unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten nach einer Kremation: Naturbestattung, Urne zu Hause, Bestattung am Friedhof, Edelsteinbestattung, Weltraumbestattung.

Vergleich Reihengrab & Wahlgrab

In der nachfolgenden Tabelle haben wir für Sie die wesentlichen Merkmale eines Reihengrabs und eines Wahlgrabs im Vergleich aufgelistet.

----------- Reihengrab Wahlgrab
Kosten geringer höher
Größe kleiner größer
Lage vom Friedhof festgelegt frei wählbar
Form Einzelgrab bis zu vier Stellen (Familiengrab)
Gestaltung eingeschränkt (je nach Friedhofsordnung) frei
Ruhezeit nicht verlängerbar verlängerbar

Gestaltung von Reihengräbern

In der Regel können Sie die Gestaltung eines Reihengrabs nach persönlichen Vorlieben vornehmen. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Vorgaben des Friedhofs einhalten und benachbarte Grabstellen durch Ihre Bepflanzung nicht beeinträchtigt werden. So sind etwa stark wuchernde Pflanzen oder solche, die ihren Samen auswerfen, nicht geeignet. Auch Grabsteine können aufgestellt werden.

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Wie hoch sind die Grabkosten in Österreich?

Folgende Faktoren sind für den Preis entscheidend:

  • Bei einem “Graberwerb” kaufen Sie kein Grab, sondern erwerben lediglich zeitlich beschränkt das Nutzungsrecht an einer Grabstätte
  • Innerhalb Österreichs herrschen beachtliche Preisunterschiede, abhängig von der Gemeinde, Größe und Lage des Grabes
  • die Stadt-Land-Kluft ist enorm
  • Bei Ersterwerb eines Grabes wird immer ein Nutzungsrecht für mindestens 10 Jahre erworben (bei Grüften, Urnenwandnischen kann dies deutlich länger sein). Danach kann die Grabnutzungsdauer beliebig oft verlängert werden, außer bei Reihengräbern

Grabkosten am Beispiel der Friedhöfe Wien (Preisliste Friedhöfe Wien)

Grabart Bereitstellungsentgelt bei der Neuvergabe eines Grabes Grabkosten für das Nutzungsrecht für 10 Jahre Kosten für die Verlängerung des Grabnutzungsrecht für jedes weitere Jahr
Erdsarggräber € 470 € 280-800 € 28-80
Sarggräber mit Deckplatte € 470 € 1.200-1.600 € 120-160
Erdurnengräber € 185 € 280-580 € 28-58
Urnengräber mit Deckplatte € 185 € 880-1.160 € 88-116
Besondere Urnengräber (Felsen-, Baum-, Rasen-, Strauch-, Waldgräber) € 185 € 835 € 83,50
Urnenstele (Friedhof Hernals) € 185 € 1.110 € 111
Urnengarten (Feuerhalle Simmering) € 185 € 1.374 € 137,40

Grabkosten am Beispiel Barbarafriedhof, Linz (OÖ)

Die Ersterwerbs- und die Nachlösegebühren gelten für Normalgräber (2 Särge) und verdoppeln sich bei Doppelgräbern:

Grabart Ersterwerb eines Nutzungsrechtes für die Dauer von 10 Jahren Nachlösegebühr für jedes weitere Jahr
Grüfte € 1254,70 € 125,47
Wandgräber € 1254,70 € 125,47
Erdgräber € 303,40-701,10 € 30,34-70,21
Urnen-Erdgräber € 273,10 € 27,31
Urnenwandgräber € 275,50 € 27,55

Weitere Informationen und Vorschriften

Wie groß und tief muss ein Grab sein?

Die nachstehende Tabelle gilt für die Friedhöfe Wien.

Grabart Belegung Vorgeschriebene Grabmaße (Mindesteinlassöffnung bzw. Grabfläche bei Urnengräbern)
Familiengrab Bis zu 4 Erwachsene 2,20 m Länge
80 cm Breite
2,70 m Tiefe
Einfaches Grab/Einzelgrab 1 Erwachsener 2,20 m Länge
80 cm Breite
2,70 m Tiefe
Grüfte Bis zu 4 Erwachsene 2,20 m Länge
90 cm Breite
3,20 m Tiefe
Grüfte Bis zu 6 Erwachsene Mindestinnenausmaße:
2,34 m Länge
1,40 m Breite
2,70 m Tiefe
Urnengräber Bis zu 4 Leichenaschen Grabfläche von bis zu 0,50 m²
Urnengräber Bis zu 6 Leichenaschen Grabfläche von 0,51 m² bis 0,99 m²
Urnengräber Bis zu 8 Leichenaschen Grabfläche von 1 m²
Urnengräber Mehr als 8 Leichenaschen Grabfläche von mehr als 1 m²

Bei Erdgräbern muss die Überschüttungshöhe des obersten Sarges zumindest 80 cm und bei Leichenasche mindestens 40 cm betragen.

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Häufig gestellte Fragen

Quellen

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